Teil 1: Stablecoins – wo der Markt Ende August 2026 wirklich steht

Teil 1: Stablecoins – wo der Markt Ende August 2026 wirklich steht

Revolut hat mit EURR seinen Euro-Stablecoin gestartet, ein Bankenkonsortium aus 37 Häusern steht in den Startlöchern, und der digitale Euro rückt näher. Gleichzeitig ist der gesamte regulierte Euro-Stablecoin-Markt kleiner als der Jahresumsatz eines mittelgroßen Onlinehändlers. Teil 1 dieser Standortbestimmung sortiert Zahlen, Anbieter und Regulierung.

David Wöllenstein6 Min.

Aktuelle Beiträge

Samstag, 29. August 2026
Leere Lagerregale symbolisieren steigende Großinsolvenzen im Handel
© Black Forest Labs / Flux

105 Großinsolvenzen im Quartal

Die Zahl der Großinsolvenzen verharrt auf hohem Niveau, meldet Haendlerbund.de. 105 Unternehmen mit mehr als zehn Mio. Euro Umsatz stellten im zweiten Quartal einen Insolvenzantrag. Das seien knapp zwölf Prozent mehr als ein Jahr zuvor und 40 Prozent über dem Fünfjahresschnitt von 75 Verfahren. Der Schwerpunkt wandere nach oben: Bei Firmen jenseits der 100-Mio.-Marke kletterten die Verfahren von sieben auf zwölf. Die Welle nähere sich aber ihrem Höhepunkt; Krisen würden erst mit Verspätung auf die Insolvenzen durchschlagen.

Thomas Rehm28.08.263 Min.
Mitarbeiter packt Planer und Vitamine im Fulfillment-Center für Vorbestellungen im September
© Black Forest Labs / Flux

September ist der neue Januar

Die guten Vorsätze für das nächste Jahr werden mittlerweile schon im September geschmiedet, meldet der Lieferdienst Wolt. Die Suche nach „Planer“ sei um 90 Prozent nach oben geschnellt und so hätten folgerichtig auch die Vorbestellungen um 31 Prozent zugenommen. Der Warenkorbwert wäre 5,5 Prozent gewachsen, denn wer plane. denke auch größer. Andere Indizien: Vitamine und Nahrungsergänzung plus 31 Prozent, Sportnahrung plus 21 Prozent und die Schreibwaren, die sich zu Bestsellern mauserten: Kopierpapier, Dokumentenhüllen, Permanentmarker.

Björn Böer28.08.262 Min.
Entwicklerteam programmiert im Büro eigene KI-gestützte Software-Lösungen
© Black Forest Labs / Flux

Vertrauen der Unternehmen in KI wächst

Das Vertrauen der Unternehmen in KI wächst, aber vielleicht schneller als der Ertrag, zitiert Heise.de eine McKinsey-Studie. 37 Prozent der Befragten würden einen „gewissen Effekt“ auf den operativen Gewinn ausmachen. Das seien aber nur genauso viele wie im Vorjahr. Die Rendite zeige sich möglicherweise anderswo: Fast ein Drittel habe auf den Kauf von Software verzichtet und benötigte Funktionen mit agentischen Coding-Tools intern nachgebaut. 60 Prozent wollten mehr Geld in KI investieren, 20 Prozent wegen der Kosten lieber auf die Bremse treten.

David Wöllenstein28.08.263 Min.
Zwei Mitarbeitende packen gemeinsam Pakete in modernem Lager, Symbolbild für Händlerwachstum
© Black Forest Labs / Flux

Temu befragt seine Händler und findet Erfolge

Die Hälfte der europäischen Temu-Händlern hat seit dem Einstieg seine Kapazitäten ausgebaut, Personal eingestellt oder aber beides, berichtet Channelx.world. Ein Drittel sei zudem in neue Auslandsmärkte vorgestoßen. Rund zwei Drittel hoben die persönliche Betreuung durch die Plattform hervor, gut ein Drittel die Kostenstruktur. Erhoben habe die Zahlen allerdings Temu selbst. Das Unternehmen befragte dazu im Juni und Juli 150 eigene Händler in Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien, Polen und Großbritannien.

Thomas Rehm28.08.263 Min.
Besucher beobachten Händler beim Live-Commerce-Streaming auf der Ebay Open 2026
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Ebay lädt Händler zum Livestream-Unterricht

Ebay bittet laut Pressemitteilung am 15. Oktober zur „Ebay Open 2026“ in die Uber Eats Music Hall nach Berlin. Im Zentrum des Händlertreffens stehe Live Commerce: Vorträge, ein Panel und ein Studio, in dem Besucher den Streamern über die Schulter schauen. Dazu kämen Vertiefungskurse zu internationalem Handel, KI, Advertising, Logistik und EU-Regeln. Das Ticket koste 49 Euro netto, nach der Teilnahme winke ein 100-Euro-Werbeguthaben.

Thomas Rehm28.08.263 Min.
Einzelner Mitarbeiter in modernem, schlank besetztem Logistikzentrum symbolisiert Stellenabbau im Handel
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Weniger Stellenabbau = immer noch Abbau

Deutschlands Unternehmen wollen weniger Stellen streichen, meldet das Ifo-Institut. Das Beschäftigungsbarometer kletterte im August mit 94,8 Punkten auf den höchsten Stand seit Mai 2025. Unterm Strich würden aber trotzdem noch Arbeitsplätze wegfallen. Im Handel habe sich die Stimmung zwar aufgehellt, doch sowohl Groß- als auch Einzelhandel planten weiterhin mit weniger Stellen.

David Wöllenstein28.08.263 Min.
Mehrere Lieferdienst-Kuriere beladen morgens gleichzeitig ihre E-Bikes mit Essenslieferungen
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Delivery Hero wächst schneller als geplant

Delivery Hero hebt nach einem starken zweiten Quartal die Jahresprognose an, berichtet Wiwo.de. Der Berliner Essenslieferdienst peile 2026 beim Bruttowarenwert neun bis elf Prozent Wachstum an statt acht bis zehn, das bereinigte Ebitda solle 960 Mio. bis eine Mrd. Euro erreichen. Im zweiten Quartal kletterte der Warenwert um 11,3 Prozent auf 13,2 Mrd. Euro, der Umsatz um 17,7 Prozent auf vier Mrd. Euro. Die 13 Mrd. Euro schwere Übernahme durch Uber soll in der zweiten Jahreshälfte 2027 folgen.

Thomas Rehm28.08.262 Min.
Kundin betrachtet nachdenklich Produkt im modernen Store, Sinnbild für steigendes Konsumklima
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Konsumklima springt an

Das Konsumklima in Deutschland klettert im September voraussichtlich um 2,8 auf minus 26,6 Punkte, meldet NielsenIQ.com. Die Verbraucher hofften auf mehr Lohn, der Index der Einkommenserwartung sei auf 1,7 Punkte gesprungen und damit auf den besten Stand seit einem halben Jahr. Die Konjunkturerwartungen würden zum vierten Mal in Folge zulegen, auf minus 3,9 Punkte. Die Anschaffungsneigung dagegen verharre bei minus 9,8 Punkten, wo sie seit rund vier Jahren klebt; auch die Sparneigung bewege sich kaum.

David Wöllenstein28.08.262 Min.
3D-Illustration: KI-Module docken an stabile Software-Plattform an
© Black Forest Labs / Flux

Salesforce gegen die SaaSpocalypse

Salesforce hebt, wegen der Nachfrage nach neuen KI-Werkzeugen, seine Jahresprognose an, berichtet Manager-Magazin.de. Im abgelaufenen Quartal setzte das Unternehmen 11,35 Mrd. Dollar um und traf damit das obere Ende der eigenen Vorhersage. Das Ergebnis stehe im Widerspruch zu Befürchtung, dass sich Unternehmen künftig Buchhaltung oder Lagerverwaltung von KI, wie Anthropics Claude Code, programmieren lassen könnten. Salesforce habe das Start-up „Fin“ übernommen, zu dessen Kunden wiederum Anthropic zähle.

David Wöllenstein28.08.262 Min.
Junge Menschen verfolgen gebannt ein gestreamtes Sportereignis im modernen Wohnzimmer
© Black Forest Labs / Flux

Europas Abos: Filme, Serien, Sport

Filme, Serie, Sport – dafür zücken 32,7 Prozent von Europas Streamingkunden am ehesten die Karte, meldet Eurostat. Musik folge mit 23,0 Prozent. Digitale Presse (7,2 Prozent) und Gaming-Streams (6,1 Prozent) blieben eher in der Nische. Zwischen den Mitgliedsstaaten klaffe eine Lücke: In Irland (63,9 Prozent) und Dänemark (61,1 Prozent) abonniere eine deutliche Mehrheit der Internetnutzer, in Bulgarien hingegen nur 9,3 Prozent.

Thomas Rehm28.08.262 Min.
Mitarbeitende verpacken Pakete in modernem Fulfillment-Zentrum in der Steiermark
© Black Forest Labs / Flux

Österreich schrumpft, Niceshops wächst

Niceshops hat im ersten Halbjahr 97,3 Mio. Euro umgesetzt, berichtet ORF.at. 2026 wären es, im ganzen Jahr, 169 Mio. Euro gewesen. Der österreichische Handel sei in den ersten beiden Quartalen inflationsbereinigt um 0,7 Prozent geschrumpft. Das steirische Unternehmen habe für diesen Erfolg Personal abgebaut, aber beschäftige heute mehr als 400 Mitarbeiter in Saaz, Graz und Wien. Für das Gesamtjahr erwarte Niceshops einen neuen Umsatzrekord und wolle im kommenden Jahr in zwei weitere Länder expandieren. Hauptmärkte seien im Moment Hauptmärkte Österreich, Deutschland, Schweiz und Ungarn.

Björn Böer28.08.262 Min.

Gerade angesagt

Alle ansehen
Mitarbeiterin verpackt Produkt sorgfältig in nachhaltiger Verpackung im modernen Fulfillment-Center
© Black Forest Labs / Flux

Verpackungsverordnung PPWR: Für kleine Onlinehändler endet das Cross-Border-Geschäft

Seit dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Sie soll Verpackungsmüll senken und die bislang zersplitterten nationalen Vorschriften durch ein einheitliches Regelwerk ersetzen. In der Praxis berichten Händlerverbände und einzelne Shopbetreiber jedoch von neuen Dokumentations- und Registrierungspflichten – mit der Folge, dass manche kleine Händler den Versand ins EU-Ausland einstellen.

David Wöllenstein12.08.267 Min.

Top der letzten Woche

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Weitere Beiträge

Mitarbeiter prüft zurückgesendetes Smartphone im Lager für Amazons Second-Chance-Programm
© Black Forest Labs / Flux

Zweite Runde für Amazons Retouren

Amazon wiederholt vom 1. bis 10. September die „Second Chance Deal Days“, meldet Retail-News.de. Zehntausende retournierte und generalüberholte Artikel, vom Smartphone bis zum Heimwerkerbedarf, gebe es dann bis zu 50 Prozent unter der Preisempfehlung vergleichbarer Neuware. Das europäische Gebrauchtgeschäft des Konzerns habe 2025 erstmals zwei Mrd. Euro Umsatz überschritten.

Björn Böer28.08.263 Min.
IT-Sicherheitsteam untersucht nachts verdächtige digitale Aktivität in einem Unternehmens-Kontrollraum
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Geheimdienste spähen deutsche Firmen aus

Es sind zunehmend ausländische Geheimdienste, die deutsche Unternehmen digital ausspähen, so eine Studie des Bitkom. 37 Prozent der von Datendiebstahl, Spionage oder Sabotage betroffenen Firmen ordneten binnen zwölf Monaten mindestens einen Angriff einem fremden Nachrichtendienst zu. 2023 waren es nur sieben Prozent. Die Spur führe vor allem nach China und Russland, neuerdings auch in den Iran. Auffällig sei der Zeitpunkt: Nur noch 67 Prozent der Unternehmen könnten einen Angriff sicher belegen, nach 87 Prozent im Vorjahr.

Björn Böer27.08.263 Min.
Frau öffnet zuhause ein bestelltes Paket, Symbolbild für Newsletter-Marketing im Handel
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Newsletter bleiben wichtiges Marketing-Instrument

Zwei Drittel der Deutschen haben schon direkt aus einem Newsletter bestellt, in Österreich und der Schweiz sind es je 71 Prozent, so eine Studie von United Internet Media. 79 Prozent hätten mindestens ein Abo, meist bei einem Online-Shop. Am wichtigsten sei den Abonnenten: Neue Angebote oder exklusive Aktionen (79 Prozent), spezielle Rabatte (55 Prozent) und regelmäßige Neuigkeiten. Geschätzt würden Mailings mit wenig Text (82 Prozent) und einem einheitlichen, wiedererkennbaren Design (81 Prozent).

Thomas Rehm27.08.263 Min.
3D-Illustration: Euro-Münze verwandelt sich in digitalen Stablecoin-Token zwischen zwei Instituten
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Revolut startet Euro-Stablecoin

Revolut legt mit EURR einen eigenen Euro-Stablecoin auf, berichtet Boersen-Zeitung.de. Als Emittent tritt die Neobank nicht auf, diese Rolle übernehme die Stripe-Tochter Bridge, die dafür Infrastruktur und Lizenzen vorhalte. Die Absicht habe Revolut Anfang August angekündigt, nun stehe das Setup. In Großbritannien sei das Unternehmen in der ersten Testrunde der FCA für einen Pfund-Stablecoin dabei.

David Wöllenstein27.08.262 Min.
Führungskraft nutzt KI oben selbstverständlich, Mitarbeiterin unten zögert am geschlossenen Laptop
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KI im Büro: oben Vollgas, unten Handbremse

Britische Chefs füttern KI-Werkzeuge deutlich freizügiger mit Firmendokumenten als ihre Angestellten, berichtet Techradar.com. Knapp 75 Prozent der Führungskräfte reichten Arbeitsunterlagen an KI-Tools weiter, etwa für Marketing, Übersetzung und Datenanalyse. Bei Mitarbeitern ohne Führungsverantwortung seien es nur 20 Prozent, allerdings mieden 59 Prozent die Technologie komplett. Die größten Sorgen: Fehler der KI-Antworten (20 Prozent), mangelnde Schulung oder klare Vorgaben (19 Prozent) sowie Datensicherheit und Datenschutz (20 Prozent).

David Wöllenstein27.08.262 Min.
Fulfillment-Mitarbeiter verpackt Trachtenkleid neben Schuhkartons als Symbol für Bonprix-Deichmann-Kooperation
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Bonprix verkauft Trachten bei Deichmann

Seit Mai verkauft Bonprix laut Pressemitteilung Damenmode im Online-Shop von Deichmann, seit August eine Trachten-Kapselkollektion, im September folgt die nächste Damenkollektion. Für Bonprix sei Deichmann neben About You der zweite digitale Vertriebskanal außerhalb der Otto-Group; weitere Partner oder Marktplatzanbindungen würden fortlaufend geprüft. Deichmann wiederum könne so sein Fashion-Angebot ausbauen.

Thomas Rehm27.08.263 Min.
Kundin bezahlt per Smartphone-App an europäischem Marktstand, Symbolbild für Wero und digitalen Euro
© Black Forest Labs / Flux

Digitaler Euro soll bei Wero einziehen

Die Bundesbank will den digitalen Euro als Funktion in die europäische Bezahl-App Wero einbauen, berichtet Cashys Blog. Vorstand Lutz Lienenkämper werbe dafür, parallele Insellösungen zu vermeiden und so die europäische Unabhängigkeit im Zahlungsverkehr zu stärken. Wero zähle in Deutschland, Frankreich und Belgien momentan rund 57 Mio. registrierte Nutzer; Österreich, die Niederlande und Luxemburg sollen bald folgen. Den Start des digitalen Euro peile die EZB für 2029 an.

David Wöllenstein27.08.262 Min.
Kurier legt Paket in Abholstation vor schwedischem Wohnhaus als Symbol für wachsenden Online-Handel
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Schweden kaufen immer mehr Tabak online

Eine der am schnellsten wachsenden Kategorien im schwedischen Online-Handel sind Nikotin- und Tabakprodukte, zitiert Tradingview.com den E-Handelsindikator des schwedischen Handelsverbands. Im zweiten Quartal legte die KategorieTabak um 19 Prozent zu, von Januar bis Juli um acht Prozent. Zum Vergleich: Der gesamte E-Commerce wuchs im ersten Halbjahr nur um fünf Prozent. Im Juli habe der Gesamtmarkt umgerechnet rund 1,34 Mrd. Euro erreicht, neun Prozent mehr; dafür sei er im Juni vier Prozent zurückgefallen.

Björn Böer27.08.263 Min.
Fast leerer Frachtraum eines Flugzeugs symbolisiert den Einbruch der China-Fracht nach Europa
© Black Forest Labs / Flux

China-Fracht um 28 Prozent eingebrochen

Die Frachtkapazität von China nach Europa liegt konstant 28 Prozent unter dem Niveau vom Juni, dem letzten Monat vor der EU-Abgabe auf Kleinsendungen aus Drittstaaten, berichtet Aircargonews.com. Die E-Commerce-Importe nach Europa sackten im Juli um 24 Prozent ab. Am härtesten treffe es die großen Drehkreuze für Pakete: Madrid minus 78 Prozent, Budapest minus 58, Lüttich minus 35. Auf chinesischer Seite breche Ürümqi um 72 Prozent ein, Hongkong um 28.

Thomas Rehm27.08.263 Min.
Arbeiter sortiert Kleinpakete am Fließband als Sinnbild für Temus schrumpfende Margen
© Black Forest Labs / Flux

PDD Holdings Gewinn bricht 12 Prozent ein

Temu-Mutter PDD Holdings konnte zwar den Quartalsumsatz um acht Prozent auf umgerechnet 14,6 Mrd. Euro steigern, enttäuschte damit aber trotzdem die Analysten, berichtet Thestandard.com.hk. Noch enttäuschender habe sich der Nettogewinn entwickelt, der um zwölf Prozent auf 3,5 Mrd. Euro schmolz. Der nichtendenwollende Rabattkrieg mit Taobao, JD.com und Douyin drücke die Margen, die Kauflaune der Chinesen bleibe flau. Im Ausland koste die Kombination aus US-Zöllen und EU-Gebühr auf Kleinpakete Temu genau das, was das Wachstum bislang trug: den Preisvorteil.

Björn Böer26.08.263 Min.
Kundin betrachtet Smart-Speaker und E-Reader im Elektronikfachhandel
© Black Forest Labs / Flux

Speicherkrise: Amazon verteuert seine Geräte

Amazon hebt die Preise für Kindle-, Fire-TV- und Echo-Geräte an, vielfach um 40 Prozent, berichtet T3N.de. Schuld sei die momentane Speicherkrise: Der KI-Boom benötige Chips in den neuen Rechenzentren, weswegen SSDs und RAM knapp und teuer seien. Auch Apple verlange für ein Macbook Air rund 200 Euro mehr als vor wenigen Monaten, ebenso hätten Samsung, Dell und Lenovo Erhöhungen angekündigt.

Björn Böer26.08.263 Min.
3D-Illustration: KI-Plattform steigt auf, Vertriebspartner bleiben zurück
© Black Forest Labs / Flux

Agentforce wächst an den Vertriebspartnern vorbei

Zwei Jahre nach dem Start bringt Salesforces KI-Agentenplattform Agentforce den Vertriebspartnern wenig ein, berichtet Techradar.com. Salesforce beziffere den wiederkehrenden Jahresumsatz zwar auf 1,2 Mrd. Dollar, doch ein unbezifferter Teil davon dürfte aus Pilotprojekten und Testphasen stammen. Laut einer Umfrage von TD Cowen erreichten nur 33 Prozent der Partner ihre Vertriebsziele, nach 43 Prozent im Vorquartal. Elf Prozent registrierten kaum Kundeninteresse, 56 Prozent rechneten damit erst später. Als Bremsen gälten unreife Produkte und Kundendaten, die für agentische KI nicht taugen.

Thomas Rehm26.08.262 Min.
Frau mittleren Alters spielt entspannt Videospiele im hellen, modernen Wohnzimmer
© Black Forest Labs / Flux

Schnellste E-Commerce-Sparte? Games!

Europäer werden für Computer- und Videospiele im Jahr 2035 89,9 Mrd. Dollar ausgeben, momentan wären es bereits 27,9 Mrd. Dollar, so eine Analyse von Ebanx. Das entspreche 13,9 Prozent Wachstum pro Jahr und schlage damit nicht nur jede andere E-Commerce-Sparte, sondern auch SaaS und soziale Medien. Weltweit lägen die Zahlen bei 633,8 Mrd. Dollar, bei einem CAGR von 13,3 Prozent. 62,9 Prozent des Schubs käme von Einkommensstarken, 55,6 Prozent von Spielern ab 45 Jahren.

David Wöllenstein26.08.263 Min.
Abstrakte 3D-Illustration: unhörbare Schallwelle als digitaler Fingerabdruck ohne Cookies
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Aliexpress: Audio statt Cookies

Aliexpress trackt Nutzer offenbar mit lautlosen Audiosignalen, berichtet ITMagazine.ch. Ein Code auf der Startseite lasse den Browser eine lautlose Tonwelle berechnen und messe, wie das Gerät des Nutzers ihn verarbeite. Derselbe Code greife auch Bildschirmmaße, Arbeitsspeicher, Browser-Plugins und Mausbewegungen ab: zusammen ein digitaler Fingerabdruck des Besuchers. Völlig ohne Cookies. Aufgefallen sei der Audio-Trick nur, weil ein Bluetooth-Kopfhörer bei geöffnetem Tab nicht mehr zwischen Rechner und Smartphone gewechselt hätte.

David Wöllenstein26.08.262 Min.
Logistikmitarbeiterin prüft Lieferungen an ruhigem Verladehof im Morgenlicht
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Geschäftsklima verbessert sich weiter

Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im August auf 88,8 Punkte, nach 86,7 im Juli. Auch die Händler bewerteten ihre laufenden Geschäfte besser, die Erwartungen setzten die Aufwärtsbewegung fort; im Großhandel kletterte die Stimmung deutlicher als im Einzelhandel. IT-Dienstleister zeigten sich ebenfalls optimistischer, nur in Transport und Logistik bleibe die Lage schwierig.

David Wöllenstein26.08.262 Min.
Kontaktlose Girocard-Zahlung an der Bäckereitheke symbolisiert steigende Nutzung bei kleinen Beträgen
© Black Forest Labs / Flux

Girocard: Mehr Nutzung, geringere Beträge

Die Girocard erreichte im ersten Halbjahr mit rund 4,21 Mrd. Transaktionen einen Höchstwert, berichtet Heise.de. Das seien vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz stieg von 150,7 Mrd. Euro auf 151,9 Mrd. Euro, der Durchschnittsbetrag sank auf 36,12 Euro, weil zunehmen auch bei Bäckerei und Kiosk bargeldlos gezahlt werde. Im Frühjahr sollen auch Zahlungen direkt in Händler-Apps möglich sein.

Björn Böer26.08.263 Min.
Abstrakte 3D-Illustration symbolisiert Prüfung einer Firmenübernahme durch US-Behörde
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Washington prüft Sheins Everlane-Kauf

Der US-Ausschuss Cfius prüft Sheins Kauf des amerikanischen Modehändlers Everlane, berichtet Scmp.com. Shein habe die Prüfung zwar selbst angestoßen, allerdings erst, nachdem der 80-Mio.-Dollar-Deal im Mai bereits durch war. Üblich ist der umgekehrte Weg. Im Mittelpunkt stehe, dass Everlane Personendaten von Amerikanern verwalte. Cfius (Committee on Foreign Investment in the US) kann Übernahmen freigeben, mit Auflagen belegen oder rückabwickeln. Shein habe seinen IPO ursprünglich in New York geplant, sei aber nach kritischen Reaktionen nach Hongkong ausgewichen.

Björn Böer26.08.262 Min.
Junge Frau öffnet in Phnom Penh ein Paket aus Online-Shopping bei Taobao
© Black Forest Labs / Flux

Junge Kambodschaner kaufen bei Taobao

Kambodschas Gen Z kauft am liebsten bei Taobao ein, zitiert Kiripost.com eine Umfrage von Prestige Alliance. Bei den 60 Prozent Online-Shoppern komme die Alibaba-Plattform Taobao mit 23,3 Prozent auf die meisten Stimmen, denn der Preis schlage die Lieferzeit. Den Hunger decke man mit Foodpanda und Grab ab, am meisten vertraut werde Aeon online und Amazon, für Second-Hand gäbe es Khmer24 und für die Mode Shein und Lazada. Doch die Vorlieben würden geprüft: 40,8 Prozent recherchierten vor einem Kauf selbst im Netz.

Thomas Rehm26.08.263 Min.
Frau nimmt morgens Paket von Kurier an der Wohnungstür entgegen
© Black Forest Labs / Flux

Jeder Vierte shoppt jede Woche online

25 Prozent der Deutschen shoppen mindestens einmal pro Woche online, zeigt der „Freizeit-Monitor 2026“ der Stiftung für Zukunftsfragen. Zum Schaufensterbummel oder ins Shopping-Center zieht es nur jeweils 17 Prozent. Auf Online-Plattformen stöbern oder verkaufen 18 Prozent, Lebensmittel ordern elf Prozent, Essen nach Hause liefern lassen sich zehn Prozent. Das Internet nutzen 97 Prozent jede Woche. Das ist Platz eins unter den beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Thomas Rehm26.08.262 Min.
Mitarbeiter packt Kleidungsstück in Versandbox im Zalando-Logistikzentrum
© Black Forest Labs / Flux

Zalando liefert für Marks & Spencer

Zalando baut sein Logistikgeschäft für Fremdmarken aus: Der Berliner Online-Händler übernimmt laut Handelsblatt.com künftig die Abwicklung der Online-Bestellungen des britischen Modehändlers Marks & Spencer in 22 europäischen Märkten, darunter Deutschland, Frankreich, die Niederlande und Spanien. M&S erhoffe sich davon schnellere Lieferungen und Retouren sowie eine Halbierung der Logistikkosten.

Björn Böer26.08.262 Min.
3D-Illustration: Ein einzelner Kaufbutton löst den klassischen Online-Checkout ab
© Black Forest Labs / Flux

Stripe: Checkout dank KI überflüssig

Schon eine einfache Form des agentenbasierten Handels reiche aus, um klassische Checkout-Seiten überflüssig zu machen, erwartet Stripe-Präsident Will Gaybrick laut Businessinsider.de. Künftig könne der Kaufen-Button auf Produktseiten genügen, den Checkout übernehme ab dann die KI. Stripe und Shopify würden diesen automatisierten Bestellabschluss bereits vorbereiten. Einer Umfrage von Stripe und Paypal zufolge wollen aber momentan viele Verbraucher der KI noch keine vollständige Kaufbefugnis geben.

David Wöllenstein25.08.262 Min.
Mitarbeiterin scannt Paket im Fulfillment-Center, Symbolbild für verschärfte Amazon-Prime-Lieferregeln
© Black Forest Labs / Flux

Amazon verschärft Prime-Versandregeln

Amazon verschärft ab dem 7. September die Lieferregeln für Prime-Produkte in Deutschland, meldet Haendlerbund.de. Eine Übergangsfrist gebe es nicht; betroffen seien Amazon Retail, FBA-Nutzer und Selbstversender. Künftig müssten 15 statt 10 Prozent der Bestellungen binnen eines Tages ankommen, 50 statt 45 Prozent binnen zwei Tagen; die 80-Prozent-Marke bei vier Tagen bleibe bestehen. Amazon rät Händlern, ihre Lieferperformance zu prüfen und anzupassen.

Björn Böer25.08.262 Min.
Zollinspektor prüft Versandpaket mit exotischer Pflanze am Logistikband
© Black Forest Labs / Flux

Online-Handel mit bedrohten Arten wächst

Der illegale Handel mit Wildtieren, Pflanzen und Pilzen über soziale Netzwerke und Online-Marktplätze hat globales Ausmaß erreicht, berichtet Berliner-Zeitung.de. Ein Team der Universität Helsinki zähle in einer neuen Studie Tausende betroffene Arten, viele davon bedroht – von Affen über Vögel und Schlangen bis hin zu Orchideen. Als Ursachen benannten die Autoren ein geringes Entdeckungsrisiko, schwache Regulierung und die Anonymität der Plattformen.

Thomas Rehm25.08.263 Min.
Einkäuferin prüft Produktmuster, im Hintergrund Frachtcontainer als Symbol für KI-gestützte Zollprüfung
© Black Forest Labs / Flux

Maersk schickt KI in den Zolldschungel

Der dänische Logistiker Maersk erweitert sein KI-Werkzeug für Zoll- und Handelsfragen, berichtet Retail-News.de. Das „Trade & Tariff Studio“ soll Unternehmen schon bei der Produktentwicklung oder beim Einkauf Hinweise auf Zolltarife, Wareneinstufungen und Vorschriften liefern. Neu seien KI-Vorschläge zur Tarifierung, Simulationen verschiedener Beschaffungsszenarien und die automatische Einstufung ganzer Produktkataloge. Bedienen lasse sie sich das Tool über ein Dialogfenster, das neben Text auch Produktbilder, technische Dokumente und Links auswerten könne.

David Wöllenstein25.08.262 Min.
Rideshare-Fahrer sitzt nachdenklich im Auto, Smartphone auf dem Armaturenbrett nach Kontosperre
© Black Forest Labs / Flux

Fahrersperren kosten Uber 825 Millionen

Die niederländische Datenschutzbehörde verhängt gegen Uber eine Strafe von 825 Mio. Euro, die bislang zweithöchste DSGVO-Strafe, berichtet Techcrunch.com. Grund seien automatisierte Software-Entscheidungen, die Fahrerkonten ohne ausreichende Vorwarnung oder menschliche Kontrolle deaktiviert hätten. Uber bestreite das: Sperren seien meist kurz, dauerhafte Deaktivierungen ohne Prüfung habe es nicht gegeben, außerdem könnten die Fahrer Widerspruch einlegen. Das Unternehmen kündige Berufung an.

Björn Böer25.08.263 Min.
Teilzeitkraft im Einzelhandel räumt Regale ein, Symbolbild zu Minijobs und Sozialreform
© Black Forest Labs / Flux

HDE drängt auf Tempo bei Reformen

Vor der zweitägigen Kabinettsklausur der Bundesregierung fordert der Handelsverband Deutschland laut Pressemitteilung eine schnelle Umsetzung der bereits vereinbarten Reformen. Die Abschaffung der Rente mit 63 sei überfällig, allerdings dürften bei den Sozialreformen nicht die Minijobs wegfallen, denn 800.000 Menschen im Einzelhandel arbeiteten als Minijobber. Bei der Einkommensteuer solle es für Personenunternehmen keine Mehrbelastung geben, außerdem müsse die Stromsteuer für alle Betriebe gesenkt werden.

Thomas Rehm25.08.262 Min.
Arbeiter sortieren internationale Paketflut in Frachtterminal am Flughafen
© Black Forest Labs / Flux

Der Süden Europas kauft chinesischer

52 Prozent der Verbraucher im Euroraum haben laut einer EZB-Umfrage schon einmal auf einer chinesischen Plattform wie Temu oder Shein eingekauft, berichtet Ecommercenews.eu. Es gäbe ein Nord-Süd-Gefälle: So läge die Quote in Griechenland bei 79, in Portugal bei 77 und in Spanien bei 69 Prozent. Verhaltener shoppten die Franzosen (43 Prozent) und die Deutschen (40 Prozent). Insgesamt habe sich die Paketflut aber durch die Drei-Eurogebühr auf Pakete unter 150 Euro zuletzt abgeschwächt, am Flughafen Lüttich zum Beispiel um 24 Prozent.

Thomas Rehm25.08.262 Min.
Freiwillige fotografiert Secondhand-Pullover für KI-gestütztes Online-Listing bei Oxfam
© Black Forest Labs / Flux

Oxfam GB setzt auf Thriftify

Oxfam GB setzt künftig flächendeckend auf die KI-Listing-Software Thriftify, berichtet Channelx.world. In einem Pilotprojekt habe die Zahl der täglichen Online-Anzeigen pro Mitarbeiter um 292 Prozent zugelegt, der durchschnittliche Verkaufspreis sei um 24 Prozent gestiegen, die Kommissionierzeit je Bestellung sei um gut die Hälfte gesunken. Die Software mache aus Fotos von gebrauchter Mode fertige Anzeigen und fülle die Felder für Größe, Material, Passform, Bundhöhe und alle anderen, für die Ebay-Suche wichtigen Artikelmerkmale, selbst aus.

David Wöllenstein25.08.262 Min.
Logistikteam sortiert Pakete für unterschiedliche Länder im Fulfillment-Center
© Black Forest Labs / Flux

Regulatorik behindert den Cross-Border-Handel

84 Prozent der deutschen Online-Händler sind aktiv im Ausland tätig oder nehmen zumindest Bestellungen von dort an, zitiert MIT-Blog.de eine Studie von Ibi-Research. Der Fokus liege auf Europa, allen voran Österreich, Frankreich und der Schweiz. Größte Bremse bleibe die Regulatorik: 76 Prozent empfänden rechtliche Prüfungen und Zollregeln im Ausland schwieriger als in Deutschland, 79 Prozent erwarteten Compliance-Hilfe vom Marktplatz. Eine One-Portal-Lösung mit zentralem Backend würde die Entscheidung zur Expansion in mehrere Länder stark erleichtern, meinten 61 Prozent.

Thomas Rehm25.08.263 Min.
Team verpackt Bestellungen in modernem Fulfillment-Center für wachsenden Online-Handel
© Black Forest Labs / Flux

Kanadas E-Commerce wächst fast zehn Prozent

Kanadas Einzelhandel wuchs im Juni um 0,6 Prozent auf umgerechnet 46,07 Mrd. Euro, berichtet Retail-Insight-Network.com. Der Kernumsatz, ohne Tankstellen und Fahrzeughandel, sei um 1,2 Prozent gestiegen. Der Online-Handel habe saisonbereinigt um 9,9 Prozent auf 3,53 Mrd. Euro zulegen können, sein Anteil am Gesamtumsatz erreichte 7,7 Prozent. Für den Juli erwarte Statistics Canada einen Rückgang um 0,8 Prozent.

David Wöllenstein25.08.263 Min.
Mitarbeiterin stellt frisches Bio-Obst und -Gemüse für Online-Lieferung zusammen
© Black Forest Labs / Flux

Wolt und Alnatura eröffnen Online-Biomarkt

Wolt startet mit Alnatura in Berlin, Hamburg, München, Köln, Düsseldorf, Hannover, Nürnberg und Frankfurt eigene Online-Biomärkte, berichtet Rundschau.de. Bislang wären Bio-Produkte im regulären Sortiment Wolts mitgeschwommen, jetzt seien bis zu 1.800 Artikel von Obst über Fleisch bis zu einzelnen Non-Food-Waren in die digitalen Regale eigenständiger Online-Shops geräumt.

David Wöllenstein25.08.262 Min.
Influencerin arrangiert leere Luxusverpackungen für Social-Media-Foto
© Black Forest Labs / Flux

Ebay-Trend: Leere Luxusverpackungen

Auf Ebay floriert der Handel mit leeren Originalverpackungen von Luxusgütern, zitiert Heise.de eine Wired-Recherche. Allein auf dem US-Marktplatz stehen über 160.000 solcher Angebote, auf dem britischen 140.000. Die Preise würden von unter 25 bis über 2.500 Dollar reichen. Käufer seien Fälscher, Wiederverkäufer und vor allem Influencer, die die Kartons als Deko für Instagram und Tiktok nutzten. Der Trend nenne sich „Room Staging“.

Björn Böer24.08.262 Min.
Kurier übergibt Essenslieferung an Kundin an moderner Wohnungstür in der Dämmerung
© Black Forest Labs / Flux

Amerikaner sparen – nicht bei Lieferdiensten

Doordash, Uber Eats und Instacart verbuchen im jüngsten Quartal deutliches Wachstum, während amerikanische Verbraucher sonst den Gürtel enger schnallen, berichtet Businessinsider.com. So habe Walmart unlängst das schwächste vergleichbare Wachstum seit 2020 gemeldet, die Einzelhandelsumsätze wären insgesamt um 0,6 Prozent geschrumpft. Die Gründe für das Liefer-Plus wären Bequemlichkeit und der leichte Zugang. Für Nicht-Autofahrer seien Lieferdienste teilweise günstiger als der Supermarktbesuch.

David Wöllenstein24.08.263 Min.
3D-Illustration symbolisiert Kinderdatenschutz im Tiktok-Vergleich mit US-Justizministerium
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Tiktok zahlt 400 Mio. Dollar in US-Kinderschutzstreit

Tiktok und Bytedance zahlen 400 Mio. Dollar an das US-Justizministerium, um Vorwürfe zum Verstoß gegen das Kinderdatenschutzgesetz COPPA beizulegen, berichtet Techinasia.com. Das Ministerium habe Tiktok 2024 verklagt, weil – ohne Zustimmung der Eltern – Daten von Kindern unter 13 gesammelt worden sein. 300 Mio. Dollar würden sofort fließen, weitere 100 Mio. nach Aufhebung eines Vergleichsbeschlusses von 2019 gegen den Tiktok-Vorgänger Musical.ly. Seit der Klage habe das Unternehmen Compliance und Datenschutz umgebaut.

Björn Böer24.08.262 Min.
3D-Illustration zeigt verdeckte Sortierung von Produkten als Sinnbild für Amazons DSA-Verstoß
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Amazon verstößt gegen DSA

Amazon verstößt laut eines Urteils des OLG Bamberg gegen den DSA, meldet Heise.de. So würden die Suchergebnisse nach „Empfohlen“ oder „Amazon präsentiert“ sortiert, doch Kunden könnten nicht erkennen, wie es zu diesen Ergebnissen komme. Die Möglichkeit, die Darstellung zu „de-personalisieren“ müsse auch ohne Anmeldung gestattet werden. Auch suggeriere der Button „Ein Problem mit diesem Produkt melden“ eher eine Reklamation, aber wäre auch die Schnittstelle, um gefälschte oder illegale Angebote zu melden. Wegen der grundsätzlichen Bedeutung ließ der Senat die Revision zum BGH zu.

Thomas Rehm24.08.263 Min.
Kundin scannt digitale Kundenkarte am Self-Checkout eines fremden Supermarkts
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Tchibo will in fremde Supermarkt-Apps

Tchibo will seine Angebote und das Kundenprogramm künftig in fremden Supermarkt-Apps ausspielen, berichtet Giga.de. In der App des Online-Supermarkts Picnic lasse sich das Programm bereits verknüpfen. Mit Edeka sei bereits eine Grundlage für die Zusammenarbeit geschaffen worden, einschließlich der Übertragung von Verkaufsdaten. Bei Kaufland sei nur das Scannen der Tchibo-Card möglich, Rewe plane keine Integration.

Thomas Rehm24.08.262 Min.
Ältere Kundin vergleicht preisbewusst Elektronikprodukt im modernen Fachgeschäft
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Generation Ü60 solventer als Twens

Menschen ab 60 verfügen über mehr Kaufkraft als die Unter-30-Jährigen, zitiert Retail-News.de das Konsumbarometer 2026 von Consors Finanz. In Deutschland würden 41 Prozent der Ü60 Bekleidung und Elektronik online bestellen, Lebensmittel dagegen nur vier Prozent. Sieben Prozent verwendeten KI zur Produktrecherche. Bei langlebigen Gütern zählt für 81 Prozent der Preis; die Marke und das Design wären weniger wichtig. 56 Prozent wollten mehr sparen, 45 Prozent hingegen mehr ausgeben.

Björn Böer24.08.263 Min.
Ingenieure arbeiten im modernen Chip-Design-Labor an einer Platine in München
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Apple zahlt in Deutschland 131 Mio. Euro Steuern

Wegen der neuen EU-Transparenzpflicht hat Apple erstmals seine Steuerzahlen veröffentlicht, berichtet Manager-Magazin.de. In Deutschland fielen im Geschäftsjahr bis Ende September bei 2,33 Mrd. Euro Umsatz 131,2 Mio. Euro Ertragsteuern an. 4089 Beschäftigte würden hierzulande arbeiten, davon 2000 Ingenieure im „European Silicon Design Center“ in München. In Irland habe der Konzern 14,6 Mrd. Euro an Steuern entrichtet, was auf der Auflösung des Treuhandkontos nach dem verlorenen Beihilfeverfahren basiere.

David Wöllenstein24.08.263 Min.
Logistikarbeiter überwacht Containerverladung als Symbol für zollfreien Handel
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Schweiz und China: Fast alle Zölle fallen

Die Schweiz und China haben die Verhandlungen über ein erweitertes Freihandelsabkommen abgeschlossen, berichtet Deutschlandfunk.de. Künftig sollen fast alle Schweizer Exporte zollfrei nach China gelangen, bislang war es rund die Hälfte. Umgekehrt kommen chinesische Waren schon jetzt weitgehend zollfrei in die Schweiz. Neu im Abkommen: Dienstleistungs- und Digitalhandel sowie erweiterte Regeln zu Umwelt und Arbeit.

Thomas Rehm24.08.262 Min.
Stylistin und Kundin kombinieren Outfit im Store voller Kleidungsoptionen
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Online-Fashion: Zu viele Produkte, zu wenig Anleitung

Fashion-Shopper wünschen sich mehr Styling-Hilfe statt noch mehr Produkte, zitiert Fashionunited.com eine Asos-Umfrage in Großbritannien. 68 Prozent der Befragten hätten angegeben, es sei leichter zu wissen, was man kauft, als wie man es trägt. 64 Prozent halten die Auswahl für zu groß, ein Drittel habe bereits einen Kauf abgebrochen, weil der passende Look „im Kopf“ gefehlt habe. 46 Prozent würden sich Hilfe dabei wünschen, wie Gekauftes in die eigene Gardarobe zu integrieren sei.

Björn Böer24.08.263 Min.
Techniker prüft Serverracks in modernem Rechenzentrum für KI-Infrastruktur
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Alibaba sammelt 8,7 Mrd. Euro für KI ein

Alibaba will an der Hongkonger Börse umgerechnet 8,73 Mrd. Euro über neue Aktien einsammeln, die komplett in den Ausbau der KI-Infrastruktur fließen sollen, berichtet Manager-Magazin.de. Es handele sich um die größte Kapitalerhöhung eines gelisteten Unternehmens in Hongkong überhaupt und weltweit die drittgrößte in diesem Jahr. Im Vorquartal sei jedoch der Nettogewinn um 75 Prozent eingebrochen, während die KI-Ausgaben um denselben Prozentsatz auf 8,62 Mrd. Euro steigen sollen.

Thomas Rehm24.08.262 Min.
Beschäftigte sortieren Modepakete in einem modernen Fast-Fashion-Logistikzentrum
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Shein vertagt Hongkonger Börsengang

Shein verschiebt sein Hongkonger Börsendebüt auf den 1. September, berichtet Scmp.com. Der Fast-Fashion-Konzern habe nicht rechtzeitig genügend Investorenaufträge zusammenbekommen. Im ersten Quartal habe Shein wegen des Wegfalls der amerikanischen De-minimis-Regelung 99 Mio. Dollar Verlust verbucht, nach 395 Mio. Dollar Gewinn im Vorjahresquartal. Die Höchstbewertung für den IPO liege bei 30 Mrd. Dollar.

Thomas Rehm21.08.262 Min.
Verschlossene Glastür symbolisiert Chinas Blockade der EU-Ermittlungen gegen JD.com
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China blockt EU-Ermittler ab

Chinas Justizministerium hat die EU-Untersuchung gegen JD.com als unzulässige extraterritoriale Rechtsausübung zurückgewiesen, berichtet Malaymail.com. Die EU-Kommission hatte im Mai im Rahmen der versuchten Übernahme von Ceconomy durch JD.com eine vertiefte Prüfung begonnen, weil sie staatliche Subventionen hinter dem hohen Kaufangebot vermute. Nun warne Peking alle Organisationen und Einzelpersonen ausdrücklich davor, mit den EU-Ermittlern zu kooperieren.

Thomas Rehm21.08.262 Min.
Menschen verschiedener Generationen zocken nebeneinander auf dem Smartphone im Park
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Die halbe Republik zockt

Rund 39 Mio. Menschen ab 16 Jahren spielen in Deutschland Video- oder Computerspiele, berichtet der Bitkom. Das entspreche 55 Prozent der Bevölkerung, die Quote bleibe seit Jahren stabil. Drei Viertel der Gamer hätten in den vergangenen zwölf Monaten Geld für Spiele ausgegeben, 48 Prozent für In-Game-Käufe. Im Schnitt werde zwei Stunden am Tag gezockt und das am liebsten mobil: 87 Prozent nutzten das Smartphone.

Björn Böer21.08.263 Min.
3D-Illustration: viele Pfade verschmelzen zu einem Hub, Sinnbild für Stripe-Kauf von OpenRouter
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Stripe kauft OpenRouter für 7,5 Mrd. Dollar

Der Zahlungsabwickler Stripe kauft die KI-Plattform OpenRouter für 7,5 Mrd. Dollar, meldet Heise.de. Davon gingen 1,5 Mrd. an die Gründer und sechs Mrd. an die Investoren. Der drei Jahre alte Dienst habe damit seinen Marktwert seit Mai mehr als verfünffacht. OpenRouter biete seinen zehn Mio. Nutzern die Möglichkeit, auf über 500 verschiedene KI-Modelle zuzugreifen, diese jederzeit zu wechseln und dabei die Kosten besser im Griff zu haben.

David Wöllenstein21.08.263 Min.
Einkäuferin nutzt Tablet und führt persönliches Telefonat mit Lieferant im Büro
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Schweizer B2B-Einkauf: 27 Prozent nutzen KI

Die KI ist auch im Schweizer B2B-Einkauf angekommen, spaltet die Branche aber entlang der Unternehmensgröße, zitiert Carpathia.ch den „B2B-Monitor 2026“. So nutzten 27 Prozent aller Befragten KI für Produkt- oder Lieferantensuche, bei Firmen mit mehr als 50 Mitarbeitenden seien es hingegen 54 Prozent. Insgesamt zeigten sich die Erwartungen an neue Technologien gedämpft. Gehe es um Dienstleistungen, bleibe mit 92 Prozent Zustimmung der persönliche menschliche Ansprechpartner wichtig.

Thomas Rehm21.08.263 Min.
Mitarbeiterin prüft Materialbeschaffenheit eines Kleidungsstücks im Fashion-Lager
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Boohoo zahlt in Frankreich 2,3 Mio. Euro

Frankreichs Verbraucherschutzbehörde DGCCRF hat den Online-Modehändler Boohoo mit 2,3 Mio. Euro Bußgeld belegt, berichtet Theguardian.com. 40 Prozent der geprüften Rabattaktionen seien gar keine echten Preisnachlässe gewesen, sieben Prozent fielen geringer aus als beworben, 48 Prozent bedeuteten sogar verdeckte Preiserhöhungen. Zusätzlich habe Boohoo Kunststoffartikel als „Leder“ oder „Wildleder“ ausgezeichnet und damit gegen französische Kennzeichnungsregeln verstoßen.

David Wöllenstein21.08.262 Min.
Mitarbeitende sortieren Pakete im Fulfillment-Center, Symbolbild für Wachstum von The Platform Group
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The Platform Group meldet Rekord-Ebitda

The Platform Group erreichte im ersten Halbjahr ein bereinigtes Ebitda von 40,8 Mio. Euro und damit einen historischen Höchststand, meldet Wallstreet-Online.de. 8,4 Mio. aktive Kunden hätten 6,2 Mio. Bestellungen mit einem durchschnittlichen Warenkorb von 129 Euro ausgelöst. Das Bruttowarenvolumen sei um 20,9 Prozent auf 788,6 Mio. Euro geklettert, der Nettoumsatz um 22,7 Prozent auf 421,0 Mio. Euro.

David Wöllenstein21.08.262 Min.
Techniker arbeiten in modernem Rechenzentrum, Sinnbild für Alibabas wachsendes Cloud-Geschäft
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Alibabas Cloud wächst 45 Prozent

Alibabas neue Sparte „AI Cloud and Compute Services“ habe im vergangenen Quartal 45 Prozent zugelegt und umgerechnet 7,26 Mrd. Dollar umgesetzt, berichtet Scmp.com. Die KI-Produkte allein hätten 1,86 Mrd. Dollar eingespielt. Das Kerngeschäft E-Commerce sei vier Prozent auf 30,89 Mrd. Dollar gewachsen. Insgesamt habe sich der Konzernumsatz um neun Prozent auf 40,35 Mrd. Dollar erhöht, der bereinigte Gewinn habe vier Mrd. Dollar erreicht. Die Investitionen seien um 75 Prozent auf 10,16 Mrd. Dollar geklettert.

Björn Böer21.08.262 Min.
Mitarbeiterin kommissioniert Online-Bestellungen in modernem Fulfillment-Center
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Walmarts Online-Umsatz wächst 23 Prozent

Walmarts weltweiter E-Commerce-Umsatz legte im zweiten Geschäftsquartal um 23 Prozent zu, berichtet Economictimes.com. Der gesamte Konzernumsatz sei um 5,9 Prozent auf 187,9 Mrd. Dollar geklettert. Besonders kräftig habe das Werbegeschäft mit einem Plus von 38 Prozent zugelegt, die Einnahmen aus bezahlten Mitgliedschaften seien um 17 Prozent gewachsen. Das operative Ergebnis sei um 28,8 Prozent gestiegen, allerdings hätten Rückerstattungen aus Zöllen hier einen wesentlichen Beitrag geleistet.

Thomas Rehm21.08.262 Min.

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