Foto: Mann prüft in einem hellen Rechenzentrum ein Serverrack mit geordneten Kabeln
© Black Forest Labs / Flux

Gartner schraubt KI-Prognose auf 2,7 Bio. Dollar

Gartner schraubt seine Prognose nach oben: Die weltweiten Ausgaben für künstliche Intelligenz werden 2026 wohl um knapp 50 Prozent auf 2,7 Bio. Dollar klettern, berichtet Heise.de. Damit stecke in rund 42 Prozent aller IT-Ausgaben Künstliche Intelligenz. Den Löwenanteil von 1,48 Bio. Dollar schlucke die Infrastruktur, die steigenden Speicherpreise bremsten den Ausbau kaum. Nach der Ernüchterung über generative KI griffen Unternehmen lieber zu den eingebauten Funktionen ihrer Stammanbieter. Modellentwickler müssten künftig günstiger liefern, trotzdem solle sich ihr Segment auf 28,3 Mrd. Dollar mehr als verdoppeln.

Redaktion18.09.262 Min.
Foto: Mann recherchiert am Laptop neben zwei Produktdosen an einem hellen Esstisch.
© Black Forest Labs / Flux

Zwei Ebenen der Suche: KI berät, Google prüft

Generative KI schiebt sich vor den Kaufklick: In mehr als elf Prozent der untersuchten Shopping-Reisen taucht sie vor der Transaktion auf, zitiert Retail-News.de den „State of E-Commerce“-Report von Similarweb. Vor zwei Jahren seien es keine fünf Prozent gewesen. Die klassische Suche behalte ihren Platz: In 89 Prozent der untersuchten Fälle griffen die Verbraucher zusätzlich zur Suchmaschine. Für Händler werde damit die zweite Sichtbarkeitsfrage, nämlich ob die KI ihre Produkte überhaupt erwähne, noch dringlicher.

Redaktion16.09.263 Min.
Foto: Mann mit Brille prüft eine Hautcreme-Dose an hellem Schreibtisch neben Laptop und Flaschen.
© Black Forest Labs / Flux

KI-Suche ignoriert Luxus-Hautpflege

Luxusmarken für Hautpflege tauchen in KI-Empfehlungen kaum auf, berichtet Retailasia.com. Sechs der zehn größten Premiummarken im Online-Handel lägen bei KI-Verweisen jenseits von Platz 300. Helena Rubinstein beispielsweise rangiere im E-Commerce auf Platz 15, bei KI-Referrals auf Rang 1.531. Allerdings liefere Markenkunstsprache wie „Miracle Broth“ der KI auch wenig Verwertbares. Nur acht Prozent von 36.917 analysierten Marken erzielten überhaupt messbare KI-Verweise.

Redaktion16.09.263 Min.
Foto: Frau mit grauem Kurzhaar nutzt am Esstisch ein Smartphone neben Lebensmitteln und Haushaltsartikeln
© Black Forest Labs / Flux

KI im Alltag: China hängt die USA ab

Beim alltäglichen KI-Einsatz zieht China an den USA vorbei, zitiert Scmp.com eine Morgan-Stanley-Umfrage. 80 Prozent der befragten Chinesen griffen mindestens wöchentlich privat zu KI, in den USA seien es nur 54 Prozent. Die Zahl der Nutzer generativer KI habe sich binnen eines Jahres von 249 Mio. auf 602 Mio. mehr als verdoppelt. Der Vorsprung stamme nicht aus stärkeren Modellen oder Standalone-Chatbots, sondern aus alltäglichen KI-Funktionen, die bereits in Shopping-, Such- und Messaging-Apps integriert seien.

Redaktion16.09.263 Min.
Illustration: Token-Blöcke fließen an kleinem Prozessor vorbei in großen roten Prozessor mit Kostenanzeige
© Black Forest Labs / Flux

Unternehmen kaufen zu teure Token

Jedes dritte Unternehmen hat sein Token-Budget schon zur Jahresmitte überzogen, berichtet ITMagazine.ch über eine Accenture-Befragung. Nur 30 Prozent würden die Auswahl der verwendeten Modelle automatisieren, 54 Prozent der Anfragen landeten bei einem stärkeren Modell als notwendig. Nur zehn Prozent der Anwendungsfälle bräuchten die teuren Frontier-Modelle. Außerdem ließen sich in den Unternehmen weniger als 20 Prozent der Token-Ausgaben einem messbaren Geschäftsergebnis zuordnen.

Redaktion16.09.263 Min.
Konzeptdarstellung: Laptop mit KI-Einkaufschat, hochgeladenem Gerichtsfoto und bearbeitbarem Lebensmittel-Warenkorb.
© OpenAI / Imagegen · Konzeptdarstellung

Instacart und Shipt lassen KI den Einkaufskorb füllen

Instacart und Shipt schicken KI-Assistenten in den Lebensmitteleinkauf, berichtet Grocerydive.com. Instacarts „Clementine“ und „Ask Shipt“ füllten den Warenkorb auf Basis von Texteingaben oder hochgeladenen Fotos. Clementine ziehe Vorlieben, frühere Käufe und den Lagerbestand des gewählten Ladens heran, liefere Rezepte und bestelle Gewohntes nach. Ask Shipt erkenne Zutaten auf Fotos von Gerichten, plane Partymenüs und halte sich an Budgetgrenzen. Den fertigen Korb könnten Kunden vor dem Bezahlen noch korrigieren.

Redaktion15.09.262 Min.
Konzeptdarstellung: Kassenmonitor mit KI-Shopmanager für Preise, Bestand und Dienstplan in einem kleinen Laden.
© OpenAI / Imagegen · Konzeptdarstellung

KI-Chefin Luna: nett zum Team, teuer im Regal

Seit April führt die KI-Agentin Luna einen Laden in San Francisco, berichtet T3n.de. Nach fünf Monaten sei das Startbudget von 100.000 Dollar auf gut 60.000 zusammengeschmolzen, bei Einnahmen von rund 20.000 Dollar. Luna bestelle, bepreise und plane die Schichten; ein Sachbuch für 48 statt 25 Dollar allerdings dürfte den Absatz bremsen. Beim Personal punkte Luna hingegen: 27 Verspätungen seien ohne Verwarnung geblieben, auch habe sie großzügig freie Tage gewährt.

Redaktion15.09.263 Min.
Foto: Junge nutzt Smartphone neben Mann in Elektronikladen; mehrere Kopfhörer stehen auf Ausstellungstisch.
© Black Forest Labs / Flux

Jugendliche nutzen KI doppelt so oft wie ihre Eltern

Deutsche Jugendliche greifen bei Produktsuche und Kaufentscheidung etwa doppelt so oft zu KI wie ihre Eltern, zeigt eine Studie von Mastercard. 79,9 Prozent hätten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal per KI recherchiert, 29,8 Prozent erwarteten sie binnen fünf Jahren als eine ihrer wichtigsten Einkaufsformen – in Großbritannien 45,7 Prozent. Bis 2030 werde in Europa mehr als jeder zehnte Online-Käufer Routinekäufe an Agenten abgeben.

Redaktion14.09.262 Min.
Mann mit dunklen Locken arbeitet an einem Laptop in einem hellen Büro.
© Black Forest Labs / Flux

Chinesische KI findet kaum deutsche Kunden

Chinesische KI-Modelle liefern gute Werte, kosten nur ein Bruchteil der amerikanischen Konkurrenz, spielen in deutsche Unternehme aber trotzdem kaum eine Rolle, berichtet T3n.de. Nur zwei Prozent der KI-nutzenden Firmen würden zu Deepseek greifen, ein weiteres Prozent zu Alibabas Qwen. Die Gründe seien Bedenken bei Datenschutz und Cybersicherheit. Stattdessen setzten 76 Prozent auf OpenAI, 35 Prozent auf Microsoft Copilot, 28 Prozent auf Googles Gemini. Das europäische LLM Mistral erreiche null Prozent Nutzung.

Redaktion14.09.263 Min.
Ein Mann und eine Frau prüfen gemeinsam einen Laptop; im Hintergrund stehen Serverschränke.
© Black Forest Labs / Flux

Brüssel schickt KI-Anbietern die erste Fragerunde

Die EU-Kommission macht den KI-Anbietern Druck, berichtet Heise.de. Nach Sicherheitsvorfällen, bei denen Modelle aus ihren Testumgebungen ausbrachen, habe sie bei mehreren Unternehmen formale Informationsanfragen gestellt – oft der Auftakt zu einem Untersuchungsverfahren. Die Behörde setze den AI Act durch; im Extremfall könne sie Modelle einschränken, zurückziehen oder zurückrufen. Zudem baue die Kommission eigene Testumgebungen auf, um die fortschrittlichsten Modelle selbst zu prüfen.

Redaktion14.09.262 Min.
Zwei Frauen begutachten gemeinsam einen Strickpullover in einem Bekleidungsgeschäft mit Kleiderständern
© Black Forest Labs / Flux

KI darf rechnen, beraten soll weiter der Mensch

Kunden akzeptieren Künstliche Intelligenz im Handel vor allem im Maschinenraum, zitiert Retail-News.de eine Studie IFH Förderer. Für den Einsatz in Bestandsmanagement, Logistik und Absatzprognosen votieren je 84 Prozent der befragten Verbraucher, für KI in Beratung und Kundenservice aber nur 45 Prozent. Chatbots würden inzwischen mehr als die Hälfte nutzen, bei den 16- bis 29-jährigen sogar drei Viertel; trotzdem wünschten sich 58 Prozent mehr echte, zwischenmenschliche Begegnungen.

Redaktion11.09.262 Min.

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