
So funktioniert der deutsche Onlinehandel tatsächlich
Forscher von ibi research haben mit Testkäufen die Prozesse und Abläufe in gängigen Webshops abgeklopft. Eine Erkenntnis: Größe spielt nicht unbedingt eine Rolle.
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Forscher von ibi research haben mit Testkäufen die Prozesse und Abläufe in gängigen Webshops abgeklopft. Eine Erkenntnis: Größe spielt nicht unbedingt eine Rolle.

Mit gewaltigem Aufwand stampft Amazon in den USA neue Lieferzentren für das Möbelgeschäft aus dem Boden. Auch hierzulande gewinnt Amazon im Bereich Möbel und Wohnaccessoires immer mehr Marktanteile. Ikea setzt dagegen. Digital und auf der Fläche. Reicht das?

Die Logistikwelt ändert sich rasant. Was auf die Handelsbranche zukommt, ist noch unklar. Sicher ist nur, dass neue Mobilitätslösungen den Markt verändern.

Walmart will es wissen. Der weltweit größte Händler investiert in seine Online-Expertise. Er kauft mit hohem Tempo Online-Händler auf, baut einen Click- and Collect-Service aus und testet einen Food-Lieferservice, für den gerade die "Grocery"-App live ging – eine Kampfansage an Amazon.

Im privaten Umfeld haben sich Messenger als effektiver Kommunikationskanal durchgesetzt und von dieser Verbreitung können auch Unternehmen profitieren. Die meisten verschicken nur banale Newsletter über diesen Kanal, dabei gibt es so viel mehr Möglichkeiten.

Während die Branche sich noch Gedanken über Amazon Fresh und die Auswirkungen von Amazon Echo macht, erobert der Online-Riese längst still und leise neue Märkte, die noch dazu im E-Commerce teilweise eher noch eine Randerscheinung sind.

Ein Onlinehändler mehr auf dem lukrativen Matratzenmarkt. Auch noch aus Österreich. Hongi heißt das Unternehmen von Peter Leyhr. Er will in den Premiummarkt eindringen und bietet dafür ein spezielles Produkt, das auch die Retourenquote klein halten soll.

Eine Premierenbestellung bei Amazon Fresh ist eine Entdeckungsreise. Der Kunde ist verblüfft, wie einfach alles gehen kann - und auch noch so billig. Trotzdem: Ein guter deutscher Konsument weiß selbstverständlich, dass auch das Gute noch besser gehen kann.

Die Großen machen vor, wie es geht. Doch der Mittelstand steckt im Stau, viel zu wenig Geld fließt in die Digitalisierung. Grund dafür sind ängstliche Unternehmer und Banken. Ab Juli wird das anders: Dann können Banken mit der KfW im Rücken fast risikofrei billige Kredite an Mittelständler vergeben. Milliardensummen stehen für die Digitalisierung bereit – die Unternehmer müssen sie nur abholen.

Amazon Fresh ist live. Zwar nur in Berlin und Potsdam, aber das ist erst der Anfang. Der Handelsexperte Stephan Rüschen sagt, warum der Lebensmittelbringdienst der Konkurrenz überlegen ist, was sich bei Amazon noch ändern wird - und wie die Branche durcheinandergewirbelt wird.

Marktplätze werden für mittelständische Händler immer mehr zu einem Standbein. Weil hier noch Umsatzreserven liegen und nur Plattformen die Kraft haben, die Kundenerwartungen an Tempo, Tracking und Liefertakt zu erfüllen.