Logistik

Frau mit Einkaufskorb prüft einen roten Apfel in der Obst- und Gemüseabteilung eines Supermarkts.
© Black Forest Labs / Flux

Lebensmittelkäufer meiden den Online-Shop

Beim Lebensmittelkauf bleibt das Regal vor Ort die erste Adresse: 71 Prozent der Verbraucher haben binnen sechs Monaten keinen Online-Lebensmitteldienst genutzt, zitiert Retail-News.de den „Trend Check Handel Vol. 17“ des ECC Köln. 54 Prozent der Abstinenzler wollten Frisches vorher befühlen, 67 Prozent störten sich an Liefergebühren. Online wanderten vor allem Haltbares (69 Prozent) und schwere Getränkekisten in den Korb. Nur 17 Prozent könnten sich einen Wechsel zu Online-Angeboten vorstellen, unter den Jüngeren 29 Prozent. Bei einer Gratislieferung ohne Mindestbestellwert aber könnten 47 Prozent doch noch schwach werden.

etailment04.09.263 Min.
Zusteller lädt Pakete in unbeschriftete Lieferwagen-Flotte im Depot bei Sonnenaufgang
© Black Forest Labs / Flux

USA: Amazon will neun von zehn Paketen selbst zustellen

Amazon will bis 2029 fast neun von zehn US-Paketen selbst zustellen, berichtet Businessinsider.com unter Berufung auf ein internes Planungsdokument. Der Anteil des eigenen Netzes klettere von 86,3 Prozent in diesem Jahr auf 88,7 Prozent – schneller als in früheren Planungen. Das Eigenvolumen wachse auf 15,8 Mrd. Pakete. Fremde Zusteller verharrten bei rund zwei Mrd.: Der Anteil der Post USPS falle auf acht Prozent, der von UPS auf 1,4 Prozent.

etailment04.09.263 Min.
Mitarbeiter packt Bestellung in engem Dark Store – Symbol für Indiens wachsenden Quick-Commerce
© Black Forest Labs / Flux

Indiens Quick-Commerce wächst schneller als der Profit

Indiens Online-Handel wächst bis 2030 auf 345 Mrd. Dollar, berichtet Whalesbook.com. Nach der Prognose des Analysehauses Infisum lege der Markt von 125 Mrd. Dollar 2024 um jährlich 18,4 Prozent zu. Fast die Hälfte des Zuwachses entfalle auf Sofortlieferdienste; deren Netz kleiner Stadtteillager werde von 2.525 auf 7.500 wachsen. Die Nachfrage ziehe vor allem in kleineren Städten jenseits der Metropolen an, die ausgabenstärkste Gruppe bleibe die Generation Z. Profitabel arbeite bislang kaum ein Anbieter: Der Ausbau der Logistik verschlinge bislang noch die Gewinne.

etailment03.09.262 Min.
Logistikmitarbeiter sortiert unterschiedlich große Pakete im modernen Fulfillment-Center
© Black Forest Labs / Flux

Österreicher bestellen häufig, Schweizer zahlen am besten

Im E-Commerce Mitteleuropas bestellt niemand häufiger als die Österreicher: 12,6 Online-Bestellungen pro Käufer und Jahr, zitiert Retail-News.de eine ECDB-Studie. Deutschland erreiche mit 12,4 die Silbermedaille, Griechenland mit 12,3 erhalte Bronze. Allerdings kauften in Griechenland knapp sieben Mio. Menschen online und füllten den Warenkorb im Schnitt auf 83 Euro, während in Deutschland 62,5 Mio. bei jeder Bestellung 120 Euro ausgäben. 214 Euro würde hingegen der Durchschnitts-Schweizer für seine 9,7 jährlichen Bestellungen berappen. Die Bilanz: Bestellhäufigkeit, Marktgröße und Warenkorbwert korrelieren nicht.

etailment03.09.263 Min.
Mitarbeiter packt Online-Bestellung in Sam's Club Fulfillment-Center in China
© Black Forest Labs / Flux

Sam’s Club hat 10,7 Mio. Mitglieder in China

Sam’s Club beschleunigt seine Expansion in China, berichtet Scmp.com. Der Walmart-Ableger zähle im Juni 10,7 Mio. zahlende Mitglieder und habe am Montag seine sechste Pekinger Filiale eröffnet. Allein in diesem Jahr sollen noch 13 weitere Läden folgen, womit das Netz auf 76 Filialen wachse. Das Online-Geschäft sei laut Unternehmen einer der Haupttreiber für das Wachstum des auf Mitgliedschaft basierenden Großhändlers in China.

Björn Böer03.09.262 Min.
Lieferfahrer übergibt Ersatzteile direkt an Mechaniker in moderner Kfz-Werkstatt
© Black Forest Labs / Flux

Kfzteile24 wächst im Werkstattgeschäft um 60 Prozent

Der Gewerbekundenservice „Businessplus“ von Kfzteile24 ist in den ersten acht Monaten des Jahres um mehr als 60 Prozent gewachsen, berichtet Reifenpresse.de. Der Service beliefere rund 5.000 Werkstätten und gewerbliche Betriebe direkt und sei mit Zuwächsen von jährlich über 50 Prozent, schon lange profitabel. Den Grund sehe Kfzteile24 in der Mischung aus schneller Lieferung und Betreuung vor Ort: Werkstätten erwarteten Bestellmöglichkeiten rund um die Uhr sowie transparente Preise.

Björn Böer03.09.262 Min.
Modernes Großraumbüro mit teils leeren Schreibtischen symbolisiert Ubers Stellenabbau und Team-Konzentration
© Black Forest Labs / Flux

Uber kappt zehn Prozent der Belegschaft

Uber streicht rund 3.300 Stellen und damit etwa zehn Prozent der Belegschaft, berichtet Reuters.com. Der Konzern dünne seine Hierarchien aus: Die Zahl der Beschäftigten sieben oder mehr Ebenen unter dem Konzernchef solle um 20 Prozent sinken, die der Kleinstteams mit nur einem oder zwei Mitarbeitern fast um die Hälfte. Künftig bündele Uber die Teams in New York und San Francisco, die meisten Remote-Kräfte müssten umziehen. Ganz ortsunabhängig arbeiten solle nur noch rund ein Prozent.

Björn Böer03.09.262 Min.
Mitarbeiterin scannt Kleinsendungen, im Hintergrund gestapelte Frachtcontainer im Lager
© Black Forest Labs / Flux

Neue Zölle wirken an der Grenze, aber nicht im Handel

Der französische Zoll meldet 30 bis 40 Prozent weniger Billigpakete seit der Einführung des EU-Pauschalzolls auf Kleinsendungen, berichtet Händlerbund.de. Deutsche Online-Händler würden davon allerdings bislang wenig bemerken. Im Sellerforum vermuten mehrere, Temu, Shein und Co. bündelten ihre Ware inzwischen schlicht in Sammelcontainern und schickten sie per Bahn oder Schiff in EU-Lager. Andere fürchten, die neue Gebühr, die pro Warengruppe greift, treffe vor allem kleine heimische Importeure.

etailment02.09.263 Min.
Fast leeres Förderband im Fulfillment-Center symbolisiert sinkende Online-Handelsumsätze
© Black Forest Labs / Flux

Online-Handel verliert 5,6 Prozent Umsatz

Der deutsche Einzelhandel hat im Juli real 3,4 Prozent weniger umgesetzt als im Juni, meldet das Statistische Bundesamt. Den Juni korrigierte die Behörde nachträglich nach oben, auf ein Nullwachstum. Zum Vorjahresmonat fehlen im Juli 2,5 Prozent. Den Internet- und Versandhandel hat es überraschend schlimm erwischt: 5,6 Prozent weniger Umsatz als im Vormonat. Am tiefsten aber traf es die Tankstellen: minus 9,1 Prozent nach dem Auslaufen des Tankrabatts. Lebensmittel hielten sich mit minus 0,8 Prozent vergleichsweise tapfer.

etailment02.09.263 Min.
Lieferfahrer auf E-Scootern warten an Kreuzung in chinesischer Großstadt
© Black Forest Labs / Flux

Meituan kehrt in die schwarzen Zahlen zurück

Die chinesische Lieferplattform Meituan ist in die Gewinnzone zurückgekehrt, meldet Insideretail.asia. Der Umsatz im Quartal bis Ende Juni sei um 14,4 Prozent auf umgerechnet 13,6 Mrd. Euro gestiegen und habe die Analystenerwartungen übertroffen. Unter dem Strich blieben bereinigt 280 Mio. Euro, nach einem Verlust von 650 Mio. Euro im Vorquartal. Der Preiskrieg im chinesischen Quick-Commerce kühle sich ab, nachdem Chinas Regulierer Meituan, Taobao und JD.com wiederholt gerügt hatten.

Björn Böer01.09.262 Min.
Logistikmitarbeiter sortiert internationale Kleinsendungen am Förderband im Verteilzentrum
© Black Forest Labs / Flux

Österreichs Paketsteuer: 7,40 Euro Aufschlag

Österreich erhebt ab 1. Oktober eine Paketsteuer von bis zu 2,40 Euro je Sendung, berichtet Ad-Hoc-News.de. Dazu kommen die EU-Einfuhrgebühr von drei Euro, seit 1. Juli fällig für Kleinsendungen bis 150 Euro Warenwert, und ab 1. November eine Bearbeitungsgebühr von zwei Euro, was in der Summe 7,40 Euro ausmache. Seit der Einführung der EU-Gebühr habe der französische Zoll 30 bis 40 Prozent weniger Kleinsendungen gezählt, bei Temu und Aliexpress habe sich das Volumen sogar halbiert.

etailment01.09.262 Min.
Mitarbeiter im Verteilzentrum vor Regal mit leeren Lücken zwischen Warenkisten
© Black Forest Labs / Flux

Lücken im Migros-Online-Shop

Im Migros-Online-Shop fehlen seit Wochen Produkte wie Eier, Tampons und WC-Papier, berichtet 20min.ch. Die Migros habe ihr Sortiment gezielt ausgedünnt: Schuld sei das Ende Mai eröffnete Verteilzentrum in Regensdorf bei Zürich, das die Standorte Pratteln und Bremgarten ablöse. Man fahre die Prozesse kontrolliert hoch, weswegen einzelne Artikel deshalb zeitweise vergriffen sein könnten. Auf die Bestellzahlen schlage das nicht durch; dank zusätzlicher Liefertermine am Folgetag wachse das Geschäft sogar.

etailment31.08.263 Min.

Trending Morning Briefing

Mehr Morning Briefings

Alles, was heute zählt — jeden Morgen in Ihrem Postfach.

Das Morning Briefing kuratiert die wichtigsten News aus E-Commerce und Handel. Kompakt, einordnend, werktäglich ab 7 Uhr.

10.800+ Entscheider lesen das Morning Briefing · ≈ 50 % Öffnungsrate

  • Werktäglich ab 7 Uhr
  • Jederzeit abbestellbar

Mit der Anmeldung stimmen Sie unserer Datenschutzerklärung zu. Abmeldung jederzeit möglich.