EU

Alle Beiträge und Analysen zum Thema „EU".

34 Beiträge

3D-Illustration: klarer Pfad umgeht spielerische Ablenkungen als Sinnbild für KI-Agenten und Dark Patterns
© Black Forest Labs / Flux

HDE lehnt den Digital Fairness Act ab

Der Handelsverband Deutschland lehnt laut Medienmitteilung den Digital Fairness Act und dessen Erweiterung auf den Agentic Commerce ab. Die EU verfüge bereits über ein starkes Verbraucherschutz-Gerüst. Dark Patterns wie Glücksräder oder künstliche Countdowns beeinflussten zwar Menschen, Maschinen dagegen folgten programmierten Abläufen. Wolle der Gesetzgeber Agentic Commerce regulieren, gehöre das in den AI Act oder den DMA.

Björn Böer06.08.263 Min.
Ladenbesitzerin räumt Regale ein, im Hintergrund eine einzelne Versandkiste für Online-Bestellungen
© Black Forest Labs / Flux

Nur jeder dritte österreichische Shop verkauft im Netz

Nur 33,8 Prozent der österreichischen Einzelhandelsunternehmen ab zehn Beschäftigten verkaufen online, berichtet ORF.at. Damit rangiere Österreich auf EU-Platz 18 und unter dem Durchschnitt von 36,4 Prozent. Zum Vergleich: Dänemark komme auf 63,9, Deutschland auf 42,8 Prozent. Noch magerer falle der Umsatzanteil aus: nur 5,4 Prozent statt 10,6 Prozent im EU-Schnitt. Ein Lichtblick: 2025 habe der Einzelhandel online wieder mehr Produkte als im Vorjahr verkauft.

Björn Böer05.08.262 Min.
Ministerin Schopper: EU soll KI-Agenten bändigen
© Black Forest Labs / Flux

Ministerin Schopper: EU soll KI-Agenten bändigen

Die für Verbraucherschutz zuständige Bauministerin Theresa Schopper fordert verbindliche Regeln für den Agentic Commerce, meldet Mainpost.de. KI-Agenten dürften weder manipulieren noch manipulierbar sein. Problematisch werde es, wenn ein Assistent beim Einkaufen Preislimits überschreite oder ungewollte kostenpflichtige Buchungen auslöse. Auch sollten Agenten nicht durch versteckte Anweisungen in Webseiten oder E-Mails gekapert werden können, da sie Zugriff auf Kundenkonten und Zahlungsdienste hätten. Eine Lösung müsse rasch erfolgen, am besten auf EU-Ebene.

David Wöllenstein05.08.262 Min.
Abstrakte Glas-Ranking-Stufen symbolisieren Deutschlands Platz 17 im EU-Digitalranking
© Black Forest Labs / Flux

EU-Digital-Ranking: Deutschland auf Platz 17

Deutschland belegt im neuen Digitalisierungsranking des Bitkom nur Platz 17 von 27 EU-Ländern, nach Rang 14 im Vorjahr. Allgemein digitalisierten die kleineren Länder schneller, Dänemark stehe an der Spitze. Unter den fünf größten EU-Staaten liege Deutschland immerhin, nach Spanien, auf Rang zwei. Die Digitalisierung der deutschen Unternehmen schneide relativ gut ab (Platz elf, im Vorjahr acht), aber die Verwaltung liege nur auf Platz 22.

David Wöllenstein04.08.263 Min.
Bürgerin identifiziert sich per Smartphone-NFC an Behördenschalter für EUDI-Wallet
© Black Forest Labs / Flux

Regierung hält am EUDI-Wallet fest

Die Bundesregierung hält am Start der EUDI-Wallet zum 2. Januar 2027 fest und weist Berichte über chaotische Steuerung und drohende Zielverfehlungen zurück, berichtet Heise.de. Das schrittweise, agile Vorgehen sei kein Zeichen von Orientierungslosigkeit, sondern Standard bei IT-Großprojekten. Wichtige Meilensteine seien erreicht. Zunächst könnten Bürger sich online ausweisen und den digitalen Führerschein hinterlegen; Signatur, Bezahldienste und Bildungsnachweise folgten stufenweise. Eine zentrale Datenspeicherung entfalle. Die Nutzung bleibe freiwillig.

Björn Böer03.08.263 Min.
Container werden im Hafen verladen als Symbol für Eurozonen-Wirtschaftswachstum
© Black Forest Labs / Flux

Eurozone wächst doppelt so stark wie erwartet

Die Eurozone wuchs im zweiten Quartal 2026 um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal, berichtet N-tv.de. Ökonomen hätten nur ein halb so kräftiges Plus erwartet, nachdem das BIP zu Jahresbeginn noch stagniert habe. Eine Rückkehr zur Normalität werde erst nach Kriegsende erwartet. Den Einlagesatz über 2,50 Prozent dürfte die EZB vorerst kaum anheben.

David Wöllenstein31.07.262 Min.
Online-Händlerin verpackt Altprodukt, das laut Gerichtsurteil weiter verkauft werden darf
© Black Forest Labs / Flux

Gericht stoppt rückwirkende GPSR-Pflichten

Die GPSR-Informationspflichten gelten nicht rückwirkend für Altprodukte, entschied das Landgericht Berlin II, meldet Haendlerbund.de. Ein Wettbewerber habe von einem Ebay-Händler verlangt, ein vor dem 13. Dezember 2024 in Verkehr gebrachtes Angebot wegen fehlender Herstellerangaben zu entfernen. Das Gericht habe den Antrag abgewiesen: Laut Art. 51 der Verordnung dürfe vor dem Stichtag rechtmäßig verkaufte Ware weiter angeboten werden. Auch das alte ProdSG habe Herstellerangaben nur auf Produkt oder Verpackung verlangt, nicht im Online-Angebot.

David Wöllenstein31.07.263 Min.
3D-Illustration verzahnter Glas-Panels symbolisiert faire, interoperable Digital-Schnittstellen
© Black Forest Labs / Flux

HDE mahnt zeitgemäße Digitalregeln an

Der Handelsverband Deutschland begrüßt die EU-Entscheidung zur Google-Untersuchung im Rahmen des Digital Markets Act. Nach mehr als zwei Jahren Ermittlungen schaffe sie endlich Rechtsklarheit. Zugleich fordere der HDE aber, die Debatte an der KI-Ära auszurichten: KI-gestützte Antworten prägten die Produktsuche zunehmend, während klassische Ergebnislisten an Bedeutung verlören. Mit Agentic Commerce und autonomen Agenten entstünden bereits neue Handelsformen. Künftig zählten diskriminierungsfreier Datenzugang, interoperable Systeme und faire Schnittstellen.

David Wöllenstein30.07.262 Min.
Hand klebt Label auf leuchtendes Werbeplakat als Symbol für KI-Kennzeichnungspflicht
© Black Forest Labs / Flux

Ab Sonntag muss KI einen Stempel tragen

Ab Sonntag müssen professionell mit KI erstellte oder bearbeitete Inhalte in der EU gekennzeichnet werden, meldet Spiegel.de. Betroffen seien Online- und Plakatwerbung, Beiträge professioneller Influencer, Nachrichtenseiten sowie die KI-Zusammenfassungen der Google-Suche. Noch fehle allerdings ein einheitliches Label: Die EU-Kommission habe Symbole vorgeschlagen, doch bislang dürfe jeder Anbieter seine eigenen einführen. Ausgenommen blieben rein private Uploads; künstlerische Werke bräuchten das Etikett nicht direkt am Bild.

David Wöllenstein30.07.262 Min.
Juristen beraten in modernem Konferenzraum über Schadensersatzklagen gegen Tech-Konzern
© Black Forest Labs / Flux

Google drohen Milliardenklagen

Nach der EU-Strafe von 890 Mio. Euro gegen Google wollen Konkurrenten Schadensersatz von bis zu 10 Mrd. Dollar erstreiten, meldet Haendlerbund.de. In mehreren EU-Ländern drängten Rivalen vor die Gerichte. Ansprüche könnten sogar Zeiträume vor dem DMA umfassen; Idealo beispielsweise erstritt bereits 465 Mio. Euro. Alphabets Strafen hätten sich in neun Jahren auf 10,36 Mrd. Euro summiert.

Björn Böer29.07.263 Min.
Kundin entnimmt Paket aus modernem Paketautomaten in europäischer Innenstadt
© Black Forest Labs / Flux

Brüssel bremst Übernahme von Inpost durch Fedex

Die EU-Kommission verzögert die 7,8 Mrd. Euro schwere Übernahme des Paketdienstes Inpost durch Fedex, berichtet Handelsblatt.com. Der US-Konzern wolle den 2006 in Krakau gegründeten Anbieter über die Börse erwerben und sich so Zugang zum europäischen E-Commerce sichern. Weil Brüssel und eine vietnamesische Wettbewerbsbehörde den Vorgang noch nicht freigegeben hätten, laufe die Angebotsfrist nun bis 18. September. Der Reiz von Inpost für Fedex liege im dichten Stationsnetz, mit über 14.600 Automaten in Großbritannien und 10.800 in Frankreich.

Thomas Rehm29.07.262 Min.
Illustration einer offenen Glas-Schutzwand mit exponierter Silhouette als Sinnbild für Tiktoks Kinderkonten-Lücke
© Black Forest Labs / Flux

Vierte DSA-Rüge: Tiktoks Kinderkonten

Die EU-Kommission wirft Tiktok zum vierten Mal einen Verstoß gegen die Kinderschutzregeln des Digital Services Act vor, meldet Reuters.com. Die Konten Minderjähriger seien nicht standardmäßig abgeschirmt, sodass Kinder sie für alle sichtbar machen könnten – ein Einfallstor für Cybermobbing oder andere Missbraucher. Für einen bestätigten DSA-Verstoß dieser Größenordnung drohten bis zu 6 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes als Buße.

David Wöllenstein28.07.262 Min.
Morning Briefing

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.