
Meta-Brillen machen den Laden zur Datenschutzzone
Smart Glasses bringen KI an den POS – und heimliche Aufnahmen gleich mit. Händler brauchen jetzt Hausregeln, bevor der erste Streit an der Kasse eskaliert.

Smart Glasses bringen KI an den POS – und heimliche Aufnahmen gleich mit. Händler brauchen jetzt Hausregeln, bevor der erste Streit an der Kasse eskaliert.

Anthropics KI hat nicht das Internet geknackt. Für Händler ist der Fall trotzdem ein Weckruf: Verschlüsselung, Passwörter und Zuständigkeiten brauchen einen Realitätscheck.

Metas boomendes Werbegeschäft finanziert einen milliardenschweren KI-Ausbau, der Anleger zunehmend verunsichert, meldet Heise.de. Der Umsatz sei im Jahresvergleich um 28 Prozent auf den Rekord von 60,8 Mrd. Dollar geklettert. Zugleich stelle der Konzern für das laufende Quartal nur 61 bis 64 Mrd. Dollar in Aussicht und hebe seine KI-Investitionen weiter an. Der freie Cashflow sei um 91 Prozent auf 784 Mio. Dollar geschrumpft. Eine Gefahr könnten auch Rechtsverfahren darstellen: Vier US-Bundesstaaten forderten bis zu 1,4 Bio. Dollar, da sie Meta-Plattformen für suchterregend hielten.

Der Handelsverband Deutschland begrüßt die EU-Entscheidung zur Google-Untersuchung im Rahmen des Digital Markets Act. Nach mehr als zwei Jahren Ermittlungen schaffe sie endlich Rechtsklarheit. Zugleich fordere der HDE aber, die Debatte an der KI-Ära auszurichten: KI-gestützte Antworten prägten die Produktsuche zunehmend, während klassische Ergebnislisten an Bedeutung verlören. Mit Agentic Commerce und autonomen Agenten entstünden bereits neue Handelsformen. Künftig zählten diskriminierungsfreier Datenzugang, interoperable Systeme und faire Schnittstellen.

Fast drei Viertel der deutschen Wissensarbeiter sehnen sich die Arbeitswelt vor generativer KI zurück, berichtet T3N.de. 41 Prozent würden die Technologie am liebsten abschaffen. Der Frust wurzele in der Nacharbeit: 39 Prozent steckten mehr Zeit ins Korrigieren minderwertiger Ergebnisse, als sie einsparen könnten. Paradox bleibe der Befund trotzdem, denn 67 Prozent wünschten sich zugleich mehr KI im Betrieb.

Ab Sonntag müssen professionell mit KI erstellte oder bearbeitete Inhalte in der EU gekennzeichnet werden, meldet Spiegel.de. Betroffen seien Online- und Plakatwerbung, Beiträge professioneller Influencer, Nachrichtenseiten sowie die KI-Zusammenfassungen der Google-Suche. Noch fehle allerdings ein einheitliches Label: Die EU-Kommission habe Symbole vorgeschlagen, doch bislang dürfe jeder Anbieter seine eigenen einführen. Ausgenommen blieben rein private Uploads; künstlerische Werke bräuchten das Etikett nicht direkt am Bild.

Googles KI-Überblick erscheint inzwischen in 43 Prozent aller Suchen, nachdem es vor einem Jahr noch 15 Prozent waren, berichtet Golem.de. Google sei somit weniger Wegweiser als Zieladresse: Die Antworten kämen direkt aus den indexierten Seiten. Die Besuche im dialogbasierten AI Mode hätten sich von 126 auf 279 Mio. mehr als verdoppelt. Allerdings büßten Publisher Weiterleitungstraffic ein, weil diese KI-Zitate selten zu Klicks führten.

Fast jedes zweite deutsche Startup arbeitet bereits mit eigenständigen KI-Agenten, meldet Bitkom.org. 48 Prozent setzten Agenten ein, die Aufgaben ohne menschliche Detailsteuerung erledigten. Knapp zwei Drittel (65 Prozent) bastelten eigene Anwendungen auf Basis großer Modelle von OpenAI, Anthropic oder Google. Generative Werkzeuge wie ChatGPT, Claude oder GitHub Copilot blieben mit 87 Prozent Spitzenreiter. Kein einziges befragtes Startup komme noch ohne KI aus.

Meta geht mit dem kostenlosen Abzeichen „Facebook Verified“ gegen KI-Profile und Betrüger vor, meldet Heise.de. Volljährige Nutzer nähmen dazu ein kurzes Gesichtsvideo auf, das mit ihren Profilbildern abgeglichen werde. Das Häkchen erscheine bei Dating, Marktplatz, Gruppen und Profilen, und später auch im Feed. Der deutsche Starttermin bleibe offen.

Zwischen Marke und Kundschaft schiebt sich immer häufiger eine Empfehlung – aus der Community, von Creators oder inzwischen von KI-Systemen. Marilyn Repp aus dem Etailment.de-Expertenrat zeigt, wie Marken und Händler dieses ausgelagerte Vertrauen strategisch aufbauen können.

Mit dem neuen Accio Sourcing-Toolkit macht Accio Work professionelles Lieferantenmanagement jetzt auch für Solo-Gründer und kleine Händler zugänglich, ohne Aufwand und ohne IT-Kenntnisse.