
Wie gut geht es Karstadt wirklich?
Karstadt-Chef Andrew Jennings jubelt zwar über gute Umsätze, doch es gibt Zweifel an der Wirtschaftskraft des Warenhausbetreibers. Und: Die Luft wird für Mitarbeiter dünner.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

Karstadt-Chef Andrew Jennings jubelt zwar über gute Umsätze, doch es gibt Zweifel an der Wirtschaftskraft des Warenhausbetreibers. Und: Die Luft wird für Mitarbeiter dünner.

Mario Basler bloggt bei Netto über die Fußball-EM. Der ehemalige Nationalspieler bietet seinen gewohnten Tresenhumor und thematisiert zuverlässig jede noch so schlüpfrige Nachricht. Ein Kommentar.

Alles muss raus: Schlecker hat nicht mehr viel Zeit, Ende Juni werden alle Filialen geschlossen. Nun wird die laufende Rabattaktion nochmals verändert - mit regelrechten Schleuderpreisen.

Die Sitzung des Gläubigerausschusses Ende dieser Woche könnte bereits über die Zukunft von Schlecker entscheiden. Eine Zerschlagung der insolventen Drogeriekette scheint immer wahrscheinlicher.

Mehr Umsatz, mehr Standorte, mehr Marketing. Sport-Scheck kennt nur eine Strategie: Wachstum. Dabei setzt der Sportartikel-Händler konsequent auf das Multi-Channel-Geschäft.

Sie setzen auf größere Läden und gutes Personal. Der Erfolg: Die Neuform-Reformhäuser haben 2011 ein Umsatzplus erzielt. Experten sagen sogar noch ein viel größeres Potenzial voraus.

Philipp Rösler hat seine Liebe zum Mittelstand entdeckt. Auf dem Peak-Symposium für Verbundgruppen sang der Bundeswirtschaftsminister ein hohes Lied auf diesen Wirtschaftszweig - und versprach Unterstützung.

Um Schlecker zu retten lockt der Insolvenzverwalter die Kunden in die Läden, verlangt aber auch Opfer - nicht nur von den Beschäftigten. Das Verhältnis mit Verdi ist deswegen mittlerweile angespannt.

Hessische Aldi-Filialleiter sollen sich einen Spaß daraus gemacht haben, Kundinnen in kurzen Röcken zu filmen. Noch weniger lustig ist, dass Kameras auch die PIN-Eingabe an der Kasse aufgezeichnet haben sollen.

Mit leeren Regalen wird es schwer, Schlecker zu retten. So lautet das Argument von Verdi. Die beklagten Lieferengpässe der Gewerkschaft relativiert der Insolvenzverwalter - und die Praxis sieht gar ganz anders aus.

Die Schlecker-Beschäftigten werden wohl nicht um einen Beitrag für die Sanierung ihres Arbeitgebers herumkommen. Die Gewerkschaft jedenfalls kann sich Verhandlungen vorstellen. Aber sie hat schon Forderungen.