Alle Beiträge

21.336 Beiträge

Buchhändler verpackt ein Buch für den Versand
© OpenAI

Buchhandel blättert ins Minus, online bleibt stabil

Der Umsatz der deutschen Buchbranche ist 2025 um 2,7 Prozent auf 9,62 Mrd. Euro geschrumpft, berichtet Tagesspiegel.de. In den ersten acht Monaten 2026 liege das Minus sogar bei 3,0 Prozent. Während der stationäre Buchhandel 3,7 Prozent verloren habe, sei das Online-Geschäft stabil geblieben, ebenso das mit E-Books. Der Hörbuchumsatz sei um mehr als 13 Prozent gestiegen. Die Käuferzahl sei um knapp fünf Prozent gesunken, bei den Zehn- bis 15-Jährigen um mehr als 30 Prozent. Ein Plus gebe es nur bei Belletristik, Young Adult und New Adult.

Redaktion05.10.263 Min.
Symbolbild: Hinweis Nur Barzahlung an einer gepflegten Bäckereitheke
© OpenAI

Jeder Zweite stößt auf „Cash only“ im Geschäft

Mehr als jeder zweite Erwachsene in Deutschland wollte in diesem Jahr mindestens einmal mit Karte oder Smartphone zahlen und musste dann doch Scheine zücken, berichtet Tagesspiegel.de. In einer YouGov-Umfrage für den Genoverband liege der Anteil bei 56 Prozent, nach 45 Prozent im Jahr 2021. Fast die Hälfte würde gern öfter bargeldlos zahlen, wenn es mehr Möglichkeiten gäbe. Finanzminister Lars Klingbeil wolle nachhelfen: Ein Gesetz solle Geschäfte und Restaurants 2027 verpflichten, auch Zahlungen per Karte und Smartphone zu akzeptieren.

Redaktion05.10.262 Min.
Symbolbild: Gestaltung eines Onlineshops mit digitaler Assistenz
© OpenAI

Canvas: Shopify macht den Shop zur KI-Leinwand

Shopify bringt mit „Canvas“ eine Designoberfläche, die den gesamten Online-Shop auf einer Arbeitsfläche zeigt, berichtet Retail-News.de. Änderungen ließen sich dort direkt vornehmen oder per Chat an den KI-Agenten „Sidekick“ delegieren. Der greife auf die Theme-Dateien zu, ändere mehrere Templates zugleich und präsentiere das Ergebnis anhand von Screenshots, bevor der Händler es freigebe. Shopify rolle Canvas in den kommenden Tagen schrittweise aus, der alte Editor bleibe vorerst erhalten.

Redaktion05.10.262 Min.
Foto: Hand mit weißem Umschlag vor zugeklebtem Briefkastenschlitz in einer modernen Briefkastenanlage
© Black Forest Labs / Flux

Kein toter Briefkasten: Amazon verliert gegen Verbraucherschützer

Das Kammergericht Berlin hat Amazon untersagt, im Impressum eine E-Mail-Adresse anzugeben, über die keine Kommunikation möglich ist, und damit laut Pressemitteilung einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands stattgegeben. Wer dorthin schrieb, habe zeitweise nur eine Automatenantwort bekommen: Die Adresse akzeptiere keine eingehenden E-Mails. Ein Briefkasten mit zugeklebtem Schlitz also. Eine Adresse im Impressum müsse nach Auffassung des Gerichts eine schnelle Kontaktaufnahme ermöglichen.

Redaktion05.10.262 Min.
Foto: Hand wählt ein Produkt aus einem Lieferkarton mit Waren und grünen Blattsymbolen auf einem Küchentisch
© Black Forest Labs / Flux

Nachhaltigkeit verkauft sich

Amazons Nachhaltigkeitssiegel „Climate Pledge Friendly“ kurbelt die Verkäufe messbar an, schreibt Prof. Dr. Werner Reinartz, Direktor der IFH FÖRDERER und Marketingprofessor an der Universität zu Köln. Grundlage sei eine Studie von Davide Proserpio auf Basis von echte Verkaufsdaten statt Umfragen. In Europa wachse der Umsatz nach Aufnahme ins Programm um 15,5 Prozent, in den USA um 12,5 Prozent. Oft schiebe der Händler allerdings Werbung und Aktionen nach. Wer das nicht herausrechne, überschätze den Labeleffekt um 19 bis 27 Prozent. Am meisten bringe das Siegel zuvor weniger beachteten Produkten sowie Verbrauchsgütern wie Lebensmitteln.

Redaktion02.10.263 Min.
Foto: Mann schließt eine gläserne Ladentür auf, innen stehen Kartons und eine gerollte Matte.
© Black Forest Labs / Flux

3,5 Mio. neue Unternehmen in der EU

Im Jahr 2024 sind in der EU 3,5 Mio. Unternehmen gegründet worden, während nur 3,1 Mio. vom Markt verschwunden sind, meldet Eurostat.eu. In 19 von 27 Ländern überwogen die Gründungen. Deutschland zählt zu den acht Ausnahmen: Dort schlossen mehr Firmen, als neu öffneten. Beim Gründungstempo landen Österreich (6,3 Prozent) und Deutschland (7,8 Prozent) auf den letzten Plätzen; der EU-Schnitt liegt bei 10,4 Prozent. Dafür ist die Schließungsrate in Österreich mit 5,3 Prozent eine der niedrigsten der EU.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Hände mit Gamecontroller neben Smartphone, Spielhüllen und Kaffeetasse auf einem Küchentisch
© Black Forest Labs / Flux

Otto steigt in digitale Ware ein

Otto verkauft über Online-Shop und App künftig digitale Nintendo-Spiele, berichtet Retail-News.de. Beim Widerrufsrecht gehe der Händler einen eigenen Weg: Der Käufer müsse beim Kauf nicht darauf verzichten, sondern entscheide selbst, ob er den Code im Kundenkonto sofort freischalte. Andernfalls erhalte er ihn erst nach Ablauf der Widerrufsfrist, bis dahin bleibe dafür eine Stornierung möglich. Die neue Infrastruktur solle später auch Softwarelizenzen, Guthabenkarten, Gutscheine und E-Books ausliefern. Einen Zeitplan nenne Otto bislang nicht.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Person tippt am Laptop neben Bankkarte und Kassenbons auf einem Küchentisch.
© Black Forest Labs / Flux

BGH kippt Preiserhöhung bei Amazon Prime

Der Bundesgerichtshof hat Amazons Prime-Preiserhöhung vom September 2022 für unwirksam erklärt, berichtet Tagesschau.de. Damals stieg die Monatsgebühr ohne Zustimmung der Kunden von 7,99 auf 8,99 Euro. Das sei rechtswidrig gewesen, weil Amazon nicht verständlich erklärt habe, wie Kunde auf die Preiserhöhung reagieren könnten. Wer betroffen sei, könne sein Geld zurückfordern. Entweder auf eigene Faust oder über eine Sammelklage der Verbraucherzentrale NRW.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Person faltet Jeanskleidung in einen Karton, daneben liegen Paketband und weitere gebrauchte Kleidung.
© Black Forest Labs / Flux

Schweizer Second-Hand-Markt bleibt Heimspiel

Das Angebot an Second-Hand-Plattformen in der Schweiz wächst, und die Neuzugänge bleiben weiter Schweizer Gewächse, zeigt eine Marktübersicht von Carpathia.ch. Vinted sei inzwischen auch in den USA und Australien aktiv, fehle in der Schweiz aber weiterhin. Depop gehöre seit Juli für rund 1,2 Mrd. Dollar zu Ebay. Die Plattform wickle zwar Käufe Schweizer Kunden ab, verzichte aber auf die beliebte Schweizer Bezahl-App Twint und auf automatisierte Versandlabels. Neue Marktteilnehmer dieses Jahr seien Cyclon Resale, Circlin und Merka.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Mann entnimmt ein Paket aus einem offenen Fach einer Paketstation an einer Wohnstraße.
© Black Forest Labs / Flux

DeinFach geht in Myflexbox auf

DeinFach, eine Tochter der Deutschen Post, bündelt ihre anbieteroffenen Paketautomaten mit denen von Myflexbox; gemeinsam tritt man künftig unter dem Namen Myflexbox auf, meldet DHL.de. Das Netz aus Packstationen, Poststationen und DeinFach-Automaten erhalte damit Zuwachs durch rund 3.000 Myflexbox-Stationen in Deutschland und Österreich. Bis 2030 solle das Automatennetz in Deutschland auf rund 50.000 Stationen wachsen; mindestens die Hälfte davon unter Myflexbox-Flagge.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Produzent prüft Käse und Öl auf einem Packtisch neben einem geöffneten Laptop.
© Black Forest Labs / Flux

Temu lässt Produzenten Nachahmer melden

Temu hat in seinem Markenregister-Portal eine eigene Kategorie für geschützte geografische Angaben eingerichtet, berichtet Channelx.world. Sie betrifft Produkte, deren Qualität oder Ruf an ihre Herkunft gebunden ist. Wer Rechte an einer solchen Bezeichnung hält, könne in allen Märkten mutmaßliche Verstöße direkt melden; Temu prüfe die Hinweise anschließend umgehend. Die Neuerung gehe auf mehr als 100 Treffen mit Verbänden, Kammern und Start-up-Netzwerken in Europa zurück.

Redaktion02.10.262 Min.
Foto: Person wiegt ein Paket auf einer Waage in einem kleinen Lagerraum mit Kartons und Versandunterlagen.
© Black Forest Labs / Flux

Zollpauschale trifft kleine Shops härter als Plattformen

Die neue Zollpauschale für Pakete aus Drittstaaten belastet kleine Online-Händler stärker als große Plattformen, kommentiert Haendlerbund.de. Seit dem 1. Juli ersetze eine Abgabe von drei Euro je Warenart die 150-Euro-Freigrenze, ab November komme eine Bearbeitungsgebühr hinzu. Eine Plattform bündle Sendungen und lagere Ware in der EU, ein kleiner Shop müsse dagegen entweder die Preise anheben, Marge opfern oder das Sortiment ausdünnen. Der Händlerbund fordere daher wirksame Plattformkontrolle, konsequente Rechtsdurchsetzung und einfachere Zollverfahren für KMU.

Redaktion02.10.263 Min.
Foto: Hände messen einen Karton neben Laptop und Barcode-Etiketten in einem Lagerarbeitsplatz.
© Black Forest Labs / Flux

KI-Feed-Check: Drei Viertel schlecht vorbereitet

Mehr als drei Viertel von 9.689 Händlern bleiben in einem KI-Feed-Check unter 60 von 100 Punkten, zitiert Channelx.world eine Auswertung von Channable. Das Werkzeug prüfe, ob Produktfeeds die Attribute enthalten, die Googles AI Mode und Gemini auswerten können. Ein Wert unter 60 stehe für fehlende, lückenhafte oder widersprüchliche Angaben. Nicht einmal ein Prozent erreiche die 80-Punkte-Marke, wo die volle KI-Tauglichkeit erst beginne.

Redaktion02.10.263 Min.

Trending Morning Briefing

Mehr Morning Briefings

Jetzt reinhören

Alle Podcasts

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.