Handelskonjunktur

Konjunkturdaten, Einzelhandelsumsätze, Konsumklima, Kaufkraft und wirtschaftliche Rahmenbedingungen für den Handel in Deutschland.

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Foto: Frau mit Einkaufskorb betrachtet Haushaltswaren in einem hellen Supermarktgang
© Black Forest Labs / Flux

Peking verfehlt sein Wachstumsziel

Chinas Einzelhandelsumsatz legte im August nur um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zu, berichtet Manager-Magazin.de. Ökonomen hätten mit 0,8 Prozent gerechnet. Die Investitionen in Sachanlagen seien bis Ende August um 7,2 Prozent geschrumpft, die in Immobilien um rund ein Fünftel. Noch stützten die Exporte die Konjunktur, diese hätten im August um ein Viertel zugelegt. Für das Gesamtjahr strebe Peking ein Wachstum von 4,5 bis 5,0 Prozent an, was aber ohne weitere Stützmaßnahmen ein wackeliges Ziel sei.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Paletten mit Metallplatten und Ölfässern in einem hellen Großhandelslager.
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Großhandelspreise legen um 6,8 Prozent zu

Die Großhandelsverkaufspreise lagen im August um 6,8 Prozent über dem Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Einen kräftigeren Sprung gab es zuletzt im Februar 2023. Ausschlaggebend seien weiterhin die Kriegshandlungen im Iran und im Nahen Osten, die Energie und Rohstoffe verteuern: Mineralölerzeugnisse kosteten 36,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, Nicht-Eisen-Metalle 27,4 Prozent, Datenverarbeitungsgeräte 11,1 Prozent.

Redaktion16.09.262 Min.
Foto: Leerer Supermarktgang mit gefüllten Regalen und gestapelten Einkaufskörben in der Mitte
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Einzelhandel spürt keine Erholung

Das Geschäftsklima im deutschen Einzelhandel verharrt im August bei minus 29,0 Punkten, meldet das Ifo-Institut. Damit stockt die Erholung, die im Mai begonnen hatte. Die Händler bewerten ihre aktuelle Lage schlechter als im Juli, die Erwartungen hellen sich nur leicht auf und bleiben für den Jahresverlauf pessimistisch. Für 2026 rechnet das Institut mit 1,4 Prozent Wirtschaftswachstum, aber nur 0,4 Prozent mehr privatem Konsum.

Redaktion16.09.262 Min.
Versandkartons auf einer Rollenbahn vor Lagerregalen in einer hellen Logistikhalle.
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Logistik führt die Insolvenzstatistik an

Die deutschen Amtsgerichte registrierten im Juni 2.266 beantragte Unternehmensinsolvenzen und damit 15,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Im ersten Halbjahr summierten sich 12.812 Fälle, ein Plus von 6,7 Prozent und der höchste Stand seit 2013. Die Forderungen der Gläubiger schrumpften trotzdem von 28,2 auf 18,5 Mrd. Euro. Am schlimmsten treffe es die Logistik: 71,6 Fälle je 10.000 Unternehmen.

Redaktion14.09.262 Min.
3D-Illustration: Glaswaage mit Gerät und Zapfsäule, Pfeile zeigen Auf- und Abbewegung
© Black Forest Labs / Flux

Inflation bei 2,9 Prozent

Die Inflationsrate kletterte im August auf 2,9 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Treiber bleibe die Energie mit 10,5 Prozent Aufschlag: Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 27,7 Prozent, leichtes Heizöl sogar um 49,6 Prozent. Für den Online-Handel zählt eher das Kleingedruckte: Gebrauchsgüter legten nur um ein Prozent zu, Haushaltsgeräte kosteten 1,9 Prozent weniger, Unterhaltungselektronik 2,8 Prozent.

Redaktion11.09.263 Min.
Illustration einer Waage mit Containern auf der einen Seite und einem Eurozeichen auf der anderen.
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Handelsüberschuss klettert auf 21,3 Mrd. Euro

Die deutschen Exporte sanken im Juli kalender- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent auf 138,2 Mrd. Euro, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Importe gaben mit 5,7 Prozent aber deutlich stärker nach, auf 116,9 Mrd. Euro. Der Handelsüberschuss kletterte damit auf 21,3 Mrd. Euro. Gegen den Trend legten die Ausfuhren in die USA um 19,1 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro zu.

Redaktion09.09.263 Min.
Frau hält Kleidungsstück im Laden und überlegt nachdenklich vor dem Kauf
© Black Forest Labs / Flux

Verbraucherstimmung: mehr Kauflust, wenig Zuversicht

Das Konsumbarometer des HDE steigt im September wieder leicht. Der Wert liege aber unter dem Jahresbeginn und unter dem Vorjahr, eine Belebung des privaten Konsums sei nicht erkennbar. Immerhin ziehe die Anschaffungsneigung an und erreiche Vorjahresniveau, auch wandere vermehrt Geld vom Sparschwein ins Portemonnaie. Auch die Konjunkturerwartung falle optimistischer aus als im Vormonat.

Redaktion08.09.262 Min.
Eine Verkäuferin betreut mehrere wartende Kunden im Laden – Symbol für Personalmangel im Einzelhandel
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Verkäufer werden knapper als Pflegekräfte

Der deutschen Wirtschaft fehlen womöglich 723.000 Fachkräfte im Jahr 2029, was einer Verdoppelung seit 2025 entspräche, zitiert Spiegel.de eine IW-Studie. Die größte Einzellücke könnte im Verkauf klaffen: Rund 39.100 Stellen blieben unbesetzt, gut doppelt so viele wie in der Krankenpflege. Mögliche Ursachen seien Renteneintritte, zu wenig Nachwuchs und weniger Zuwanderung. Eine Erholung der Konjunktur würde die Problematik sogar verschärfen.

Redaktion08.09.262 Min.
Container werden am Hafen verladen, Symbolbild für exportgetriebenes Wirtschaftswachstum in Deutschland
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Ifo rechnet jetzt mit 1,4 Prozent Wachstum

Die deutsche Wirtschaft wächst in diesem Jahr um 1,4 Prozent, teilt das Ifo-Institut mit. Das seien 0,6 Prozentpunkte mehr als in der vorigen Prognose. Für 2027 rechne das Institut mit 1,2 Prozent, für 2028 mit 0,8. Schub komme aus der Finanzpolitik und dem Ausland, gleichzeitig bremse der Energiepreisschock schwächer als bislang veranschlagt. Die Inflation würde jedoch auf 2,8 und 3,0 Prozent klettern. Der Konsum bleibe entsprechend gedämpft.

Redaktion07.09.262 Min.
Mitarbeiter scannt Paket in ruhigem Logistikzentrum, Sinnbild für schwächeren Einzelhandel
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Europas Einzelhandel gibt im Juli 0,6 Prozent nach

Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum sank im Juli gegenüber Juni um 0,6 Prozent, in der EU um 0,4 Prozent, meldet Eurostat. Den Rückgang trage vor allem das Geschäft außerhalb der Lebensmittel mit minus 1,4 Prozent im Euroraum; Lebensmittel, Getränke und Tabak hätten hingegen um 0,4 Prozent zugelegt. Unter den Mitgliedstaaten falle Deutschland mit minus 3,4 Prozent am tiefsten. Im Jahresvergleich lege der Euroraum um 0,6 Prozent zu, die EU um 1,0 Prozent. Deutschland liege auch hier im Minus, bei 2,5 Prozent.

etailment07.09.262 Min.
Mitarbeiter in halbleerer Lagerhalle symbolisiert steigende Großinsolvenzen in der Logistik
© Black Forest Labs / Flux

Großinsolvenzen steigen trotz besserer Konjunktur

Im ersten Halbjahr rutschten 33 deutsche Unternehmen mit mindestens 50 Mio. Euro Jahresumsatz in die Insolvenz – 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, berichtet Manager-Magazin.de. Für 2025 habe der Kreditversicherer Allianz Trade 94 Großpleiten gezählt, den Höchstwert seit Erhebungsbeginn 2015. Vorn liege die Autobranche mit sieben Fällen, dahinter der Einzelhandel mit fünf sowie Maschinenbau und Dienstleistungen mit je vier. Der Durchschnittsumsatz der Insolventen sei um knapp sieben Prozent auf rund 137 Mio. Euro gefallen. Es erwische zunehmend die kleineren Großen.

etailment07.09.262 Min.
3D-Illustration eines Hauses mit Energieleitung und steigenden Glasblöcken als Sinnbild für Energiepreise
© Black Forest Labs / Flux

Energiepreise treiben Euro-Inflation auf 3,3 Prozent

Die Inflation im Euroraum zieht wieder an: Im August liegt die Jahresrate bei 3,3 Prozent nach 2,9 Prozent im Juli, meldet Eurostat. Den Ausschlag gebe die Energie mit 14,3 Prozent, im Juli seien es 10,3 Prozent gewesen. Dienstleistungen würden sich langsamer (3,0 nach 3,3 Prozent) verteuern, Nahrungsmittel blieben bei 1,2 Prozent. Für Deutschland und Österreich weist Eurostat je 2,9 Prozent aus.

etailment02.09.263 Min.

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