Morning Briefing

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Techniker digitalisiert Bücher in modernem Archiv, Symbolbild zu Anthropic-Urheberrechtsvergleich
© Black Forest Labs / Flux

Raubkopierte Bücher: Anthropic zahlt 1,5 Mrd. Dollar

Eine Bundesrichterin in San Francisco hat Anthropics Vergleich über 1,5 Mrd. Dollar im KI-Urheberrechtsstreit genehmigt, meldet Engadget.com. Autoren hätten dem Unternehmen 2024 vorgeworfen, raubkopierte Werke zum Training seiner Claude-Modelle genutzt zu haben. Das Training selbst gelte zwar durchaus als Fair Use, doch die Speicherung von 7 Mio. Büchern in einer zentralen Bibliothek als Rechtsverletzung. Der Vergleich decke über 480.000 Werke ab; Autoren erhielten rund 3.000 Dollar pro Werk, Anthropic müsse außerdem die Kopien vernichten.

Björn Böer22.07.263 Min.
Person geht durch engen Gang zwischen hohen Warenstapeln im Lager als Sinnbild der Zahlungs-Zwickmühle
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Händler in der Zahlungs-Zwickmühle

Deutsche Unternehmen warten immer länger auf ihr Geld, zitiert Haendlerbund.de eine Untersuchung der Allianz Trade. Kunden ließen sich durchschnittlich 55 Tage Zeit, während Betriebe ihre Lieferanten schon nach 35 Tagen bezahlten. Der Kapitalumschlag dauere in Deutschland 79 Tage, zwölf mehr als im globalen Schnitt, und könne in diesem Jahr sogar auf 83 Tage steigen. Zusätzlich binde die Vorratshaltung gegen Lieferengpässe Kapital, das dann bei Investitionen fehle.

Björn Böer22.07.262 Min.
Techniker geht durch modernen europäischen Rechenzentrumsflur mit GPU-Serverracks
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Microsofts Milliarden für Mistral

Microsoft steckt Milliarden in Mistrals Recheninfrastruktur in Europa, berichtet Reuters.com. Azure-Kunden könnten künftig Software über Mistrals französische Rechenzentren entwickeln, was regulierten Branchen eine Alternative zur US-kontrollierten Infrastruktur biete. Mistral bringe seine Modelle Medium 3.5 und OCR 4 in Microsofts Foundry ein, Medium 3.5 zusätzlich in Copilot Studio. Das Streben nach einer „souveränen“ europäischen KI sei durch die jüngste US-Entscheidung, den Zugang zu zwei Anthropic-Modellen zu pausieren, noch dringlicher geworden.

Thomas Rehm22.07.262 Min.
Anwälte verhandeln in modernem Konferenzraum über Apple Kartellstreit und außergerichtliche Einigung
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Kartellstreit: Apple sucht außergerichtliche Einigung

Apple lotet eine außergerichtliche Einigung im US-Kartellverfahren um sein iPhone-Ökosystem aus, wie Heise.de berichtet. Die Initiative gehe, mit mehrfachen Angeboten, von Apple selbst aus, doch zuletzt lägen von beiden Seiten konkrete Vorschläge auf dem Tisch. Eine Garantie für eine Einigung gebe es nicht, auch ein Gerichtstermin fehle. Das 2024 unter Biden eingereichte Verfahren werfe Apple vor, den Markt für High-End-Smartphones zu monopolisieren und Konkurrenten auszubremsen.

David Wöllenstein22.07.263 Min.
Mitarbeitende sortieren Pakete in modernem Logistikzentrum als Symbol für Allegros Auslandswachstum
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Allegros Auslandsgeschäft wächst um 82 Prozent

Vor dem geplanten Aktienrückkauf an der Börse Warschau hat der polnische Marktplatz Allegro vorläufige Q2-Zahlen veröffentlicht, meldet Ecommercenews.eu. Das konsolidierte Gruppen-GMV sei im zweiten Quartal um 14,4 Prozent gewachsen; das polnische um 12 Prozent, das internationale Segment gar um 82,4 Prozent. Im ersten Halbjahr habe das bereinigte Ebitda der Gruppe um 16,9 Prozent zugelegt. Anfang 2026 hatte der Konzern die Töchter Slowenien und Kroatien abgestoßen.

David Wöllenstein22.07.262 Min.
Manager prüft Warenlieferung mit Tablet als Symbol für KI-gestützte B2B-Beschaffung
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Amazon Business erreicht 60 Mrd. Dollar Jahresumsatz

Amazon Business hat im zweiten Quartal einen Bruttoumsatz von 60 Mrd. Dollar erreicht, meldet Channelx.world. Weltweit kauften inzwischen mehr als elf Mio. Organisationen über die Beschaffungsplattform ein, vom Krankenhaus bis zum Hotelkonzern. Zwei neue KI-Werkzeuge sollen helfen: „Savings Insights“ durchleuchte das Ausgabeverhalten und schlage Mengenrabatte oder Nachbestellungen vor, während „Spend Anomaly Monitoring“ bei ungewöhnlichen Käufen Alarm schlage.

David Wöllenstein22.07.262 Min.
Präsentatorin zeigt refurbished Technikgeräte in kompaktem Live-Shopping-Studio im Lager
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Preloved Tech bietet „Live Commerce as a Service“

Die britische Recommerce-Plattform Preloved Tech startet mit ExcessFlow einen Dienst namens „Live Commerce as a Service“, meldet Channelx.world. Firmen sollten damit ins Live-Shopping einsteigen können, ohne ein eigenes Team aufzubauen. ExcessFlow übernehme den kompletten Ablauf von der Warenvorbereitung über die Live-Präsentation bis hin zu Fulfilment und Reporting. Preloved Tech gelte als umsatzstärkster Technik-Verkäufer auf Ebay Live und bringe ein eigenes, kauffreudiges Auktionspublikum mit.

David Wöllenstein22.07.262 Min.
Mitarbeiter scannt Pakete am Fließband im Fulfillment-Center während der Prime-Day-Flut
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Prime Day USA pusht den gesamten E-Commerce

Der vorgezogene Amazon Prime Day hat den gesamten amerikanischen Online-Handel im Juni auf rund 142,67 Mrd. Dollar gehievt, wie Digitalcommerce360.com berichtet. Das entspreche einem Plus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom 23. bis 26. Juni hätten Verbraucher 26,4 Mrd. Dollar ausgegeben und damit in vier Tagen 18,5 Prozent des Monatsumsatzes generiert. Auch Walmart und Target hätten mit eigenen Aktionen mitgezogen. Die Online-Quote am Einzelhandel sei auf 18,56 Prozent gesprungen.

Björn Böer22.07.263 Min.
Zollmitarbeiterin prüft einzelnes Paket vor endlosem Fließband mit Paketen
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EU: 97 Prozente aller Pakete aus dem E-Commerce

Der EU-Zoll ächzt unter der Paketflut aus dem Online-Handel, warnt ein aktueller Kommissionsbericht für 2025. Rund 6 Mrd. Artikel seien in den freien Verkehr gelangt, dreimal so viel wie 2022, angetrieben von Importen aus Drittstaaten. E-Commerce-Sendungen machten inzwischen über 97 Prozent des Aufkommens aus. Die Kontrollrate sei auf 65 Artikel pro Mio. Pakete gefallen. Bei einer Kommissions-Untersuchung hätten über 60 Prozent der geprüften, außerhalb der EU online gekauften Waren die europäischen Sicherheitsvorgaben verfehlt.

Thomas Rehm22.07.262 Min.
Mitarbeiter ordnet Anzüge im minimalistischen Flagship-Store einer Premium-Modemarke
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Frasers zwingt Hugo Boss zum Pflichtangebot

Die Frasers Group hält mittlerweile 30,28 Prozent an Hugo Boss und hat damit die im deutschen Übernahmerecht verankerte Pflichtangebotsschwelle überschritten, meldet Fashionnetwork.com. Das noch bis 27. Juli laufende Angebot liege bei 38 Euro je Aktie. Frasers wolle es auch nicht erhöhen; Hugo Boss rate seinen Aktionären bei diesem Preis jedoch zur Ablehnung. Erst 2024 sei Frasers bei Mulberry trotz eines Anteils von 37 Prozent ohne Kontrolle geblieben.

Björn Böer22.07.263 Min.
Weitläufiges, licht­durchflutetes Bürogebäude-Atrium mit wenigen Menschen als Sinnbild für Stellenabbau bei Zalando
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Zalando schrumpft den Berliner Sitz

Zalando will erneut Stellen an seinem Berliner Sitz abbauen, wie Zeit.de berichtet. Ein Sprecher habe entsprechende Pläne gegenüber dpa bestätigt. Das Handelsblatt beziffere den Abbau auf rund 200 Stellen. Schon 2024 seien in Berlin 450 Jobs weggefallen; der Erfurter Standort mit 2.100 Beschäftigten schließe bis Ende September. Parallel baue Zalando in Bukarest 60 Arbeitsplätze auf und plane wohl auch, Prozesse dorthin zu verlagern.

Thomas Rehm22.07.262 Min.
Kleinunternehmerin sitzt erschöpft zwischen Aktenstapeln im eigenen Ladengeschäft
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Britische KMUs ersticken in Verwaltung

Britische KMU-Inhaber verbringen fast doppelt so viel Zeit mit Verwaltung wie mit dem Ausbau ihres Geschäfts, zitiert Channelx.world das „SME Business Barometer“. Elf Wochenstunden verschlängen Administrations- und Finanzaufgaben im Durchschnitt, das entspreche sechs Arbeitstagen im Monat. Mehr als die Hälfte klagte, der Papierkram bremse sie aus; ein Drittel nannte die eigene Kapazität als größte Wachstumsbremse. Entlastung erhofften viele von KI: Ein Drittel würde sie für Verwaltungszwecke einspannen, ein Fünftel empfinde sie wie eine zusätzliche Arbeitskraft.

Thomas Rehm21.07.262 Min.
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