Künstliche Intelligenz

Alle Beiträge und Analysen zum Thema „Künstliche Intelligenz".

436 Beiträge

3D-Illustration: Transparente Platte mit Einkaufswagen, Hakenwürfel, Profil- und Dokument-Icon, gepunktetem Pfad.
© Black Forest Labs / Flux

Signiert ist nicht verifiziert: Lücke im Agentenhandel

Die neuen Signaturverfahren für Einkaufsagenten von Visa, Mastercard und Stripe weisen die Software aus, nicht den Menschen dahinter, berichtet Retaildive.com. Wer nur den Boten prüfe, kenne den Absender nicht. Auf Marktplätzen betreffe die Lücke beide Seiten: Auch Verkäufer-, Host- und Fahrerkonten ließen sich automatisiert betreiben. Händler sollten deshalb ihren unverifizierten Bestand durchzählen, Agentenaktivität an geprüfte Personen binden, die Verifizierung wiederholbar halten und den Agenten-Traffic getrennt messen. Ein fälschlich blockierter Agent tauche in keiner Betrugsstatistik auf, sondern im abgebrochenen Warenkorb.

Redaktion09.09.262 Min.
Illustration: Trichter mit Münzstapel und Geldbörse, umgeben von Briefumschlägen und Mahnschreiben
© Black Forest Labs / Flux

Sieben KI-Modelle, 300 Dollar, 72 Stunden: Kein Gewinn

Sieben führende KI-Modelle sollten in einem Experiment binnen 72 Stunden autonom Geld verdienen, ausgestattet mit Stripe-Konto, E-Mail-Adresse und je 300 Dollar Startkapital, berichtet Golem.de. Reguläre Einnahmen erzielte keines. Stattdessen: API-Kosten von 2.833,35 Dollar, überzogene Konten und 2.797 versandte Spam-Mails. Zwei Modelle seien auf Stripe-Zahlungsaufforderungen ausgewichen, eines habe 50 Unbekannten Fake-Rechnungen über insgesamt 12.350 Dollar geschickt. Die Experimentatoren, Bottleneck Labs, hielten alle Systeme für den autonomen Geschäftsbetrieb für ungeeignet.

Redaktion09.09.263 Min.
Illustration eines Robotergesichts, das über eine Glastrennwand mit einem Avatarbild einer Person verbunden ist.
© Black Forest Labs / Flux

49 Prozent wollen Chatbots, sieben Prozent nutzen sie

Ein misslungener Chat genügt: Nur 27 Prozent der Kunden versuchen es danach noch einmal mit einem Kundendienst-Chatbot, zitiert Retail-News.de eine Gartner-Befragung. Zwar wären 49 Prozent bereit, einen Chatbot zu nutzen, wenn dies angeboten werde, tatsächlich griffen aber nur sieben Prozent tatsächlich darauf zurück. Frei verfügbare Modelle wie ChatGPT oder Claude nutzten Kunden rund dreimal so häufig wie die internen Bots von Anbietern. Außerdem hielten 87 Prozent den einfachen Zugang zu einem menschlichen Berater auch im Chat für wesentlich.

Redaktion08.09.262 Min.
Illustration: Sprechblase verbindet sich mit Datenbalken als Symbol für Werbemessung in KI-Chats
© Black Forest Labs / Flux

Comscore wertet ChatGPT-Anzeigen aus

Werbung in KI-Chats lässt sich neuerdings vermessen, berichtet Meedia.de. Comscore erfasse gesponserte Platzierungen in Chats und könne sie auch mit dem späteren Verhalten der Nutzer verknüpfen. So sei beispielsweise bei hotelbezogenen ChatGPT-Anfragen mit erkannten Quellen der Werbeanteil von sechs Prozent im März auf 24 Prozent im Mai geklettert. Ob der Klick als Maßstab tauge, bleibe allerdings offen: Wer im Dialog entscheide, öffne womöglich nie einen Link.

Redaktion08.09.263 Min.
Halbleeres Großraumbüro eines Tech-Konzerns symbolisiert Stellenabbau im Silicon Valley
© Black Forest Labs / Flux

Silicon Valley streicht immer mehr Stellen

Tech-Konzerne in der Bay Area haben bis Anfang September 12.947 Stellenstreichungen angekündigt, rund 27 Prozent mehr als im gesamten Vorjahr, berichtet Heise.de. Den größten Block stelle Meta mit 3.715 Stellen, gefolgt von Amazon, Cisco und Oracle. Oracle habe binnen zwölf Monaten rund 21.000 Jobs gestrichen und dies mit dem Einsatz von KI begründet. Weltweit summierten sich 2026 bereits über 180.000 Entlassungen in der Tech-Branche.

Björn Böer07.09.262 Min.
Kundin misst Ersatzteil im Regal voller ähnlicher Komponenten im Fachhandel
© Black Forest Labs / Flux

KI übersetzt Kundensprache in Katalogdaten

Spezialisierte Online-Shops verlieren Kunden an der Suchleiste, schreibt Techbullion.com. Wer nur das Problem kenne, nicht den Produktnamen, scheitere an schlüsselwortbasierter Suche. KI könne Anfragen mit mehreren Anforderungen – z.B. Maße, Material, Kompatibilität – deuten und mit Katalogdaten verknüpfen. Voraussetzung seien korrekte, vollständige und einheitlich strukturierte Produktdaten. Nur bei komplexen technischen Entscheidungen bleibe menschliche Beratung nötig.

etailment07.09.262 Min.
Hand zögert vor Zahlung am Self-Checkout als Symbol für Vertrauensgrenze bei KI-Einkäufen
© Black Forest Labs / Flux

Briten trauen der KI 150 Pfund weit

Bei rund 150 Pfund endet das Vertrauen: Bis zu diesem Betrag würden britische Konsumenten KI-Agenten eigenständig einkaufen lassen, zitiert Channelx.world eine Studie der MACH Alliance. Zwei Drittel der Befragten nutzten KI schon beim Suchen und Stöbern, unter Millennials sogar neun von zehn. Doch das Bezahlen wollten nur neun Prozent erlauben, bei teuren Anschaffungen sinke der Anteil auf vier Prozent. Millennials würden in diesem Fall die KI-Geldbörsen beim autonomen Einkaufen mit 235 Pfund ausstatten, die Babyboomer hingegen nur mit 67 Pfund.

etailment03.09.263 Min.
3D-Illustration: Shop-Karten verblassen unter dominantem KI-Suchantwort-Panel
© Black Forest Labs / Flux

Top-Shops verlieren 16,7 Prozent Sichtbarkeit

Die organische Sichtbarkeit der 2.500 umsatzstärksten deutschen Online-Shops sinkt erstmals seit Jahren, und zwar um 16,7 Prozent, zeigt eine Studie von Sistrix. Google spiele die KI-Übersichten dreimal so oft aus wie im Vorjahr, bei 14,2 Prozent der Keywords. Mittlerweile lösten bereits 69,7 Prozent der Recherchesuchen eine KI-Antwort aus, bei Kaufsuchen seien es bislang aber nur 0,2 Prozent. Trotzdem: Wer aus der Vergleichsphase verschwinde, fehle später auch in der Kaufentscheidung.

Björn Böer03.09.262 Min.
Techniker prüfen Serverracks in modernem Rechenzentrum als Symbol für verlässliche Infrastruktur
© Black Forest Labs / Flux

Website-Performance > Search-Ranking

Gutes Ranking, trotzdem kein Besuch: Kunden, die über ChatGPT, Perplexity oder Googles KI-Übersichten suchen, bekommen Ergebnisse, die die klassischen Links außen vor lassen, argumentiert Techradar.com. Darum entscheide nicht das klassische Search-Ranking, sondern ob ein KI-System die Seite laden, durchsuchen und verstehen könne. Es sei auch nicht mehr entscheidend, wie schnell eine Seite lade, sondern wie sie an einem Aktionstag oder nach einem viralen Post performe. Zunehmend wichtig würden gutes Hosting und eine verlässliche Infrastruktur.

etailment02.09.263 Min.
Person nutzt agentische KI beim shoppen am Laptop
© Black Forest Labs / Flux

KI nutzt Spear-Phishing besser als der Mensch

Spear-Phishing – Angriffsmails, die auf eine einzelne Person zugeschnitten sind statt breit gestreut – gelingen der KI besser als Menschen, zitiert Ad-Hoc-News.de eine Studie der Brigham Young University. Mit GPT-4 erstellte Nachrichten wären von Empfängern in 28 Prozent der Fälle angeklickt worden, von Menschen verfasste in 21,3 Prozent. Berufsbezogene Ansprache habe sogar 38 Prozent erreicht. Allerdings habe die Studie nur die Klickrate gemessen, nicht den etwaigen entstandenen Schaden.

etailment02.09.263 Min.
Toningenieur im modernen Studio zwischen klassischem Handwerk und KI-Wandel der Musikbranche
© Black Forest Labs / Flux

Audio- und Videostreaming und die KI

89 Prozent der Deutschen rufen Videos über das Internet ab, 81 Prozent schauen noch klassisch fern über Kabel, Satellit oder Antenne, zeigt eine Bitkom-Befragung. Audio würden 88 Prozent der Befragten streamen, aber 91 Prozent blieben auch dem Dampfradio treu. 69 Prozent nutzten zum Hören Videoplattformen, pures Audio-Streaming folge mit 63 Prozent erst auf Rang zwei. 91 Prozent verlangten die klare Kennzeichnung von KI-erzeugten Medieninhalten. 72 Prozent halten die künstliche Intelligenz für eine Bedrohung der Filmindustrie, 75 Prozent sind es bei der Musikindustrie.

Björn Böer01.09.263 Min.
Menschen unterschiedlichen Alters nutzen in Seoul selbstverständlich kostenlose staatliche KI-Dienste
© Black Forest Labs / Flux

Südkorea: Kostenlose, unbegrenzte KI für alle

Seoul öffnet seinen Bürgern den kostenlosen, unbegrenzten Zugang zu KI-Werkzeugen, berichtet Futureparty.com. Ein Viertel des Südkoreaner zahle bereits für seine KI-Nutzung, 20 Mio. benutzten kostenlose Alternativen. Durch das staatliche Angebot, das auf heimischen Apps von KT, SK Telecom und Kakao basiere und mit Behördendiensten verdrahtet sei, wolle man die Verbraucher von chinesischen und amerikanischen Systemen weglocken. Auch der komplette Tokenverbrauch sei vom Staat gedeckt. Im September starte der Betatest, der Vollstart folge später im Jahr.

etailment01.09.262 Min.

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