Studien & Marktforschung

Aktuelle Studien, Umfragen und Marktanalysen aus dem Handel. Konsumentenverhalten, Marktprognosen und Branchenreports.

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Illustration eines Robotergesichts, das über eine Glastrennwand mit einem Avatarbild einer Person verbunden ist.
© Black Forest Labs / Flux

49 Prozent wollen Chatbots, sieben Prozent nutzen sie

Ein misslungener Chat genügt: Nur 27 Prozent der Kunden versuchen es danach noch einmal mit einem Kundendienst-Chatbot, zitiert Retail-News.de eine Gartner-Befragung. Zwar wären 49 Prozent bereit, einen Chatbot zu nutzen, wenn dies angeboten werde, tatsächlich griffen aber nur sieben Prozent tatsächlich darauf zurück. Frei verfügbare Modelle wie ChatGPT oder Claude nutzten Kunden rund dreimal so häufig wie die internen Bots von Anbietern. Außerdem hielten 87 Prozent den einfachen Zugang zu einem menschlichen Berater auch im Chat für wesentlich.

Redaktion08.09.262 Min.
Mann sitzt am Holztisch und tippt auf einem Laptop; daneben Notizbuch, Tasse und Zimmerpflanze am Fenster.
© Black Forest Labs / Flux

Homeoffice-Quote seit Jahren unverändert

Jeder dritte Beschäftigte im Dienstleistungssektor arbeitete im August zumindest zeitweise zu Hause, so eine Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts. Gesamtwirtschaftlich habe der Anteil bei 24,9 Prozent gelegen, im Großhandel bei 17,7, in der Industrie bei 16,4 Prozent. Der Einzelhandel komme auf 6,2 Prozent, nur das Baugewerbe liege mit 5,1 Prozent darunter. Seit Jahren bewege sich die Quote kaum, weder insgesamt noch nach Branchen.

Redaktion08.09.262 Min.
Verteilzentrum mit dichtem Paketstrom symbolisiert hohe Bestellfrequenz durch schnelle Lieferung
© Black Forest Labs / Flux

Deutsche bestellen halb so oft wie Amerikaner

US-Verbraucher bestellen fast 28 mal jährlich im Internet, Deutsche nur 12,4 mal, meldet Retail-News.de. Den höchsten Online-Anteil am Einzelhandel erreiche Großbritannien mit 23,4 Prozent, Deutschland komme auf 18,7 Prozent. Die hohe US-Frequenz führe der Datendienst ECDB auf kurze Lieferzeiten und automatisierte Nachbestellungen zurück. Wo die Zustellung länger dauere, wie in Schweden, wachse der Warenkorb, dafür sinke die Bestellfrequenz.

etailment07.09.262 Min.
Junge Frau und älterer Mann shoppen unabhängig in modernem Store, steigende Kauflaune
© Black Forest Labs / Flux

Gen Z und Gen X kommen in Kauflaune

Die Konsumlaune legt quer durch alle Generationen zu, aber am kräftigsten bei Gen Z und Gen X, so eine soziodemografische Auswertung des NIM-Konsumklimas. Der Gesamtindikator sei im September um 2,8 auf minus 26,6 Punkte gestiegen. Die Gen Z lege um 9,7 Punkte zu und schiebe sich mit 6,3 Punkten knapp über die Nulllinie, weil die Erwartungen ans eigene Einkommen optimistischer seien und die Anschaffungsneigung steige. Gen X gewinne dank nachlassender Sparneigung sogar 11,9 Punkte, bleibe aber trotzdem auf einem pessimistischeren Niveau.

etailment04.09.263 Min.
Frau mit Einkaufskorb prüft einen roten Apfel in der Obst- und Gemüseabteilung eines Supermarkts.
© Black Forest Labs / Flux

Lebensmittelkäufer meiden den Online-Shop

Beim Lebensmittelkauf bleibt das Regal vor Ort die erste Adresse: 71 Prozent der Verbraucher haben binnen sechs Monaten keinen Online-Lebensmitteldienst genutzt, zitiert Retail-News.de den „Trend Check Handel Vol. 17“ des ECC Köln. 54 Prozent der Abstinenzler wollten Frisches vorher befühlen, 67 Prozent störten sich an Liefergebühren. Online wanderten vor allem Haltbares (69 Prozent) und schwere Getränkekisten in den Korb. Nur 17 Prozent könnten sich einen Wechsel zu Online-Angeboten vorstellen, unter den Jüngeren 29 Prozent. Bei einer Gratislieferung ohne Mindestbestellwert aber könnten 47 Prozent doch noch schwach werden.

etailment04.09.263 Min.
Hand zögert vor Zahlung am Self-Checkout als Symbol für Vertrauensgrenze bei KI-Einkäufen
© Black Forest Labs / Flux

Briten trauen der KI 150 Pfund weit

Bei rund 150 Pfund endet das Vertrauen: Bis zu diesem Betrag würden britische Konsumenten KI-Agenten eigenständig einkaufen lassen, zitiert Channelx.world eine Studie der MACH Alliance. Zwei Drittel der Befragten nutzten KI schon beim Suchen und Stöbern, unter Millennials sogar neun von zehn. Doch das Bezahlen wollten nur neun Prozent erlauben, bei teuren Anschaffungen sinke der Anteil auf vier Prozent. Millennials würden in diesem Fall die KI-Geldbörsen beim autonomen Einkaufen mit 235 Pfund ausstatten, die Babyboomer hingegen nur mit 67 Pfund.

etailment03.09.263 Min.
Logistikmitarbeiter sortiert unterschiedlich große Pakete im modernen Fulfillment-Center
© Black Forest Labs / Flux

Österreicher bestellen häufig, Schweizer zahlen am besten

Im E-Commerce Mitteleuropas bestellt niemand häufiger als die Österreicher: 12,6 Online-Bestellungen pro Käufer und Jahr, zitiert Retail-News.de eine ECDB-Studie. Deutschland erreiche mit 12,4 die Silbermedaille, Griechenland mit 12,3 erhalte Bronze. Allerdings kauften in Griechenland knapp sieben Mio. Menschen online und füllten den Warenkorb im Schnitt auf 83 Euro, während in Deutschland 62,5 Mio. bei jeder Bestellung 120 Euro ausgäben. 214 Euro würde hingegen der Durchschnitts-Schweizer für seine 9,7 jährlichen Bestellungen berappen. Die Bilanz: Bestellhäufigkeit, Marktgröße und Warenkorbwert korrelieren nicht.

etailment03.09.263 Min.
3D-Illustration: Shop-Karten verblassen unter dominantem KI-Suchantwort-Panel
© Black Forest Labs / Flux

Top-Shops verlieren 16,7 Prozent Sichtbarkeit

Die organische Sichtbarkeit der 2.500 umsatzstärksten deutschen Online-Shops sinkt erstmals seit Jahren, und zwar um 16,7 Prozent, zeigt eine Studie von Sistrix. Google spiele die KI-Übersichten dreimal so oft aus wie im Vorjahr, bei 14,2 Prozent der Keywords. Mittlerweile lösten bereits 69,7 Prozent der Recherchesuchen eine KI-Antwort aus, bei Kaufsuchen seien es bislang aber nur 0,2 Prozent. Trotzdem: Wer aus der Vergleichsphase verschwinde, fehle später auch in der Kaufentscheidung.

Björn Böer03.09.262 Min.
Person nutzt agentische KI beim shoppen am Laptop
© Black Forest Labs / Flux

KI nutzt Spear-Phishing besser als der Mensch

Spear-Phishing – Angriffsmails, die auf eine einzelne Person zugeschnitten sind statt breit gestreut – gelingen der KI besser als Menschen, zitiert Ad-Hoc-News.de eine Studie der Brigham Young University. Mit GPT-4 erstellte Nachrichten wären von Empfängern in 28 Prozent der Fälle angeklickt worden, von Menschen verfasste in 21,3 Prozent. Berufsbezogene Ansprache habe sogar 38 Prozent erreicht. Allerdings habe die Studie nur die Klickrate gemessen, nicht den etwaigen entstandenen Schaden.

etailment02.09.263 Min.
Inhaber verpackt sorgfältig Möbelstück im Werkstatt-Versand für Online-Shop-Award
© Black Forest Labs / Flux

Disq und Ntv küren Deutschlands beste Online-Shops

In 96 Kategorien vergeben DISQ und Ntv laut Website den Award „Deutschlands Beste Online-Shops 2026“. 67.348 Kundenurteile zu 900 Unternehmen in 96 Kategorien hätten für 873 Preisträger gereicht. Die Bewertung stütze sich auf Preis-Leistung, Sortiment, Kundenservice, Web-Auftritt, Versand und Rücksendung. Zwischen den Großen, wie Amazon, Otto, Zalando und Ikea, stehen Spezialisten für Massivholzmöbel, Imker-Zubehör, Pokale, Dachbleche und Balkonkraftwerke.

Björn Böer02.09.262 Min.
Toningenieur im modernen Studio zwischen klassischem Handwerk und KI-Wandel der Musikbranche
© Black Forest Labs / Flux

Audio- und Videostreaming und die KI

89 Prozent der Deutschen rufen Videos über das Internet ab, 81 Prozent schauen noch klassisch fern über Kabel, Satellit oder Antenne, zeigt eine Bitkom-Befragung. Audio würden 88 Prozent der Befragten streamen, aber 91 Prozent blieben auch dem Dampfradio treu. 69 Prozent nutzten zum Hören Videoplattformen, pures Audio-Streaming folge mit 63 Prozent erst auf Rang zwei. 91 Prozent verlangten die klare Kennzeichnung von KI-erzeugten Medieninhalten. 72 Prozent halten die künstliche Intelligenz für eine Bedrohung der Filmindustrie, 75 Prozent sind es bei der Musikindustrie.

Björn Böer01.09.263 Min.

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