
Görg verklagt ehemalige Karstadt-Chefs
Karstadt kommt nicht zur Ruhe. Es gibt Beschwerden gegen die Höhe der Honorare für Insolvenzverwalter Görg. Der wiederum will nun Geld eintreiben bei früheren Vorstandsmitgliedern des Warenhauskonzerns.

Redakteur Der Handel und etailment
Steffen Gerth ist Redakteur bei Der Handel und etailment. Für das Digital-Commerce-Magazin der dfv Mediengruppe schrieb er unter anderem die wöchentliche Kolumne "Die Woche im Handel" mit Analysen zum Strukturwandel im deutschen Einzelhandel.

Karstadt kommt nicht zur Ruhe. Es gibt Beschwerden gegen die Höhe der Honorare für Insolvenzverwalter Görg. Der wiederum will nun Geld eintreiben bei früheren Vorstandsmitgliedern des Warenhauskonzerns.

Kräftiges Umsatzwachstum, beliebt bei den Kunden: dm-Drogeriemarkt blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Für die Zukunft hat sich das Unternehmen ehrgeizige Ziele gesetzt. Das soll auch Branchenführer Schlecker zu spüren bekommen.

Die Rewe-Tochter Penny verliert in diesem Jahr mächtig an Boden. Jetzt reagiert der Konzern und trennt sich vom Chef des Discounters.

So gewaltig das Insolvenzverfahren für Karstadt war, so horrend fallen auch die Honorare aus. Insolvenzverwalter Görg bekommt über 30 Millionen Euro, das ist der fünffache Regelsatz. Und das ist noch moderat gerechnet.

Früher gab es Menschen, die sich genierten, mit Fairtrade in Zusammenhang gebracht zu werden. Heute gilt das Siegel als sexy Marke. Der Handel mit Produkten aus fairer Herstellung boomt - und ist trotzdem nur ein Nischenbereich.

Vor allem die große Nachfrage nach Schuhen und Bekleidung hat im August die Umsätze getrieben. Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist zufrieden mit den Aufwärtstrend der Branche, in der es aber auch Verlierer gibt.

Wenige Stunden vor der angestrebten Karstadt-Übernahme wurde der Weg für den Investor Nicolas Berggruen endlich frei: Auch Dawnay Day hat keine Einwände mehr gegen den Insolvenzplan des Warenhauskonzerns.

Was Dawnay Day treibt, im letzten Moment die Übernahme von Karstadt durch Investor Berggruen zu blockieren, ist unklar. Auch der Betriebsrat des Warenhauskonzers ist wegen dieses Störfeuers in großer Sorge.

Neuer Webshop, neues Konzept, neuer Slogan: ProMarkt geht am 1. Oktober mit einem Einkaufsportal ans Netz, der eng mit dem stationären Geschäften verknüpft sein soll.

Nun steht die Entscheidung fest: Die Firma Gilde zieht ihre Beschwerde gegen den Karstadt-Insolvenzplan zurück. Ein Gespräch mit Investor Berggruen fand statt, eine Geschäftsentscheidung wurde auch gefällt.

Der Rückzug von Gilde Handwerk ist für Karstadt nur das halbe Glück. Weil ein zweiter Gläubiger seine Beschwerde gegen den Insolvenzplan aufrecht hält, fürchtet Insolvenzverwalter Görg, dass sich das Verfahren "wochenlang hinzieht".