
Schlecker-Insolvenzverwalter wartet auf Geld von Dayli
Nach der Pleite des österreichischen Drogerieunternehmens Dayli wartet Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf sein Geld. Dayli soll indes mit neuem Eigentümer weiterbestehen.
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Nach der Pleite des österreichischen Drogerieunternehmens Dayli wartet Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Geiwitz auf sein Geld. Dayli soll indes mit neuem Eigentümer weiterbestehen.

Die gut 250 Jahre alte hessische Kaufhausgruppe Joh ist insolvent. Betroffen sind rund 300 Mitarbeiter in fünf Filialen.

Karstadt-Eigner Nicolas Berggruen im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa über die Modernisierung der Warenhäuser, Kapitalspritzen, E-Commerce, Schlecker und die Arbeit des Geschäftsführers Jennings.

Der Versuch von Anton Schlecker, privates Vermögen zu sichern, ging schief: Der einstige Drogeriekönig verglich sich mit dem Insolvenzverwalter und verhinderte so einen komplizierten Rechtsstreit.

Es war zwar zu wenig, um das Unternehmen zu retten - ein paar Millionen sind aber bei Anton Schlecker schon noch zu holen gewesen. Doch trotz Kompromiss mit dem Insolvenzverwalter ist der Staatsanwalt aktiv geworden.

Zwar gab es 2012 so wenige Firmenzusammenbrüche wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Doch Großinsolvenzen auch aus dem Handel ließen den wirtschaftlichen Schaden mächtig anwachsen.

Die angeschlagene Baumarktkette Praktiker hat einen Insolvenzantrag für die türkische Landesgesellschaft gestellt. Neun Märkte sind betroffen. Die Türkei sei aber ein Sonderfall, betont der Vorstand.

Der Insolvenzverwalter will sich Geld von der Familie Schlecker zurückholen - und fechtet Vermögensübertragungen an, die in die Insolvenzmasse gehören könnten. Es geht um Millionen.

Vor einem Jahr meldet die Drogeriekette Schlecker Insolvenz an: Die Hälfte der Ex-Mitarbeiter ist noch ohne Job, Fragen zu etwaigen Vermögensübertragungen sind nicht geklärt.

Der einstige Drogeriekönig Anton Schlecker soll auf dem Weg in die Pleite viel Geld in Sicherheit gebracht haben. Im Ringen um das Privatvermögen gibt es nun offenbar Bewegung.

Trotz des spektakulären Zusammenbruchs des Schlecker-Imperiums war 2012 war mit Blick auf die Firmenpleiten kein "Katastrophenjahr". Die Gesamtzahl der Insolvenzen dürfte sogar leicht zurückgehen.

Das Ende von Schlecker ist die größte Insolvenz im deutschen Einzelhandel. Am meisten leiden darunter die ehemaligen Mitarbeiterinnen. Nicht einmal die Hälfte der "Schleckerfrauen" hat neue Jobs.