
YouTube startet Affiliate-Shopping in Deutschland
Zehn Händler von Otto bis XXXLutz begleiten den Start des YouTube Shopping-Affiliate-Programms in Deutschland. Creator taggen Produkte direkt im Video, die Provisionsraten setzen die Händler selbst.
Alles rund um den Online-Handel: Shopsysteme, Conversion-Optimierung, Marktplätze, Plattformen und die Zukunft des digitalen Handels.
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Zehn Händler von Otto bis XXXLutz begleiten den Start des YouTube Shopping-Affiliate-Programms in Deutschland. Creator taggen Produkte direkt im Video, die Provisionsraten setzen die Händler selbst.

Der BILD-Marktplatz ist eingestellt. Die Gründe sind bislang nicht öffentlich erläutert. Kritik an seiner Positionierung wirft Fragen zu Sortiment und Vorleistungen der Händler auf.

Indiens Online-Handel wächst bis 2030 auf 345 Mrd. Dollar, berichtet Whalesbook.com. Nach der Prognose des Analysehauses Infisum lege der Markt von 125 Mrd. Dollar 2024 um jährlich 18,4 Prozent zu. Fast die Hälfte des Zuwachses entfalle auf Sofortlieferdienste; deren Netz kleiner Stadtteillager werde von 2.525 auf 7.500 wachsen. Die Nachfrage ziehe vor allem in kleineren Städten jenseits der Metropolen an, die ausgabenstärkste Gruppe bleibe die Generation Z. Profitabel arbeite bislang kaum ein Anbieter: Der Ausbau der Logistik verschlinge bislang noch die Gewinne.

Ebay weitet seinen Preisführer für Sammelkarten auf Großbritannien aus, meldet Channelx.world. Wer die aktuelle App nutze, müsse nur seine Karten, von Pokémon bis Disney Lorcana, fotografieren und erhalte Verkaufsdaten, angenommene Preisvorschläge eingeschlossen. Kein anderes Segment habe im zweiten Quartal 2026 stärker zum globalen GMV-Wachstum beigetragen als Sammlerstücke. Der Preisführer koste nichts und sei ab dem 1. September 2026 verfügbar.

Im Migros-Online-Shop fehlen seit Wochen Produkte wie Eier, Tampons und WC-Papier, berichtet 20min.ch. Die Migros habe ihr Sortiment gezielt ausgedünnt: Schuld sei das Ende Mai eröffnete Verteilzentrum in Regensdorf bei Zürich, das die Standorte Pratteln und Bremgarten ablöse. Man fahre die Prozesse kontrolliert hoch, weswegen einzelne Artikel deshalb zeitweise vergriffen sein könnten. Auf die Bestellzahlen schlage das nicht durch; dank zusätzlicher Liefertermine am Folgetag wachse das Geschäft sogar.

Rund ein Drittel seines Umsatzes macht Best Buy inzwischen online, berichtet Digitalcommerce360.com. Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres kletterte der Gesamtumsatz um 3,6 Prozent auf rund 9,78 Mrd. Dollar. Das US-Geschäft steuerte 92,7 Prozent bei und wuchs um 4,3 Prozent auf 9,07 Mrd. Dollar, während das Auslandsgeschäft um 4,2 Prozent auf 709 Mio. Dollar schrumpfte. Wachstumstreiber seien der Marktplatz und das Retail-Media-Geschäft.

Amazon lässt Händler künftig um Liefertempo bieten, berichtet Businessinsider.com. Wer seine FBA-Ware für die „Sub-Same-Day“-Zustellung freischalten wolle, müsse ein Gebot pro Einheit abgeben und zahle dann nur für die Stücke, die auch so geliefert werden. Amazon zufolge stehe die Zwei-Stunden-Lieferung bereits in 2.300 Metropolregionen zur Verfügung und bringe im Schnitt 12 Prozent mehr Umsatz. Anzunehmen sei, dass Amazon in seinen Suchergebnissen die Liefergeschwindigkeit hoch werten werde. Einige Online-Händler hielten die neue Option allerdings für eine versteckte, neue Gebühr.

Der Kölner Galerist Falko Alexander bringt Anfang September seine Verkaufsplattform „Frühwerk“ an den Start, berichtet FAZ.net. Sie zeige Arbeiten von rund hundert jungen Künstlern aus deutschen Akademien, die Preise reichten vom vierstelligen bis in den mittleren fünfstelligen Bereich. 29 Prozent des Verkaufspreises behalte die Plattform ein, fünf Prozent gingen an die Künstlersozialkasse; den Versand übernähmen die Künstler. Laut Art-Basel-Report sanken die Verkäufe im Online-Kunstmarkt 2025 auf den tiefsten Stand seit 2019.

Aliexpress trackt Nutzer offenbar mit lautlosen Audiosignalen, berichtet ITMagazine.ch. Ein Code auf der Startseite lasse den Browser eine lautlose Tonwelle berechnen und messe, wie das Gerät des Nutzers ihn verarbeite. Derselbe Code greife auch Bildschirmmaße, Arbeitsspeicher, Browser-Plugins und Mausbewegungen ab: zusammen ein digitaler Fingerabdruck des Besuchers. Völlig ohne Cookies. Aufgefallen sei der Audio-Trick nur, weil ein Bluetooth-Kopfhörer bei geöffnetem Tab nicht mehr zwischen Rechner und Smartphone gewechselt hätte.

Mary Kay baut seinen Direktvertrieb digital um, berichtet Globalcosmeticsnews.com. Die Plattform „My Shop“, 2025 in den USA und Deutschland gestartet, sei im Sommer nach Kanada, Mexiko und Spanien expandiert, weitere Märkte sollen folgen. Die Kundenberater erhielten eigene Online-Shops samt Zahlung, Versand und Anbindung an soziale Medien, wofür rund 70 Berater aus 15 Ländern als „Global Social Sqad“ Content produzieren würden.

84 Prozent der deutschen Online-Händler sind aktiv im Ausland tätig oder nehmen zumindest Bestellungen von dort an, zitiert MIT-Blog.de eine Studie von Ibi-Research. Der Fokus liege auf Europa, allen voran Österreich, Frankreich und der Schweiz. Größte Bremse bleibe die Regulatorik: 76 Prozent empfänden rechtliche Prüfungen und Zollregeln im Ausland schwieriger als in Deutschland, 79 Prozent erwarteten Compliance-Hilfe vom Marktplatz. Eine One-Portal-Lösung mit zentralem Backend würde die Entscheidung zur Expansion in mehrere Länder stark erleichtern, meinten 61 Prozent.