Morning Briefing

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Illustration: Smartphone mit schwebenden Shop- und Zahlungskarten, daneben Servergehäuse mit Kabel.
© Black Forest Labs / Flux

Aus KorbKlar wird Korbunio

Die Preisvergleichs-App KorbKlar heißt nach einem Namenskonflikt jetzt Korbunio und kommt ohne zentralen Server aus, berichtet Tarnkappe.info. Weil Händler ihre Webseiten dynamisch aufbauten, Systeme wechselten und zusätzliche Prüfungen einziehen würden, ersticke das bisherige Docker-Backend im Pflegeaufwand. Die native Android-App lade und verarbeitetdie Angebote jetzt auf dem Gerät des Nutzers statt auf einem zentralen Server, Captcha-Abfragen müsse er selber bestätigen. Version 1.34 vergleiche Preise, Grundpreise und Treueprogramme von Rewe bis Lidl.

Redaktion14.09.263 Min.
Foto: Weißer Tisch mit Lampe, Kanne, Sandalen und Smartphone auf Ständer in hellem Raum.
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„Hässlich“ verdient Taobao 34 Mio. Dollar

Hässliche Produkte sind auf Taobao ein Geschäft, berichtet Scmp.com. Seit die Alibaba-Plattform 2020 ihren „Uglies Award“ ausrief, hätten seltsam geformte Waren mehr als umgerechnet 34,3 Mio. Dollar umgesetzt. Was als „hässlich“ gelte, lasse Taobao dabei offen. In Hangzhou präsentiere die Plattform bis 27. September ihre zweite Ausstellung „Ugly, But Mine“, dieses Jahr fast doppelt so groß wie die erste.

Redaktion14.09.263 Min.
Illustration: Isometrische Lager- und Ladenmodule, Glasplatte, Lupe und schwebende Farbfelder.
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JD.coms Übernahme von Ceconomy immer noch ungewiss

JD.coms Zusagen zur Ceconomy-Übernahme kommen bei den Wettbewerbern schlecht an, berichtet Retail-News.de. Die EU-Kommission habe den Konzern in dieser Woche über die negativen Rückmeldungen unterrichtet. Im August habe JD.com Zugang zu seiner europäischen Logistik- und Technologieinfrastruktur zu marktüblichen Konditionen angeboten. Brüssel prüfe den rund 2,5 Mrd. Dollar schweren Deal nach der Verordnung über ausländische Subventionen und werde bis zum 23. Oktober entscheiden.

Redaktion14.09.263 Min.
3D-Illustration: Smartphone mit Einkaufswagen-Symbol, Paket, Geldbörse und Haustür
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Dopamin-Shops simulieren das Shoppen

„Dopamin-Shops“ simulieren das komplette Online-Einkaufserlebnis vom Stöbern über den Warenkorb bis hin zur Sendungsverfolgung, ohne dass am Ende ein Paket ankommt oder der Kontostand belastet wird, berichtet LZ.de. Der Trend käme aus Südkorea und simuliere den Spaß am Online-Shopping, der über das Besitzen eines neuen Produkts hinaus reiche. Allerdings sei dies keine Therapie für Kaufsüchtige, weil die professionellen Produktbilder und Shop-Oberflächen die Sucht sogar anheizen könnten: Ein Klick und schon sei man beim kostenpflichtigen Original.

Redaktion11.09.262 Min.
3D-Illustration: Glaswaage mit Gerät und Zapfsäule, Pfeile zeigen Auf- und Abbewegung
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Inflation bei 2,9 Prozent

Die Inflationsrate kletterte im August auf 2,9 Prozent, meldet das Statistische Bundesamt. Treiber bleibe die Energie mit 10,5 Prozent Aufschlag: Kraftstoffe verteuerten sich binnen Jahresfrist um 27,7 Prozent, leichtes Heizöl sogar um 49,6 Prozent. Für den Online-Handel zählt eher das Kleingedruckte: Gebrauchsgüter legten nur um ein Prozent zu, Haushaltsgeräte kosteten 1,9 Prozent weniger, Unterhaltungselektronik 2,8 Prozent.

Redaktion11.09.263 Min.
3D-Illustration: Smartphone mit Sprung, Bogen und Uhr, verbunden durch Lichtpunkte
© Black Forest Labs / Flux

Cyber Resilience Act startet im Dunkeln

Ab heute greift der Cyber Resilience Act, doch nur 29 Prozent der Unternehmen in Deutschland wissen, was das für sie bedeutet, so eine Bitkom-Umfrage. 38 Prozent hätten vom Gesetz gehört, aber ohne die Folgen einschätzen zu können, 28 Prozent kennen es gar nicht. Hersteller von Software und vernetzten Geräten müssen aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken und schwere Vorfälle binnen 24 Stunden auf einer zentralen EU-Plattform melden, nach 72 Stunden nachlegen und einen Abschlussbericht liefern. Allerdings starte auch die zentrale EU-Meldeplattform erst heute, Probeläufe würden also ausfallen.

Redaktion11.09.262 Min.
3D-Illustration: durchsichtiges Vorhängeschloss neben Smartphone mit Profilkarte-Symbol
© Black Forest Labs / Flux

Deutsche EUDI-Wallet im Zeitplan

Die deutsche EUDI-Wallet „d-you“ soll nach aktuellem Plan im Januar 2027 starten, meldet BEVH.org. Deutschland liege im Zeitplan. Die einfachere Verifizierung von Identitäten drücke Abbruchraten und Betrugsrisiken rund um den Checkout. Die Akzeptanzpflicht für Händler sehe der Verband zwar durchaus kritisch, erwarte aber langfristig Vorteile: Sicherer Zahlungsverkehr, schlankere Kundenprüfung. Nun müssten vor allem Logistiker die Wallet auf der letzten Meile nutzen, damit beispielsweise Medikamente oder teure Waren sicherer beim Empfänger ankommen könnten.

Redaktion11.09.262 Min.
Zwei Frauen begutachten gemeinsam einen Strickpullover in einem Bekleidungsgeschäft mit Kleiderständern
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KI darf rechnen, beraten soll weiter der Mensch

Kunden akzeptieren Künstliche Intelligenz im Handel vor allem im Maschinenraum, zitiert Retail-News.de eine Studie IFH Förderer. Für den Einsatz in Bestandsmanagement, Logistik und Absatzprognosen votieren je 84 Prozent der befragten Verbraucher, für KI in Beratung und Kundenservice aber nur 45 Prozent. Chatbots würden inzwischen mehr als die Hälfte nutzen, bei den 16- bis 29-jährigen sogar drei Viertel; trotzdem wünschten sich 58 Prozent mehr echte, zwischenmenschliche Begegnungen.

Redaktion11.09.262 Min.
Verkäuferin übergibt Papiertüte in eine Kühltasche an einen Lieferboten im Geschäft.
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Wolt füllt seine Warenkörbe aus dem Einzelhandel

Wolt wandelt sich vom Restaurantlieferdienst zum Einkaufskanal des stationären Handels, berichtet Retail-News.de. Mehr als ein Viertel des weltweiten Umsatzes stamme inzwischen aus dem Einzelhandel. So sei der Wert georderter Lebensmittel 2025 um 46 Prozent gestiegen, fast die Hälfte der Körbe fasse mindestens zehn Artikel. Elektronik, Tierbedarf sowie Gesundheit und Beauty hätten ihren Umsatzanteil seit 2022 mehr als verdreifacht.

Redaktion11.09.262 Min.
Frau in blauem Polohemd übergibt Mann ein Paket in einem Lager mit Regalen
© Black Forest Labs / Flux

drop2shop deckt jetzt ganz Irland ab

drop2shop betreibt inzwischen mehr als 1.000 Paketshops in Irland und deckt damit jede Grafschaft der Republik ab, berichtet Channelx.world. Zuletzt kamen Galway und Limerick dazu, bis Monatsende peilt der Dienstleister 1.200 Standorte an. Entscheidend sei ein neues Logistikzentrum am Dubliner Airport Business Park: 15 Mio. Euro Investition, rund 9.300 Quadratmeter, 30 Ladetore. Dort wolle das Unternehmen 150 Stellen schaffen.

Redaktion11.09.262 Min.
3D-Illustration: Serverstapel verbunden mit Gebäude, teils durch Kette mit Vorhängeschloss gesichert
© Black Forest Labs / Flux

Deutschland hängt am stärksten an fremder Technik

Kein Land hängt so stark an wenigen Technologieanbietern wie Deutschland: 94 Prozent der Unternehmen stecken in Abhängigkeiten von ausländisch oder extern kontrollierten Lieferketten; der weltweite Durchschnitt liege bei 86 Prozent, berichtet Haendlerbund.de. Nur 14 Prozent hätten vollen Überblick über ihre technischen Verflechtungen. Ein Anbieterwechsel bei kritischen Systemen dauere bei mehr als einem Drittel länger als zwölf Monate, aber jedes zehnte Unternehmen sehe sowieso keine Alternative.

Redaktion11.09.263 Min.
3D-Illustration: Einkaufswagen mit leuchtender Kugel zwischen zwei Wegweisern auf beigem Grund
© Black Forest Labs / Flux

Agentic Commerce: Der Handel vertagt sich

Beim Thema Agentic Commerce steckt der Handel noch in der Orientierungsphase, zeigt eine Studie des EHI. Rund sechs von zehn Handelsunternehmen befassten sich mit weitgehend autonomen Kaufsystemen, gut elf Prozent nutzten bereits konkrete Anwendungen, aber 40 Prozent würden für sich keinen sinnvollen Einsatz sehen. Wer einen eigenen Agenten plane, ziele vor allem auf Konversionen und Personalisierung. Mehr als ein Viertel der befragten Unternehmen hielten Investitionen gegenwärtig für wahrscheinlich, doch drei Viertel rechneten damit erst in den nächsten zehn Jahren.

Redaktion11.09.263 Min.

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