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Unter dem Namen Redaktion veröffentlicht das Team von etailment.de gemeinsam recherchierte Nachrichten und Analysen aus dem digitalen Handel.

3D-Illustration: Transparente Platte mit Einkaufswagen, Hakenwürfel, Profil- und Dokument-Icon, gepunktetem Pfad.
© Black Forest Labs / Flux

Signiert ist nicht verifiziert: Lücke im Agentenhandel

Die neuen Signaturverfahren für Einkaufsagenten von Visa, Mastercard und Stripe weisen die Software aus, nicht den Menschen dahinter, berichtet Retaildive.com. Wer nur den Boten prüfe, kenne den Absender nicht. Auf Marktplätzen betreffe die Lücke beide Seiten: Auch Verkäufer-, Host- und Fahrerkonten ließen sich automatisiert betreiben. Händler sollten deshalb ihren unverifizierten Bestand durchzählen, Agentenaktivität an geprüfte Personen binden, die Verifizierung wiederholbar halten und den Agenten-Traffic getrennt messen. Ein fälschlich blockierter Agent tauche in keiner Betrugsstatistik auf, sondern im abgebrochenen Warenkorb.

Redaktion09.09.262 Min.
Frau in grüner Arbeitskleidung schiebt Einkaufswagen mit Kartons durch einen Gang mit hohen Lagerregalen.
© Black Forest Labs / Flux

Migros Online baut Sortiment auf 21.000 Produkte aus

Migros Online erweitert sein Sortiment von 12.500 auf 21.000 Produkte, meldet Watson.ch. Möglich mache das ein neues Verteilzentrum in Regensdorf, das seit Ende Mai schrittweise anlaufe und bis zu 7.500 Bestellungen täglich abwickeln könne. Derzeit nutze Migros erst 25 bis 30 Prozent der Kapazität, bis Februar sollen es 70 Prozent sein. Im August habe Migros Online 17 Prozent mehr Bestellungen verbucht als im Vorjahr, der Umsatz sei um zwölf Prozent gewachsen.

Redaktion09.09.263 Min.
Illustration einer Waage mit Containern auf der einen Seite und einem Eurozeichen auf der anderen.
© Black Forest Labs / Flux

Handelsüberschuss klettert auf 21,3 Mrd. Euro

Die deutschen Exporte sanken im Juli kalender- und saisonbereinigt um 0,8 Prozent auf 138,2 Mrd. Euro, teilt das Statistische Bundesamt mit. Die Importe gaben mit 5,7 Prozent aber deutlich stärker nach, auf 116,9 Mrd. Euro. Der Handelsüberschuss kletterte damit auf 21,3 Mrd. Euro. Gegen den Trend legten die Ausfuhren in die USA um 19,1 Prozent auf 14,4 Mrd. Euro zu.

Redaktion09.09.263 Min.
Illustration: Browserfenster mit EU-Sternenkreis-Münze, verbunden mit einem Ladengeschäft-Symbol
© Black Forest Labs / Flux

Google: Europa bekommt eine schlechtere Suche

Die „größte Qualitätseinbuße in 29 Jahren Suchgeschichte“, so beschreibt Google den Umbau seiner Suchergebnisse in Europa, berichtet Reuters.com. Der Konzern erfülle damit Auflagen des Digital Markets Act, nachdem die EU-Kommission im Juli 460 Mio. Euro Strafe verhängt und eine Frist von 60 Tagen gesetzt habe. Frühere Anpassungen hätten den kostenlosen Direktbuchungs-Traffic zu europäischen Unternehmen bereits um 30 Prozent gedrückt, so Google.

Redaktion09.09.262 Min.
Illustration: Trichter mit Münzstapel und Geldbörse, umgeben von Briefumschlägen und Mahnschreiben
© Black Forest Labs / Flux

Sieben KI-Modelle, 300 Dollar, 72 Stunden: Kein Gewinn

Sieben führende KI-Modelle sollten in einem Experiment binnen 72 Stunden autonom Geld verdienen, ausgestattet mit Stripe-Konto, E-Mail-Adresse und je 300 Dollar Startkapital, berichtet Golem.de. Reguläre Einnahmen erzielte keines. Stattdessen: API-Kosten von 2.833,35 Dollar, überzogene Konten und 2.797 versandte Spam-Mails. Zwei Modelle seien auf Stripe-Zahlungsaufforderungen ausgewichen, eines habe 50 Unbekannten Fake-Rechnungen über insgesamt 12.350 Dollar geschickt. Die Experimentatoren, Bottleneck Labs, hielten alle Systeme für den autonomen Geschäftsbetrieb für ungeeignet.

Redaktion09.09.263 Min.
3D-Illustration: Smartphone mit Chat, verbunden durch Bänder zu Schloss und Ladengebäude mit Schutzschild
© Black Forest Labs / Flux

Im Online-Modehandel entscheidet Vertrauen

Im Online-Modehandel driften Entdeckung und Kauf weiter auseinander, zitiert Businessoffashion.com einen Bericht von ESW. Bekleidung bleibe die wichtigste Kategorie im Online-Handel: 69 Prozent shoppen sie im Netz. Influencer würden Entscheidungen bei 62 Prozent prägen, aber nur sechs Prozent vertrauten sozialen Netzwerk am Ende auch ihr Geld an. 31 Prozent kauften lieber in Shops der Marken und Händler. Auch der KI würden mehr als die Hälfte beim Preisvergleich vertrauen, aber nur ein Drittel würde sie zum Bezahlen schicken wollen.

Redaktion09.09.263 Min.
3D-Illustration: Chat-Nachrichten fließen durch Trichter zu Profilsymbolen, symbolisiert Datenfluss
© Black Forest Labs / Flux

Australien: Algorithmen oder nur abonnierter Content

Australien will Nutzern sozialer Netzwerke die Kontrolle über ihren Feed zurückgeben, berichtet Reuters.com. Ein Gesetzentwurf verpflichte Plattformen, aktiv nachzufragen: personalisierte Empfehlungen per Algorithmus oder ausschließlich Beiträge der abonnierten Konten. Plattformen, die die Regeln ignorierten, zahlten Bußgelder bis zu umgerechnet rund 67,7 Mio. Euro. Die EU verlange mit dem DSA Ähnliches; doch monierten Regulierer, das Abschalten des algorithmischen Feeds sei für Nutzer zu umständlich implementiert.

Redaktion09.09.263 Min.
Mann in Arbeitskleidung nutzt Scanner-Gerät zwischen Regalen mit Kartons im Lager
© Black Forest Labs / Flux

USA: E-Commerce wird immer saisonaler

Im amerikanischen Online-Handel klaffte 2025 zwischen dem umsatzschwächsten Monat, Februar mit 77,1 Mrd. Dollar, und dem stärksten Monat, Dezember mit 113,9 Mrd., ein Differenz von rund 48 Prozent, berichtet Retail-News.de. Wegen der steigenden Saisonalität sei es ratsam, Werbebudgets schon vor dem Nachfragegipfel hochzufahren; im Spitzenmonat werde Reichweite teuer. Dafür könne man die umsatzschwachen Monate für Bestandsbereinigung, Sortimentsplanung und den Vorlauf zur nächsten Hochsaison nutzen.

Redaktion09.09.263 Min.
3D-Illustration: durchsichtiges Schild mit Kreditkarte, Suchleiste und Dokumentsymbolen
© Black Forest Labs / Flux

Nur die Hälfte kennen die EUDI-Wallet

Vor dem Start im Dezember kennt erst gut die Hälfte der Verbraucher in Deutschland und Frankreich die EUDI-Wallet, zeigt eine Studie von IDnow. Dabei treffe sie auf einen Markt, in dem umständliche Identitätsprüfungen schon heute Kunden kosten würden: 48 Prozent brächen Transaktionen ab, wenn die Verifizierung zu kompliziert werde oder zu lange dauere. Den Befragten sei aber die Sicherheit der EUDI-Wallet noch wichtiger als das Tempo. Den Betrugsschutz schätzten 42 Prozent am meisten; zwei Drittel begrüßten, nur benötigte Daten angeben zu müssen und nicht immer alle.

Redaktion09.09.262 Min.
3D-Illustration: Schranke mit Schloss vor Paketen und digitale Waage mit Paketstapel
© Black Forest Labs / Flux

EPR: Entlastung für kleinere Online-Händler geplant

Kleinere Online-Händler sollen bei der EU-Verpackungsverordnung Luft bekommen, meldet Haendlerbund.de. Die Bundesregierung wolle die Registrierungspflicht für den Versand in andere EU-Staaten aussetzen, bis die Kommission ein einheitliches System aufgebaut habe. Das sei frühestens Mitte 2028. Wer je EU-Land unter zehn Tonnen Verpackungsmüll verursache, soll von den weitreichendsten Pflichten frei bleiben; darunter die, in jedem Staat einen Bevollmächtigten zu benennen.

Redaktion09.09.263 Min.
myflexbox-Paketstation mit Solarpaneelen vor einem Wohnhaus in Rostock, mit Logos von GLS, FedEx, DPD und Amazon
© Die myflexbox-Station am Seelotsenring in Rostock – die 1.000. Kommune im myflexbox-Netzwerk

Myflexbox erreicht 1.000 Kommunen

Myflexbox betreibt nach der Eröffnung einer Station in Rostock Paketautomaten in mehr als 1.000 Kommunen in Deutschland und Österreich, berichtet Retail-News.de. Auf Deutschland entfallen über 800, auf Österreich rund 270. Anders als die geschlossenen Netze einzelner Zusteller steht das Salzburger Netz mehreren Diensten offen – neben DPD, GLS, UPS und FedEx seit Juli auch Amazon.

Redaktion08.09.262 Min.
Illustration eines Robotergesichts, das über eine Glastrennwand mit einem Avatarbild einer Person verbunden ist.
© Black Forest Labs / Flux

49 Prozent wollen Chatbots, sieben Prozent nutzen sie

Ein misslungener Chat genügt: Nur 27 Prozent der Kunden versuchen es danach noch einmal mit einem Kundendienst-Chatbot, zitiert Retail-News.de eine Gartner-Befragung. Zwar wären 49 Prozent bereit, einen Chatbot zu nutzen, wenn dies angeboten werde, tatsächlich griffen aber nur sieben Prozent tatsächlich darauf zurück. Frei verfügbare Modelle wie ChatGPT oder Claude nutzten Kunden rund dreimal so häufig wie die internen Bots von Anbietern. Außerdem hielten 87 Prozent den einfachen Zugang zu einem menschlichen Berater auch im Chat für wesentlich.

Redaktion08.09.262 Min.

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