Björn Böer etailment.de

Björn Böer

Chefredakteur

3.705 Artikeldabei seit 2012

Dr. Björn Böer ist Chefredakteur der Wirtschaftsmedien und verantwortet in dieser Rolle „Der Handel“ und das E-Commerce-Portal etailment.de. Zuvor war der promovierte Dipl.-Volkswirt unter anderem Wirtschaftsredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und leitete von 2001 bis 2003 die Wirtschaftsredaktion des F.A.Z.-Business Radios. Sein journalistisches Handwerk lernte er als Volontär beim Norddeutschen Rundfunk.

Mitarbeiter scannt Paket im Logistik-Hub für internationalen Versand ohne Zollaufwand
© Black Forest Labs / Flux

Ebay nimmt britischen Händlern den Zoll ab

Ebay bringt sein International-Shipping-Programm ab August nach Großbritannien, berichtet Channelx.world. Auslöser sei die Nachfrage: Laut Ebay kämen die kräftigsten Zuwächse der vergangenen zwölf Monate aus Australien, Deutschland und der Schweiz. Heimische Verkäufer lieferten künftig nur noch an einen britischen Hub, Ebay übernehme danach Zoll, Abgabenberechnung, Versand und After-Sales. Internationale Verkaufsgebühren entfielen, das bisherige „Global Shipping Programme“ werde eingestellt.

Björn Böer23.07.262 Min.
Frau gibt Amazon-Retoure an Tankstelle ab und tankt mit Rabattgutschein
© Black Forest Labs / Flux

Amazon belohnt Retouren mit Benzin

Amazon vergütet Retouren neuerdings an der Zapfsäule: Wer sein Paket an einer teilnehmenden Enilive-, Eni- oder Agip-Tankstelle abgibt, kassiert einen Coupon über fünf Cent Rabatt pro Liter Kraftstoff, meldet Cashys Blog. Karton und Label wären unnötig, die Originalverpackung und ein QR-Code auf dem Smartphone genügten. Einlösbar sei der Gutschein bei Tankfüllungen zwischen 30 und 80 Litern. Die Aktion laufe bis Mitte Oktober.

Björn Böer23.07.262 Min.
Kundin durchstöbert nachhaltige Modeboutique mit natürlichen Materialien und kuratierter Kleiderstange
© Black Forest Labs / Flux

Reformation strebt an die Börse

Die amerikanische Modemarke Reformation strebt an die New Yorker Börse, berichtet Retail-News.de. Rund 90 Prozent ihres Umsatzes zögen die Nachhaltigkeits-Spezialisten aus dem Online-Handel und dem D2C-Geschäft der eigenen Läden. Unter dem Kürzel „REF“ wolle man bis zu 239 Mio. Dollar einsammeln und eine Bewertung von einer Mrd. Dollar erreichen. Im Geschäftsjahr 2025 habe Reformation 507 Mio. Dollar umgesetzt und 12,6 Mio. Dollar verdient.

Björn Böer22.07.263 Min.
Techniker digitalisiert Bücher in modernem Archiv, Symbolbild zu Anthropic-Urheberrechtsvergleich
© Black Forest Labs / Flux

Raubkopierte Bücher: Anthropic zahlt 1,5 Mrd. Dollar

Eine Bundesrichterin in San Francisco hat Anthropics Vergleich über 1,5 Mrd. Dollar im KI-Urheberrechtsstreit genehmigt, meldet Engadget.com. Autoren hätten dem Unternehmen 2024 vorgeworfen, raubkopierte Werke zum Training seiner Claude-Modelle genutzt zu haben. Das Training selbst gelte zwar durchaus als Fair Use, doch die Speicherung von 7 Mio. Büchern in einer zentralen Bibliothek als Rechtsverletzung. Der Vergleich decke über 480.000 Werke ab; Autoren erhielten rund 3.000 Dollar pro Werk, Anthropic müsse außerdem die Kopien vernichten.

Björn Böer22.07.263 Min.
Person geht durch engen Gang zwischen hohen Warenstapeln im Lager als Sinnbild der Zahlungs-Zwickmühle
© Black Forest Labs / Flux

Händler in der Zahlungs-Zwickmühle

Deutsche Unternehmen warten immer länger auf ihr Geld, zitiert Haendlerbund.de eine Untersuchung der Allianz Trade. Kunden ließen sich durchschnittlich 55 Tage Zeit, während Betriebe ihre Lieferanten schon nach 35 Tagen bezahlten. Der Kapitalumschlag dauere in Deutschland 79 Tage, zwölf mehr als im globalen Schnitt, und könne in diesem Jahr sogar auf 83 Tage steigen. Zusätzlich binde die Vorratshaltung gegen Lieferengpässe Kapital, das dann bei Investitionen fehle.

Björn Böer22.07.262 Min.
Mitarbeiter scannt Pakete am Fließband im Fulfillment-Center während der Prime-Day-Flut
© Black Forest Labs / Flux

Prime Day USA pusht den gesamten E-Commerce

Der vorgezogene Amazon Prime Day hat den gesamten amerikanischen Online-Handel im Juni auf rund 142,67 Mrd. Dollar gehievt, wie Digitalcommerce360.com berichtet. Das entspreche einem Plus von 14,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Vom 23. bis 26. Juni hätten Verbraucher 26,4 Mrd. Dollar ausgegeben und damit in vier Tagen 18,5 Prozent des Monatsumsatzes generiert. Auch Walmart und Target hätten mit eigenen Aktionen mitgezogen. Die Online-Quote am Einzelhandel sei auf 18,56 Prozent gesprungen.

Björn Böer22.07.263 Min.
Mitarbeiter ordnet Anzüge im minimalistischen Flagship-Store einer Premium-Modemarke
© Black Forest Labs / Flux

Frasers zwingt Hugo Boss zum Pflichtangebot

Die Frasers Group hält mittlerweile 30,28 Prozent an Hugo Boss und hat damit die im deutschen Übernahmerecht verankerte Pflichtangebotsschwelle überschritten, meldet Fashionnetwork.com. Das noch bis 27. Juli laufende Angebot liege bei 38 Euro je Aktie. Frasers wolle es auch nicht erhöhen; Hugo Boss rate seinen Aktionären bei diesem Preis jedoch zur Ablehnung. Erst 2024 sei Frasers bei Mulberry trotz eines Anteils von 37 Prozent ohne Kontrolle geblieben.

Björn Böer22.07.263 Min.
Online-Händlerin beantwortet Kundenanfrage per Chat zwischen Versandkartons im Laden
© Black Forest Labs / Flux

Whatsapp wird der beliebteste Verkaufsassistent

Whatsapp mausert sich zum wichtigsten Kommunikationskanal im Online-Handel, zitiert Fashionunited.com eine Studie von Infobip und Retail Economics. Der Messenger erreiche Öffnungsraten von 85 bis 95 Prozent, während E-Mail im E-Commerce nur auf 32,7 Prozent komme. In einem einzigen Chat-Verlauf ließen sich Kunden von der Erwägung bis zur Kaufentscheidung begleiten. Dialogbasierte KI könne den nächsten Schritt darstellen: 88 Prozent der befragten Online-Händler experimentierten bereits, doch bislang nutze sie keiner durchgängig.

Björn Böer21.07.263 Min.
Frau bestellt per Sprachassistent, Paket liegt bereits zugestellt neben ihr
© Black Forest Labs / Flux

70 Prozent der Amerikaner shoppen mit KI-Hilfe

Sieben von zehn US-Konsumenten nutzen mittlerweile KI beim Einkaufen, zitiert Fashionunited.com eine Umfrage der Marketingagentur LDWW. 30 Prozent hätten damit bereits den kompletten Kauf abgewickelt, zum Teil ohne die Händler-Website besucht zu haben. Trotzdem prüfe über die Hälfte die angegebenen Quellen nach. Der KI-Traffic sei im ersten Quartal um 393 Prozent gestiegen und der Warenkorb der KI-Shopper 37 Prozent voller gefüllt gewesen. Bis 2028 könnten die Umsätze der KI-Suche 750 Mrd. Dollar erreichen.

Björn Böer20.07.263 Min.
Automatisierte Fulfillment-Halle mit Paketen symbolisiert Sheins bevorstehenden Börsengang in Hongkong
© Black Forest Labs / Flux

Zweite Hürde für Sheins Börsengang genommen

Shein hat vom Listing-Komitee der Hongkonger Börse die Zustimmung für seinen Börsengang erhalten, meldet Reuters.com. Damit rücke das Debüt einen Schritt näher, nachdem frühere Versuche in New York und London gescheitert seien. Die erste öffentliche Einreichung plane der Fast-Fashion-Händler für die Woche ab dem 27. Juli, der IPO könne Ende August starten. Angepeilt werde, trotz kritischer Stimmen, eine Bewertung von 40 bis 50 Mrd. Dollar.

Björn Böer20.07.262 Min.
Instacart-Personal-Shopper scannt mit Smartphone ein Supermarktregal für KI-Bestandsdaten
© Black Forest Labs / Flux

Instacart kauft KI-Augen fürs Supermarktregal

Der US-Lieferdienst Instacart übernimmt laut Pressemitteilung das Computer-Vision-Unternehmen Arpalus, um die Bestandsdaten der angeschlossenen Supermärkte zu schärfen. Arpalus verwandle einen kurzen Video-Scan eines Regals in ein Echtzeit-Abbild und erkenne einzelne Artikel im Schnitt mit über 95 Prozent Genauigkeit, selbst bei schwachem WLAN und dicht gepackten Produkten. Die Technik laufe auf jedem Smartphone, sodass Instacarts „Personal Shopper“ die Regale gleich beim Liefereinkauf erfassen könnten.

Björn Böer20.07.262 Min.
Frau bezahlt kontaktlos per Smartphone an modernem Ladenkassenterminal
© Black Forest Labs / Flux

Paypal räumt seine App auf: Drei Tabs statt des Menüs

Paypal krempelt seine deutsche App um und ersetzt das bisherige Menü durch drei Tabs am unteren Rand, berichtet Techbook.de. „Home“ bündle Guthaben, Rewards-Punkte und Cashback-Angebote, „Senden“ versammle Überweisungen und Pools, „Konto“ die Einstellungen. Der Umbau erfolge schrittweise über mehrere Wochen. Zeitgleich ende die Google-Wallet-Kooperation: Seit dem 16. Juni deaktiviere Google verbundene Konten. Kontaktlos zahlen könne man nun über die hauseigene, virtuelle Debit-Mastercard.

Björn Böer20.07.262 Min.

Trending Morning Briefing

Mehr Morning Briefings

Jetzt reinhören

Alle Podcasts