
SSV: Lieber einkaufen als an den Strand gehen
Die erste Woche des Sommerschlussverkaufs lief für den Einzelhandel gut. Dank der Hitze war leichte Kleidung der Verkaufsschlager. Und die warmen Tage sind noch nicht vorüber.
Konjunkturdaten, Einzelhandelsumsätze, Konsumklima, Kaufkraft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Handel in Deutschland.
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Die erste Woche des Sommerschlussverkaufs lief für den Einzelhandel gut. Dank der Hitze war leichte Kleidung der Verkaufsschlager. Und die warmen Tage sind noch nicht vorüber.

Wer eine Flasche Kölsch trinken will, muss rechnerisch dafür drei Minuten arbeiten - wie vor zwanzig Jahren. Doch für andere Produkte ist heute mehr Einsatz erforderlich. Die Kaufkraft stagniert.

Golfino, Zamek, Seidensticker und sogar das Internet-Startup PosterXXL: Immer mehr mittelständische Unternehmen setzen auf Anleihen, um ihre Finanzierung unabhängiger von den Banken zu gestalten.

Die österreichische MTH Retail Group übernimmt mehr als 100 IhrPlatz-Standorte. Die Filialen sollen auf das Discountkonzept Mäc-Geiz umgerüstet werden.

Mit vorgezogenen Preisnachlässen bereits vor dem Sommerschlussverkauf wollen Textilhändler die schwache Nachfrage nach Sommerbekleidung ankurbeln.

Ob es an der europäischen Schuldenkrise liegt oder am fehlenden Sommer, ist ungewiss. Jedenfalls war die Kauflaune im Mai etwas gedrückt. Überraschend viel verlor der sonst boomende Onlinehandel.

Schnell unterwegs Preise für ein Buch prüfen oder gleich eine neue Hose bestellen - so sieht das Einkaufsverhalten der Deutschen aus. Dabei steht das mobile Shopping erst am Anfang.

Die Schuldenkrise hat den Konjunkturoptimismus der Deutschen getrübt, zeigt das GfK-Konsumklima. Trotzdem steigen die für den Handel wichtigen Indikatoren Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung.

Stefan Genth hat keinen Grund, sich um die Handelsbranche zu sorgen. Allerdings will der HDE-Chef keinen gesezlichen Mindestlohn und fordert von der Politik, die Folgen der Schlecker-Pleite abzumildern.

Die Vedes-Gruppe ist trotz stagnierender Europa-Umsätze für das Gesamtjahr zuversichtlich. Lizenzthemen und neue Multimedia-Spielzeuge versprechen ein gutes Weihnachtsgeschäft.

Nervennahrung und Fußballtrikots verkaufen sich zur Zeit gut. Die Stimmung bei Fans und Einzelhandel steigt, je länger die deutsche Mannschaft im Turnier bleibt.