
Virtual Try-on braucht mehr als schöne KI-Bilder
Virtuelle Anprobe rückt vom Gimmick in den Kaufprozess. Für Händler entscheiden Datenqualität, Passformlogik und saubere Erwartungssteuerung.

Virtuelle Anprobe rückt vom Gimmick in den Kaufprozess. Für Händler entscheiden Datenqualität, Passformlogik und saubere Erwartungssteuerung.

In den USA können Android-Nutzer mit „Aptoide Games“ jetzt über den Google Play Store einen eigenständigen Drittanbieter-Store laden, berichtet ITMagazine.ch. Vorausgegangen sei ein jahrelanger Rechtsstreit mit Epic Games. Da der Play-Store-Schutz nicht mehr greife, setze Aptoide auf eigene Malware-Scans. Das Angebot gelte vorerst nur für die Staaten; Europäer blieben auf das riskantere APK-Sideloading angewiesen. Ein globales Programm für alternative Stores stehe noch aus.

YouTube ändert ab Februar 2027 den Einstieg in Werbe- und Premium-Erlöse. Für laufende Shorts-Einnahmen gilt eine separate Schwelle. Bestehende Partner müssen neue Bedingungen prüfen.

Shopees Muttergesellschaft Sea Ltd. verdiente im zweiten Quartal 458,1 Mio. Dollar und damit elf Prozent mehr als im Vorjahr, meldet Marketscreener.com. Der Umsatz sei um 48 Prozent auf 7,79 Mrd. Dollar geklettert. Südostasiens größte E-Commerce-Plattform Shopee habe dazu zwei Drittel beigetragen. Ihr Bruttowarenwert und das Bestellvolumen seien jeweils um 28 Prozent gestiegen. Darum werde die Jahresprognise für das bereinigte Ebitda auf eine Mrd. Dollar erhöht.

200 Mio. Euro Umsatz, 20 Prozent Wachstum, IPO-Fantasie: Niceshops liefert Händlern eine Lektion über Spezialisierung, Effizienz und kontrollierte Internationalisierung.

Sheins Börsengang könnte bereits am 19. August stattfinden, berichtet Techinasia.com. Der Fast-Fashion-Händler aus Singapur peile dabei immer noch eine Bewertung zwischen 30 und 40 Mrd. Dollar an. Die schlechten Nachrichten rissen derweil nicht ab: Umsatzwachstum, Kerngewinn und Margen schwächelten, während Handelskosten, Regulierung und Wettbewerb konstant zulegten. 2022 sei Shein noch mit 98,2 Mrd. Dollar bewertet worden, im Jahr darauf nur noch mit 64 Mrd. Dollar.

Der Live-Shopping-Marktplatz Whatnot kommt nach einer neuen Finanzierungsrunde auf eine Bewertung von 20 Mrd. Dollar, meldet Cnbc.com. Binnen eines Jahres habe sich der Wert fast verdoppelt. Wöchentlich strömten über 650.000 neue Nutzer auf die Plattform, das Handelsvolumen übersteige acht Mrd. Dollar. Die Series-G-Runde habe 545 Mio. Dollar gebracht, die vor allem in Verkäufer-Tools und mehr KI fließen sollen. Whatnot halte in den USA einen Anteil von 60 Prozent des Live-Commerce-Markts, auf dem mittlerweile auch Ebay, Fanatics und Tiktok agierten.

GameStop erwägt, seine 56 Mrd. Dollar schwere Übernahmeofferte für Ebay fallenzulassen, berichtet Manager-Magazin.de. Statt eines Zusammenschlusses schwebe dem Videospielhändler nun eine Kooperation vor: Ebay solle GameStops rund 1.600 US-Filialen für den margenstarken Handel mit Sammelkarten nutzen, GameStop im Gegenzug einen Verwaltungsratssitz erhalten. Im Mai habe Ebay eine Offerte über 125 Dollar pro Aktie noch als unglaubwürdig abgewiesen.

Rakuten verbucht erstmals seit sechs Jahren wieder einen Quartalsgewinn von 48,5 Mio. Dollar, meldet Techinasia.com. Der Umsatz aus Internet, Fintech und Mobilfunk sei um 11,6 Prozent auf ein Rekordhoch von 4,2 Mrd. Dollar geklettert. Das lange defizitäre Mobilfunkgeschäft habe seinen Verlust auf 209 Mio. Dollar gedrückt. Die Finanzierung sämtlicher Anleihe-Rückzahlungen für 2026 sei gesichert.

Ein Gericht in New Mexico verurteilt Meta zu 942 Mio. Dollar Strafzahlung und stuft Instagram und Facebook als „öffentliches Ärgernis“ ein, meldet IT-Boltwise.de. Enthalten seien 375 Mio. Dollar Zivilstrafen aus einem März-Urteil sowie ein Abhilfefonds über 567 Mio. Dollar, davon allein 420 Mio. für Therapieangebote. Fünf Jahre lang müsse der Konzern umbauen: höchstens 90 Stunden Nutzung monatlich für Jugendliche, nächtliche Push-Sperre, ausgeblendete Likes, standardmäßig private Profile. Meta gehe in Berufung.

Zwei Drittel der Deutschen halten den Einfluss großer US-Techkonzerne wie Amazon, Google, Meta und Apple für zu groß, meldet Tagesspiegel.de. In einer YouGov-Umfrage hätten nur 18 Prozent widersprochen. Als Treiber nannten die Befragten die wachsende Abhängigkeit von den USA (63 Prozent), die monopolartigen Strukturen (59 Prozent) sowie die Risiken für den Datenschutz (55 Prozent).