
Coronavirus: Ein Auslöser für den Boom der Lieferroboter
Die COVID-19-Krise dürfte die Entwicklung von Drohnen und autonomen Auslieferungsrobotern befeuern. Weniger Mensch zu Mensch-Kontakt. Die Langzeit-Profiteure sind bereits fahrbereit.
Chefredakteur
Olaf Kolbrück, 48, war lange Jahre Reporter Internet und E-Business bei Horizont. Seine Karriere bei Horizont, Fachmagazin für Marketing und Medien, startete er 2000 als Redakteur für Marketing, Web 2.0 und E-Commerce. Daneben gründete er den renommierten Marketing-Blog Off-the-Record.de und zählt zu den profiliertesten Bloggern für digitale Werbung und Marketing. Im Juli 2013 erschien sein Fachbuch "Erfolgsfaktor Online-Marketing - So werben Sie erfolgreich im Netz / E-Mail, Social Media, Mobile & Co. richtig nutzen" (Deutscher Fachverlag, Frankfurt). Anschließend ist von ihm der Kurzgeschichten-Band "Gebete an die Cloud - 5 phantastische digitale Geschichten" erschienen. (Printversion) 2009 gewann er den Innovationspreis des Deutschen Fachverlags. 2011 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Vereins D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt. Zu seiner früheren redaktionellen Tätigkeit zählen Positionen bei der Handelsgruppe Rewe in Köln und bei der Neue-Rhein-Zeitung. Nebenbei schreibt er Krimis. Sie finden den Autor bei Twitter unter dem Namen @OlafKolbrueck oder auch auf Facebook sowie bei Google+. Kolbrück bloggt auch noch hier. Mehr über Olaf Kolbrück als Autor gibt es auf kolbrueck.de.

Die COVID-19-Krise dürfte die Entwicklung von Drohnen und autonomen Auslieferungsrobotern befeuern. Weniger Mensch zu Mensch-Kontakt. Die Langzeit-Profiteure sind bereits fahrbereit.

Als Allergiker (Heuschnupfen) und bekennender Hypochonder habe ich natürlich einen Vorrat an Atemschutzmasken (für Kenner: 3M, Schutzklasse ffp2) daheim. Die könnte ich nun vermutlich bei eBay so richtig zu Geld machen. Der Markt macht den Preis. Aber erstmal warten, ob es als Ersatz womöglich eine stylische Influencer-Kollektion von Zalando gibt. Die aktuelle Bilanz hat ja noch Luft nach oben.

Nie war es leichter, Kundenbedürfnisse zu ergründen, zu bedienen und entsprechend Geschäfte zu machen. Doch damit Umsätze wachsen, muss auch der stationäre Handel stärker in digitalen Kategorien denken – und investieren, beispielsweise in Prozesse rund um den Check-Out.

Heute ist das Morning Briefing etwas anders als gewöhnlich. Der Grund: Coronavirus. Unruhe allerorten. Börsen taumeln. Panik ist Trending-Topic bei Twitter. Da werden all die kleinen und großen News zur Nebensache. Was aber sind die Auswirkungen für den Handel, stationär und digital? Man hört viel Pfeifen im Walde. Doch was ist wirklich Sache? Heute und Übermorgen?

Felix Kuehl redet nicht um den heißen Brei herum: Für kleinere Händler gibt es im digitalen Marketing keine Abkürzung zum Erfolg. Aber immerhin gibt es einen Weg. Der Country Manager DACH von ChannelAdvisor skizziert die Strecke im Interview.

Unternehmen sichern sich gerne zuweilen absurde Webadressen, um die Marke vor Schindluder zu bewahren. Eine Webadressen hat Amazon übersehen. Danke. Selten wurde Amazon nämlich so gekonnt parodiert.

Das Auto der Zukunft bietet nicht nur den Insassen Zugriff auf digitale Kommunikation – es ist selbst voll mit seiner Umgebung vernetzt. Die immer differenziertere Verarbeitung von Daten wird Teil des mobilen Alltags – und auch im Flottenmanagement sorgen digitale Hilfsmittel für mehr Effizienz. Unser Whitepaper klärt auf.

Die US-Handelsinstitution Macy’s will in den kommenden drei Jahren 125 Läden dicht machen. Karstadt-Kaufhofer René Benko kauft die Schweizer Warenhauskette Globus und will Europa mit Luxuskaufhäusern erobern. eBay liegt derweil wohl in der Verkaufsauslage. Unterdessen profitiert Internetstores vom Netz und von der Fläche. Im Handel gibt es eben kein Schwarz-Weiß.

"Einkaufserlebnisse, die Komfort, Kontext und Kontrolle vereinen, werden in Zukunft ausschlaggebend für den Erfolg von Einzelhändlern sein", sagt Alexa von Bismarck, Deutschland-Chefin beim Zahlungsanbieter Adyen, sagt im Interview. Doch schon kleinste Komplikationen können den Kunden vergraulen. Was also tun?

Weinerliche Artikel, die sich an alte Gewohnheiten klammern und dem Duktus "Schuhe muss man im Laden anprobieren" folgen, sind immer ein guter Hinweis darauf, welcher Markt als nächstes "disrupted" wird. Wenn also die ehrwürdige "New York Times" jammert, "Was wir verlieren, wenn wir jemanden beauftragen, die Avocados für uns abzuholen" ahnt man, dass der Lebensmittelhandel - nunja - reif ist.

Natürlich kann man mit allgemeinen Wachstumsprognosen vorgaukeln, dass auch der stationäre Handel noch eine Zukunft hat. Doch die tatsächlichen Zahlen zeigen, dass es für viele Händler 2020 eher ein weiteres Jammerjahr wird. Wenn es sie nicht ganz aus dem Markt kegelt. Es ist noch Luft nach unten.