
RevolutionRace kauft sich aus der Wachstumslücke
Der 65-Mio.-Euro-Zukauf zeigt, wann DTC-Marken an organische Grenzen stoßen. Für Händler wird Portfolio-Management zum Prüfstein.
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Der 65-Mio.-Euro-Zukauf zeigt, wann DTC-Marken an organische Grenzen stoßen. Für Händler wird Portfolio-Management zum Prüfstein.

GameStop erwägt, seine 56 Mrd. Dollar schwere Übernahmeofferte für Ebay fallenzulassen, berichtet Manager-Magazin.de. Statt eines Zusammenschlusses schwebe dem Videospielhändler nun eine Kooperation vor: Ebay solle GameStops rund 1.600 US-Filialen für den margenstarken Handel mit Sammelkarten nutzen, GameStop im Gegenzug einen Verwaltungsratssitz erhalten. Im Mai habe Ebay eine Offerte über 125 Dollar pro Aktie noch als unglaubwürdig abgewiesen.

Rebuy übernimmt den Ankaufsdienst Zeercle, der auch für Konkurrenten Momox interessant hätte sein können, berichtet Handelsblatt.com. Zeercle organisiere in Buchhandlungen wie Hugendubel, Cultura und Mondadori die Inzahlungnahme gebrauchter Bücher. Die Übernahme verschaffe Rebuy zugleich eine Brücke in den stationären Handel und jährlich eine Mio. zusätzliche Exemplare. 2024 habe die Berliner Recommerce-Plattform 9,7 Mio. gebrauchte Bücher verkauft und damit gut 70 Mio. Euro umgesetzt.

Die EU-Kommission verzögert die 7,8 Mrd. Euro schwere Übernahme des Paketdienstes Inpost durch Fedex, berichtet Handelsblatt.com. Der US-Konzern wolle den 2006 in Krakau gegründeten Anbieter über die Börse erwerben und sich so Zugang zum europäischen E-Commerce sichern. Weil Brüssel und eine vietnamesische Wettbewerbsbehörde den Vorgang noch nicht freigegeben hätten, laufe die Angebotsfrist nun bis 18. September. Der Reiz von Inpost für Fedex liege im dichten Stationsnetz, mit über 14.600 Automaten in Großbritannien und 10.800 in Frankreich.

Die EU-Kommission hat JD.com eine formelle Begründungserklärung zur geplanten Ceconomy-Übernahme zugestellt und benennt erstmals konkret ihre Einwände, berichtet Cashys Blog. Im Zentrum stehe der Verdacht, chinesische Staatshilfen wie Vorzugsfinanzierungen oder Steuervergünstigungen hätten das Angebot für die Mediamarkt-Saturn-Mutter überhaupt erst ermöglicht und könnten später den Binnenmarkt verzerren. JD.com hingegen verweise auf private Bankkredite und eigene Mittel. Die vertiefte Prüfung laufe bis zum 2. Oktober.

Die Frasers Group hält mittlerweile 30,28 Prozent an Hugo Boss und hat damit die im deutschen Übernahmerecht verankerte Pflichtangebotsschwelle überschritten, meldet Fashionnetwork.com. Das noch bis 27. Juli laufende Angebot liege bei 38 Euro je Aktie. Frasers wolle es auch nicht erhöhen; Hugo Boss rate seinen Aktionären bei diesem Preis jedoch zur Ablehnung. Erst 2024 sei Frasers bei Mulberry trotz eines Anteils von 37 Prozent ohne Kontrolle geblieben.

Mit 43,4 Mio. Aktien hält GameStop inzwischen 9,8 Prozent an Ebay und untermauert damit seine Übernahmeambitionen, wie aus einem Bericht der amerikanischen Börsenaufsichtsbehörde hervorgeht, berichtet Reuters.com. Anfang Mai seien es noch fünf Prozent gewesen. Damals habe CEO Ryan Cohen die Plattform für rund 56 Mrd. Dollar kaufen wollen, sei aber bei Ebay abgeblitzt. Erst eine Fusion, so Cohen, könne einen ernsthaften Amazon-Rivalen schaffen. Sein Angebot erhöhen wolle er nicht.

Der Zahlungsabwickler Stripe und der Finanzinvestor Advent International haben Paypal ein gemeinsames Übernahmeangebot über 60,50 Dollar je Aktie vorgelegt, berichtet Manager-Magazin.de. Das entspreche einem Aufschlag von rund 28 Prozent; abgesichert sei die Offerte durch Bankenzusagen über etwa 50 Mrd. Dollar. Beide wollten Paypal je zur Hälfte besitzen. Der einstige Digitalzahlungs-Pionier kämpfe gegen Apple Pay und Google Pay; der Börsenwert schrumpfte seit 2021 von 360 auf zuletzt 36 Mrd. Dollar.

Es geht für Deutschlands Handelsriesen um die "letzte Möglichkeit, extern zu wachsen". Rewe-Chef Caparros kämpft deshalb bis zur letzten Minute gegen die Übernahme von Kaiser's Tengelmann durch den Rivalen Edeka.

Der deutsche Telekommunikationsanbieter Freenet will sein DSL- und Portalgeschäft in zwei Tochtergesellschaften auslagern. Damit treibt der Konzern den Verkauf der rund 1,3 Mio. Kunden umfassenden DSL-Sparte voran und reagiert auf das wenig erfreuliche Geschäftsjahr 2007, so Insider. In der Freenet-Bilanz dominiert ein herber Gewinneinbruch, wobei das Ergebnis von 257 Mio. Euro (2006) auf 16,5 Mio. Euro zurückging.

Der kalifornische Softwarespezialist Siebel Systems, der vor der Übernahme durch den SAP-Rivalen Oracle steht, rechnet für das abgelaufenen dritte Quartal mit einem satten Umsatzplus. Nach den vorläufigen Zahlen habe Siebel in den vergangenen drei Monaten einen Umsatz von rund 346 Mio. Dollar erwirtschaftet, teilte das Unternehmen mit. Damit konnte der Businesssoftware-Hersteller sowohl die Erwartungen der Wall Street als auch den Vorjahreswert deutlich übertreffen.