
Amazons EU-GARAN-Label hängt an Katalogdaten
Seit dem 27. September gelten die neuen Informationspflichten. Für Amazon-Händler wird nicht das Labelbild zum Engpass, sondern die Frage, wer Marke, Modell und Garantiedauer an der ASIN pflegen darf.

Seit dem 27. September gelten die neuen Informationspflichten. Für Amazon-Händler wird nicht das Labelbild zum Engpass, sondern die Frage, wer Marke, Modell und Garantiedauer an der ASIN pflegen darf.

Wer bei Google mit einem Foto statt mit einem Suchbegriff sucht, hinterlässt in der Search Console jetzt eigene Spuren. Ein neuer Filter weist den Traffic aus Google Lens, Circle to Search und Bild-Uploads gesondert aus, allerdings nur pro Seite und ohne Suchbegriffe. Relevant ist das vor allem dort, wo Kundinnen und Kunden ein Produkt sehen, aber nicht benennen können.

Delivery Hero plant, seine Tech-Einheit „Pandora“ von Berlin nach Singapur zu verlagern, berichtet Wiwo.de. Ursprünglich seien laut Unternehmenskennern rund 400 Mitarbeiter betroffen gewesen. Seit Ubers Übernahmeangebot solle, bis zum Abschluss der Integration, nun etwa die Hälfte vorerst in Berlin bleiben. Die Einheit betreibt die Plattform für Restaurants und Händler auf Foodpanda und Foodora. Das Management sitze bereits in Singapur.

Nur 0,15 Prozent der Sicherheitszertifikate auf .ch-Domains stammen von Schweizer Anbietern, berichtet ITMagazine.ch. Ein Vertrauensentzug aus den USA könne demnach fast das gesamte Schweizer Web lahmlegen. Auf 77,6 Prozent der Domains laufe mindestens ein US-Dienst, jede fünfte Mail-Domain leite an Microsoft oder Google weiter. Selbst beim Hosting bröckle die Bilanz: Gut die Hälfte der Domains liege auf Schweizer Servern, unter Schweizer Kontrolle seien aber nur 42 Prozent.

Amazon-Händler in den USA können ihr Geschäft jetzt testweise über Claude von Anthropic oder Amazons Assistenten Quick steuern, ohne Seller Central zu öffnen, berichtet Geekwire.com. Weitere Länder sollen folgen. Ein Plugin gewähre den Assistenten Zugriff auf Angebote, Bestände und Verkaufszahlen und erlaube, Preise direkt anzupassen. Jeder Händler lege fest, welche Daten der Assistent sieht, und gebe jede Aktion einzeln frei. Die Tür öffne Amazon dabei nur einen Spalt: Welche KI-Plattformen andocken dürfen, entscheide der Konzern selbst.

Die irische Datenschutzbehörde DPC hat Google wegen der Verarbeitung von Standortdaten eine ihrer höchsten Strafen aufgebrummt: 403 Mio. Euro, berichtet Fastcompany.com. Zwischen Mai 2018 und Februar 2020 habe der Konzern über drei Kontoeinstellungen, darunter den Standortverlauf, gegen die DSGVO verstoßen. Wer sie nutzte, habe womöglich nicht gewusst, dass Google seinen Aufenthaltsort für Werbung und Interessenprofile auswertete und länger speicherte als nötig. Binnen sechs Monaten müsse Google nachbessern.

Fast drei Viertel der Großhändler und Hersteller fürchten, Kunden zu verlieren, wenn sie Anfragen nicht am selben Tag beantworten, zitiert Retail-News.de das „B2Best-Barometer“ von ECC Köln, Synaigy und Intershop. Zugleich verschlinge Verwaltungsarbeit bei 39 Prozent der Unternehmen mehr als 40 Prozent der Vertriebszeit. Als größte Bremse gelte das manuelle Erfassen von Angeboten und Aufträgen. Nur rund jedes dritte Unternehmen biete Kunden umfassenden Self-Service, die Mehrheit beschränke sich auf einfache Bestellfunktionen.

TikTok Shop hat seine Käuferbasis binnen eines Jahres von 12 auf 31 Prozent ausgeweitet, Temu und Shein liegen bei 59 und 55 Prozent. Amazon bleibt mit 89 Prozent klar vorn und wird häufiger genutzt als im Vorjahr. Das zeigt eine Befragung von 6.000 Konsumenten in sechs Märkten im Auftrag des Amazon-Dienstleisters Remazing.

47 Prozent der Amazon-Käufer kennen den KI-Assistenten Rufus, 2025 waren es 28 Prozent. Regelmäßig oder immer nutzt ihn nach der Erhebung rund ein Viertel derjenigen, die ihn kennen. Eine Befragung im Auftrag des Amazon-Dienstleisters Remazing zeigt zudem, dass sich der Einsatz vom Sucheinstieg zum Produktvergleich verschiebt.

eBay will das neue Artikelmerkmal erst ab 24. September freischalten. Für Sortimente mit längeren Herstellergarantien wird Produktdatenpflege jetzt zum Engpass.

Zehn Tage vor dem Start des EU-Gewährleistungslabels am 27. September hat Etsy keine technische Lösung, berichtet Haendlerbund.de. Der Support rate Händlern, das Label in Angebotsbeschreibung, Shop-Ankündigung oder Bestätigungsnachricht unterzubringen. Laut Händlerbund tauge nichts davon: Die Beschreibung erlaube keine Bilder, die Ankündigung liege abseits des Kaufprozesses, die Bestätigung komme zu spät. Händlern bleibe die Wahl zwischen Abmahnrisiko und Verkaufspause.