Illustration gleich großer Glaspanels symbolisiert faire Behandlung im digitalen Markt

Teil 1: Maschinenraum schlägt Showroom: Wo KI im Lebensmittelhandel wirklich Geld verdient

Matthias Schu

Black Forest Labs / Flux

Aktuelle Beiträge

Mittwoch, 14. Oktober 2026
Foto: Person betrachtet am Küchentisch ein Smartphone neben frischem Gemüse und gefalteten Prospekten.
© OpenAI

Springer-Tochter Bonial schluckt Tjek

Die Axel-Springer-Tochter Bonial, Betreiberin der Online-Prospektportale kaufDA und MeinProspekt, übernimmt die Mehrheit am Kopenhagener Anbieter Tjek, meldet Axelspringer.com. Damit wachse Bonial von zwei auf sechs Märkte. Zu Deutschland und Frankreich kämen Dänemark, Norwegen, Schweden und Finnland hinzu. Tjek bündle dort auf mehreren Shopping-Plattformen digitale Prospekte und Angebote des Handels und erreiche monatlich 2,5 Mio. Nutzer. Bonial selbst komme bisher auf 14 Mio. Nutzer im Monat und vermarkte die Angebote von 1.500 Einzelhändlern.

Redaktion14.10.262 Min.
Foto: Mann hält versiegelte Sammlerbox am Tisch, daneben liegen Karte und Versandumschlag.
© OpenAI

Zavvi: Entertainment-Händler stellt Betrieb ein

Der britische Entertainment-Händler Zavvi hat am 12. Oktober den Betrieb eingestellt und steckt in einem Insolvenzverfahren, berichtet Retail-News.de. Auch der deutsche Shop zavvi.de ist geschlossen. Laut den Insolvenzverwaltern gehe keine offene Bestellung mehr raus, auch keine Vorbestellung. Rücksendungen nehme Zavvi auch nicht mehr an. Wer sein Geld zurückwolle, solle sich an Bank, Kreditkartenanbieter oder Zahlungsdienstleister wenden, automatisch fließe nichts zurück. Besonders betroffen seien Käufer limitierter Sammlereditionen, die diese oft lange vor Erscheinen bestellen.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Kind und Erwachsene vergleichen Taschen in einem hellen Laden, das Kind hält ein Smartphone.
© OpenAI

Gen Alpha: Aufgewachsen mit KI, verliebt in den Laden

Die jüngsten Kunden wachsen mit KI auf und schwärmen dennoch für das Einkaufen vor Ort, berichtet Retaildive.com. Die Altersgruppe sei preisbewusst und digital versiert, und sie bestimme Familienkäufe mit, obwohl sie kaum eigenes Geld habe. Laut Matt Britton, Gründer der KI-Marktforschungsplattform Suzy, löse KI den alten Dreisprung aus Google-Suche, Instagram-Werbung und Amazon-Kauf ab. Die Gen Alpha teile sich in vier Lager: Influencer-Fans, Popkultur-Anhänger, Trendjäger und Umweltbewusste. Ein Pauschalrezept für alle gebe es nicht.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Junge Frau sortiert Kosmetikprodukte neben Versandbeutel und Smartphone auf einem hellen Waschtisch.
© OpenAI

Tiktok Shop USA: Kosmetik stärker als Mode

Parfum schlägt Bluse: Beauty und Körperpflege setzen auf Tiktok Shop in den USA von Januar bis Juni 2026 2,08 Mrd. Dollar um und damit über 500 Mio. Dollar mehr als Damenmode, zitiert WWD.com eine Studie von Circana. Im Beauty-E-Commerce lande die Plattform hinter reinen Online-Händlern und Fachhändlern auf Platz drei. Besonders gefragt sei Kosmetik aus Südkorea: Die führenden Marken kämen zusammen auf mehr als 245 Mio. Dollar.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Hände halten eine braune Ledertasche mit sichtbarer Schramme neben Schuhen und Smartphone.
© Black Forest Labs / Flux

Vestiaire verkauft mit KI-Retuschen besser

Angebote mit Hauptfotos von Photoroom verkaufen sich bei Vestiaire Collective besser als jene aus dem hauseigenen Freistell-Tool: Im A/B-Test lag die Verkaufsquote fünf Prozent höher, berichtet Channelx.world. Die Seitenaufrufe seien um drei bis sieben Prozent gestiegen, bei Taschen und Schuhen am stärksten. Photoroom tausche nur den Hintergrund aus, setze Schatten und korrigiere das Licht. Schon ein wegretuschierter Kratzer gefährde beim Wiederverkauf die Echtheitsprüfung per Foto und provoziere Rückgaben.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Laborperson prüft mit Handschuhen einen schwarzen Sicherheitsschuh an einem sauberen Prüftisch
© Black Forest Labs / Flux

Shein, Temu, AliExpress: Jedes dritte Paar Schuhe fällt durch

Mehr als jedes dritte Paar Schuhe von Shein, Temu und AliExpress verstößt gegen EU-Chemikalienrecht, zeigt eine Testkauf-Studie des Schuhverbands CEC. Bei 27 von 76 Paaren sei mindestens ein REACH-Grenzwert überschritten, meist durch Weichmacher. Sicherheitsschuhe schnitten noch schlechter ab: Acht von zehn Modellen seien bei Rutschfestigkeit, Durchtrittschutz oder Zehenkappe durchgefallen, mehreren fehle das CE-Kennzeichen. Der Verband fordert schärfere Kontrollen und eine Haftung der Plattformen für rechtswidrige Ware.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Zwei junge Erwachsene prüfen Bewerbungsunterlagen an einem hellen Beratungstisch im Büro.
© Black Forest Labs / Flux

Berufseinsteiger leiden mehr unter der Flaute als unter KI

Ein KI-bedingter Stellenabbau zeichnet sich in Deutschland bislang nicht ab, zitiert Zeit.de eine Studie des IAB. In KI-exponierten Berufen wie Recht oder Medien sei die Beschäftigung der 30- bis 64-Jährigen seit 2022 um fünf bis sechs Prozentpunkte stärker gewachsen als in weniger betroffenen Jobs. Bei Berufseinsteigern unter 30 falle die Entwicklung um 1,2 Prozentpunkte schwächer aus. Die flaue Konjunktur schade ihnen aber mehr als doppelt so stark. Einen ursächlichen Zusammenhang belege die Studie nicht: Ob Betriebe KI tatsächlich nutzen, bleibe offen.

Redaktion14.10.262 Min.
Foto: Person betankt ein Auto an einer sauberen Zapfsäule, im Hintergrund ein unscharfes Preisschild.
© Black Forest Labs / Flux

Inflation klettert auf 3,3 Prozent

Die Inflation in Deutschland kletterte im September von 2,9 auf 3,3 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit Dezember 2023, meldet das Statistische Bundesamt. Den Takt geben die Energiepreise vor, die binnen Jahresfrist um 14,9 Prozent zulegten. Grund sei der Preisauftrieb am Ölmarkt seit Beginn des Iran-Kriegs. Sprit kostete 37,1 Prozent mehr als vor einem Jahr, leichtes Heizöl sogar 74,9 Prozent. Der seit 1. Oktober geltende Tankrabatt fließe in diese Zahlen noch nicht ein.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Forscher legt ein geöffnetes Buch auf einen Flachbettscanner in einer hellen Bibliothek.
© Black Forest Labs / Flux

Strenge Datenregeln stutzen KI-Plus um 155 Mrd. Euro

Erschwert Europa den Zugang zu Trainingsdaten, büßt Deutschland gut ein Drittel seines KI-Potenzials ein, zeigt eine Modellrechnung des Ifo-Instituts. Generative KI könne bis 2034 jährlich 440 Mrd. Euro zusätzliche Wertschöpfung bringen. Bei strengeren Regeln schrumpfe das Plus um 155 Mrd. Euro. Europas größter urheberrechtsfreier Datensatz umfasse zwei bis drei Bio. Tokens, während Spitzenmodelle 15 bis 36 Bio. verarbeiteten. Das Institut fordert, die Text-und-Data-Mining-Ausnahme der EU-Urheberrechtsrichtlinie zu erhalten. Brüssel prüfe sie seit Mai. Schon diese Hängepartie schrecke Investoren ab.

Redaktion14.10.262 Min.
Foto: Händler verpackt einen Keramik-Kaffeefilter an einem hellen Arbeitstisch mit Laptop im Hintergrund
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Shopify: KI-Traffic konvertiert 80 Prozent besser als Suche

Besucher, die über KI-Assistenten in Shopify-Shops landen, greifen deutlich öfter zu: Ihre Konversionsrate lag im zweiten Quartal um 80 Prozent über jener aus der organischen Suche, zitiert Channelx.world eine Auswertung von Shopify. Der durchschnittliche Bestellwert liege um 14 Prozent höher. Zudem bringe KI fast doppelt so viele Bestellungen von Neukunden wie andere Kanäle. Der Umsatz über KI entfalle zu drei Vierteln auf Händler, deren Sortiment jenseits der 100 gängigsten Produktkategorien liege.

Redaktion14.10.263 Min.
Foto: Techniker schiebt einen Metalleinschub in ein Serverrack in einem sauberen Rechenzentrum
© Black Forest Labs / Flux

IWF hebt Deutschland-Prognose auf 1,3 Prozent

Der Internationale Währungsfonds traut Deutschland 2026 ein Wachstum von 1,3 Prozent zu, fast doppelt so viel wie im Juli (0,7 Prozent), berichtet Tagesschau.de. Damit liege er auf Linie der Bundesregierung, für 2027 erwarte er 1,1 Prozent. Auch für den Euroraum (1,1 Prozent) und die Weltwirtschaft (3,1 Prozent) schraube er die Erwartungen leicht nach oben. Die Industrieländer hätten die seit dem Iran-Krieg gestiegenen Energiepreise gut weggesteckt, vielen helfe zudem der KI-Investitionsboom.

Redaktion14.10.262 Min.

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Top der letzten Woche

Foto: Zwei Personen verpacken Kartons an einem Tisch, Regale mit Paketen im Hintergrund.
© Black Forest Labs / Flux

Verpackungsverordnung PPWR: Für kleine Onlinehändler endet das Cross-Border-Geschäft

Seit dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Sie soll Verpackungsmüll senken und die bislang zersplitterten nationalen Vorschriften durch ein einheitliches Regelwerk ersetzen. In der Praxis berichten Händlerverbände und einzelne Shopbetreiber jedoch von neuen Dokumentations- und Registrierungspflichten – mit der Folge, dass manche kleine Händler den Versand ins EU-Ausland einstellen.

David Wöllenstein12.08.267 Min.

Dossiers für die Praxis

Die Hintergründe zu den Nachrichten. Mit Antworten, die Ihnen im Handelsalltag weiterhelfen.

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Handscanner ist auf den Barcode des Versandetiketts auf einem Paket gerichtet
© Black Forest Labs / Flux · KI-bearbeitet

Versand & Retouren

Versandkosten steuern, Sendungen nachvollziehen und Rückgaben sauber abwickeln: eine praktische Entscheidungshilfe für Onlinehändler.

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7 Min. Lesezeit

Symbolbild: Kundin mit Smartphone neben einem geöffneten Versandkarton
© Black Forest Labs / Flux

Wero im Handel

Passt Wero in Ihren Checkout? Was Onlinehändler zu Einbindung, Konditionen und Rückzahlungen klären sollten – mit Checkliste für den Praxistest.

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6 Min. Lesezeit

Expertenrat

Einordnung und Empfehlungen von Fachleuten aus Handel, Wissenschaft und Beratung.

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3D-Illustration zeigt Verschmelzung von Handelsdaten in einer zentralen Cloud-Struktur — Variante B
© Higgsfield / Soul

Warum Agentic Commerce die größte Chance für den B2B-Handel seit Jahren ist

Wenn KI-Agenten im B2B-Einkauf Produkte suchen, Konditionen vergleichen und Bestellungen auslösen, dürfte zum Zug kommen, wer seine Daten maschinenlesbar bereitstellt. Stefan Hamann aus dem Expertenrat, Mitgründer von Shopware und dort seit August Chief Agentic Officer, skizziert fünf Schritte, mit denen sich B2B-Händler darauf vorbereiten können.

Stefan Hamann21.09.264 Min.
3D-Illustration: Zwei kleine Schaufenster mit Smartphone und Monitor hinter Milchglas, davor eine Lupe.
© Black Forest Labs / Flux

Produktdaten auf Marktplätzen: Was KI-Agenten korrigieren dürfen – und was nicht

Produktdaten verlassen das PIM-System – und auf Marktplätzen entscheidet danach oft nicht mehr der Anbieter, wie sie aussehen. Markus Rohmeyer, CPO bei novomind und Mitglied des Etailment.de-Expertenrats, erklärt, wie Digital Shelf Analytics diese Lücke sichtbar macht, wie KI-Agenten sie schließen – und wo sie es nicht dürfen.

Markus Rohmeyer18.09.265 Min.

Gastbeiträge

Erfahrungen, Standpunkte und Impulse von Gastautorinnen und Gastautoren.

Alle Gastbeiträge
Agentic Commerce beginnt mit den Grundlagen

Agentic Commerce beginnt mit den Grundlagen

KI-Agenten sollen Angebote vergleichen und Käufe auslösen – vorausgesetzt, sie finden eindeutige Daten vor. Simon Rabente, Mitgründer und Geschäftsführer der Kölner E-Commerce-Agentur Webmatch, beschreibt, welche Grundlagen Händler klären sollten, bevor der erste Agent auf ihr Sortiment zugreift.

etailment24.09.264 Min.
Geschenkekauf 2.0: Wie Verbraucher mit KI schenken
© Unsplash

Geschenkekauf 2.0: Wie Verbraucher mit KI schenken

Auf Fachkonferenzen gilt der KI-gestützte Umbruch im Handel oft als ausgemachte Sache. Eine eigene Verbraucherbefragung legt nahe, dass der Markt differenzierter ist. Leif-Eric Marx, Managing Director DACH & CEE beim Geschenkkarten-Anbieter BHN (Blackhawk Network), zeigt, welche digitalen Kanäle bereits im Alltag angekommen sind und wo Anbieterversprechen der tatsächlichen Nutzung vorauseilen.

etailment19.09.264 Min.
Produkte schon vor dem Kauf erlebbar machen
© Unsplash

Produkte schon vor dem Kauf erlebbar machen

Mit Rabatten und Reichweite allein lassen sich junge Zielgruppen nicht dauerhaft gewinnen. Tim Christiansen, General Manager DACH beim Social-Media-Anbieter Snapchat, erklärt, wie Augmented Reality und Storytelling Kundinnen und Kunden bei der Einschätzung helfen, ob ein Produkt zu ihren Bedürfnissen und ihrem Alltag passt.

etailment17.09.264 Min.

Weitere Beiträge

Foto: Person legt in einem sauberen Lager einen Karton auf einen Packtisch vor einer Europakarte
© Black Forest Labs / Flux

Easyshop startet in 21 Ländern

Easyjet-Gründer Stelios Haji-Ioannou startet in 21 europäischen Ländern den Marktplatz Easyshop und zielt damit auf Amazon, berichtet Retaildetail.eu. Die Plattform halte kein eigenes Lager, führe keine Eigenmarken und mache ihren Händlern keine Konkurrenz. Ein Händler erreiche über ein einziges Konto alle 21 Märkte, die Umsatzsteuer berechne das System automatisch. Den Betrieb übernehme OnCommerce, Technikanbieter hinter dem Marktplatz OnBuy. Nach einem gestaffelten Start seien bereits Hunderte Händler aktiv.

Redaktion14.10.262 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt ein Retourenpaket in einem sauberen Lager mit Sortierbehälter und Kartonregalen
© OpenAI

Britische Shops lassen Retouren liegen

Wer aus Deutschland bei britischen Online-Shops bestellt und zurückschickt, wartet im Durchschnitt 16 Tage auf sein Geld, zitiert Channelx.world eine Testkauf-Studie von ShopReturns. Keine der 31 Bestellungen an eine deutsche Adresse habe eine echte Gratisretoure geboten, in vier Fällen sei weniger als ein Fünftel des Kaufpreises zurückgeflossen. Die Entfernung sei nicht der Grund: Mancher Händler habe Rücksendungen nach Großbritannien binnen vier Tagen erstattet, ein Konzern mit drei Marken und Lager in den Niederlanden dagegen nach sechs Wochen. Es hapere schlicht an der Bearbeitung im Lager.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter scannt Kartons auf einer Palette in einem sauberen Elektroniklager
© OpenAI

Ceconomy & JD.com: Wien gibt grünes Licht

Österreichs Wirtschaftsministerium hat die Übernahme der MediaMarkt-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com genehmigt, berichtet ORF.at. Die Investitionskontrolle knüpfe ihr „Ja“ aber an Auflagen zu Daten, Lieferketten und sicherheitsrelevanten Personalentscheidungen. MediaMarkt betreibe in Österreich 56 Märkte mit rund 2.400 Beschäftigten und habe im Geschäftsjahr 2025/26 rund 1,3 Mrd. Euro umgesetzt. Offen bleibt das Urteil aus Brüssel: Die EU-Kommission wolle bis zum 4. November entscheiden.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person vergleicht eine grüne Jacke aus einem Paket mit einem unscharfen Smartphonebild.
© OpenAI

KI schraubt Erwartungen zu hoch

KI-Suche beeinflusst bereits 42 Prozent der digitalen Ausgaben britischer Verbraucher, zitiert Channelx.world eine Umfrage der MACH Alliance. Der Haken: Mehr als jeder Zweite finde, dass KI seine Erwartungen schon vor dem Kauf zu hoch schraube. Die Mehrheit halte KI-Bilder für zu perfekt, sodass die „echte“ gelieferte Ware nicht mithalten könne. 45 Prozent sagten, deshalb eher zu retournieren; in der Gen Z liege der Anteil bei 53 Prozent.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter scannt ein Paket auf einem Rollwagen zwischen Regalen in einem sauberen Warenlager
© OpenAI

E-Commerce-Logistik wächst nur noch einstellig

Die E-Commerce-Logistik schaltet einen Gang zurück: Ihr weltweiter Umsatz soll 2026 um 6,2 Prozent auf knapp 618 Mrd. Euro steigen, zitiert Trans.info einen Bericht von Transport Intelligence. Von 2022 bis 2025 seien es jährlich noch über 13 Prozent gewesen. Als Bremsen nennt der Bericht den gemächlicheren Online-Handel und das Ende der Zollfreigrenzen in den USA und der EU. Die Luftfracht von Hongkong nach Europa sei im Juli wochenweise um bis zu 24 Prozent gesunken. Mancher Anbieter aus Asien baue vorsorglich Lager in Europa auf.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Person kauft an einem Laptop ein, daneben liegen eine Karte und ein kleines Produktpaket auf sauberem Tisch
© Black Forest Labs / Flux

HDE: KI poliert Fake-Shops auf

Betrügerische Online-Shops sehen immer öfter täuschend echt aus, warnt der Handelsverband Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalprävention helfe Künstliche Intelligenz den Betrügern zunehmend, in kurzer Zeit Shops mit sauberem Layout, fehlerfreien AGB und gefälschtem Impressum hochzuziehen. Holpriges Deutsch tauge damit ebenso wenig als Warnsignal wie schiefes Design. Der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen habe im Frühjahr bereits den 100.000. Betrugsshop registriert. Das schade nicht nur geprellten Kunden, sondern untergrabe auch das Vertrauen in den gesamten Online-Handel.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person fotografiert einen Holzstuhl in heller Wohnung für ein Online-Inserat.
© Black Forest Labs / Flux

Ikeas Gebrauchtbörse startet in Deutschland

Ikea öffnet seinen Second-Hand-Marktplatz für private Verkäufer in Deutschland, Großbritannien und Irland, berichtet Ecommercenews.eu. Die Plattform startete 2024 als Pilot in Spanien und Norwegen und ist nun in neun Ländern aktiv. Bis Ende August habe sie laut Unternehmen 15 Mio. Besuche und 95.700 Inserate gesammelt. Gut ein Viertel der Nutzer sei dabei als neues oder reaktiviertes Mitglied zum Kundenprogramm Ikea Family gestoßen, dessen Mitglieder kostenlos inserieren dürfen.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Mitarbeiter legt Paket und Briefstapel auf eine Waage an einem modernen Postschalter
© Black Forest Labs / Flux

Porto 2027: Netzagentur gibt der Post zweistelligen Spielraum

Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Post für 2027 und 2028 Preiserhöhungen von bis zu 10,72 Prozent bei Paketen erlauben, berichtet Golem.de. Vor zwei Jahren habe der Spielraum noch bei 7,21 Prozent gelegen. Für Briefe und Geschäftskunden-Post sehe der Entwurf sogar 20,35 Prozent vor, fast doppelt so hoch wie der bisherige Höchstwert von 2025. Verteile die Post den Aufschlag gleichmäßig, koste ein Standardbrief ab Januar 1,14 Euro statt 95 Cent. Bisher habe die Post solche Spielräume stets voll genutzt.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person hält ein helles Kleid über einem offenen Paket mit Kleidung auf einem sauberen Tisch.
© Black Forest Labs / Flux

UK: Shein lässt Asos hinter sich

Shein hat seinen Umsatz in Großbritannien 2025 um 26 Prozent auf 2,58 Mrd. Pfund gesteigert, berichtet Drapersonline.com. Damit liege der Fast-Fashion-Händler knapp vor Asos mit 2,46 Mrd. Pfund. Die Asos-Zahl umfasse allerdings auch das Auslandsgeschäft und beziehe sich auf das Geschäftsjahr bis Ende August. Sheins britischer Betriebsgewinn sei um 28 Prozent auf 39,1 Mio. Pfund geklettert.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Caféperson legt ein Croissant in eine Papierbox, daneben filmt ein Smartphone auf einem Ständer.
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Tiktok sieht sich als US-Jobmotor

Tiktok hat 2025 rund 81 Mrd. Dollar zur US-Wirtschaftsleistung beigetragen, zitiert Retail-News.de eine Studie im Auftrag der Plattform. Rechnerisch sichere die App 410.000 Arbeitsplätze. Vom Feed an die Ladentheke: Die Studie zählt 27 Mio. Amerikaner, die erstmals ein lokales Geschäft, Café oder Restaurant besuchten, weil sie es in einem Video entdeckt hatten. Dort hätten sie 4,7 Mrd. Dollar ausgegeben. 1,8 Mio. Amerikaner würden über Tiktok verkaufen. 76 Prozent der befragten Betriebe hielten die Plattform für „überlebenswichtig“.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Person packt in heller Küche Lebensmittel und Papiertüten aus einem Versandkarton aus
© OpenAI

Schwedens Online-Handel wächst acht Prozent

Schwedens Online-Händler haben im zweiten Quartal acht Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, berichtet Ecommercenews.eu. Alle Sektoren seien gewachsen, Apotheken mit 13 Prozent am stärksten, Lebensmittel und Unterhaltungselektronik mit je zehn Prozent. Ausgerechnet im Heimatland des Billy-Regals wachse das Segment Möbel und Einrichtung mit vier Prozent nur halb so schnell wie der Gesamtmarkt.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Mann vergleicht am Smartphone Angebote neben Pullover und Kopfhörerbox auf einem hellen Tisch
© OpenAI

Prime Big Deal Days: US-Kunden geben fast zehn Mrd. Dollar aus

Während Amazons zweitägiger Prime Big Deal Days haben Konsumenten in den USA online 9,86 Mrd. Dollar ausgegeben, zitiert Retaildive.com Daten von Adobe. Die Summe umfasse alle US-Händler, nicht nur Amazon. Der Nachlass auf den Listenpreis habe bei höchstens 20 Prozent gelegen. Bei Computern, Fernsehern, Spielzeug und Mode habe das Rabattniveau auch viele Käufer zum Griff ins höhere Preisregal gelockt. 52 Prozent des Umsatzes, 5,1 Mrd. Dollar, seien über Mobilgeräte geflossen.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Geschäftsinhaberin steckt eine Karte an einen Wandplaner neben Laptop, Paketen und Produktregalen.
© OpenAI

Kleine US-Firmen mit KI planen eher Neueinstellungen

Kleine US-Firmen, die KI einsetzen, blicken zuversichtlicher auf ihre Personal- und Umsatzentwicklung als der Rest, zitiert Techradar.com eine Studie der New York Fed. Fast die Hälfte setze bereits KI ein, aber nur jede zweite dieser Firmen habe sie fest in die Abläufe eingebaut. Der Saldo der Einstellungserwartungen erreiche bei KI-Nutzern 33 Prozentpunkte, bei Nicht-Nutzern 15. Die KI-Fraktion rechne zwar eher mit mehr Umsatz, wirklich gesteigert wurde er aber erst bei knapp einem Drittel.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Lageraufsicht prüft Unterlagen an einer sauberen Laderampe mit Paletten und Hubwagen im Hintergrund
© OpenAI

Acht Prozent mehr Unternehmensinsolvenzen

Die deutschen Amtsgerichte haben im Juli 2.373 Unternehmensinsolvenzen registriert, acht Prozent mehr als im Vorjahresmonat, meldet das Statistische Bundesamt. Die Zahlen hinken den Anträgen oft rund drei Monate hinterher. Von Januar bis Juli zählten die Gerichte 15.185 Fälle, ein Plus von 6,9 Prozent. Die Forderungen der Gläubiger schrumpften von 31,8 auf 21,9 Mrd. Euro, weil weniger wirtschaftlich gewichtige Unternehmen strauchelten. Verbraucherinsolvenzen sanken im Juli um 5,9 Prozent auf 7.111, seit Januar liegen sie ein Prozent über dem Vorjahr.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiterin befestigt ein unbeschriftetes Preisschild an einem Sessel im hellen Möbelhaus.
© OpenAI

Preisempfehlung ohne Wettbewerb: Gericht kassiert UVP-Streichpreise

Das Landgericht Würzburg hat die UVP-Werbung eines Händlers für Möbel, die nur innerhalb seiner Unternehmensgruppe erhältlich sind, als irreführend eingestuft, berichtet Haendlerbund.de. Er habe seinen Angebotspreis einer angeblichen Herstellerempfehlung gegenübergestellt. Für Kunden sei eine UVP ein Richtwert für den Marktpreis, argumentierten die Richter. Fehle ein Markt mit mehreren Anbietern, rechne sie den eigenen Preis bloß schön. Der Händlerbund rät, Rabatte stattdessen am eigenen Preis der letzten 30 Tage zu messen.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Frau plant am Küchentisch Geschenkbudget mit Liste, Rechner, Smartphone und verpackten Paketen
© Black Forest Labs / Flux

Volle Wunschzettel, knappe Kassen in den USA

Das US-Weihnachtsgeschäft steuert auf ein Umsatzplus von 4,3 bis 4,9 Prozent und über 1,7 Bio. Dollar zu, zitiert Retaildive.com eine Studie des Shoppingcenter-Verbands ICSC. 78 Prozent der Befragten wolle mindestens so viel ausgeben wie im Vorjahr. Doch knapp jeder Zweite bange um das Geschenkebudget, die Hälfte spüre den Druck von Schulden. Der Anteil derer, die KI-Assistenten einsetzen wollen, steige von 47 auf gut 60 Prozent. Vor dem Kauf wolle trotzdem 86 Prozent zusätzlich recherchieren.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Person bestellt am Küchentisch Drogerieartikel per Smartphone neben Stofftasche.
© Black Forest Labs / Flux

dm schickt KI-Einkaufshelfer in die App

Die Drogeriekette dm baut Anfang 2027 einen KI-Einkaufsagenten in ihre App ein, berichtet Businessinsider.de. Der Helfer namens „dm-mitgedacht“ solle zunächst Einkaufslisten führen, Produkte finden und den Warenkorb nach Vorgaben umbauen, später auf Wunsch auch selbst zur Kasse gehen. In Deutschland biete bislang nur der Lieferdienst Knuspr einen Agenten an, der den kompletten Bestellprozess übernehme.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Logistikarbeiter legt grauen Versandbeutel zwischen Kartons auf einen Förderer.
© Black Forest Labs / Flux

Shein, Temu, AliExpress: Ein Drittel Umsatz weg

Shein, Temu und AliExpress haben im dritten Quartal in Deutschland 566 Mio. Euro umgesetzt, 35,5 Prozent unter Vorjahr, meldet Bevh.org. Ihr Marktanteil sinke von 5,3 Prozent im Vorquartal auf 3,1 Prozent. Der Verband sieht die Ursache in der Zollpauschale. Der heimische Online-Handel habe davon nicht profitiert: Der Gesamtmarkt wachse nur um 2,9 Prozent und damit weniger als die Inflation. Das Marktplatzgeschäft sei um fünf Prozent gewachsen, das reiner Online-Shops um 0,8 Prozent geschrumpft.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter prüft Bücher in einer hängenden Transporttasche in einer hellen Logistikhalle
© Black Forest Labs / Flux

Momox automatisiert Leipziger Logistik

Momox hat seinen größten Logistikstandort in Leipzig automatisiert, berichtet Retail-News.de. Kernstück sei ein Taschensorter mit 29.000 Transporttaschen für bis zu 250.000 gebrauchte Bücher, Medien und Modeartikel am Tag. Bei rund 20 Mio. gelagerten Unikaten parke die Anlage jedes Einzelstück, bis eine Bestellung komplett sei, im Schnitt eine Stunde lang. Danach verteile ein Ausgangssorter mehr als 6.000 Bestellungen pro Stunde auf 20 Versandziele. Momox wolle so Wege verkürzen und schwere Handarbeit reduzieren.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Person am hellen Waschtisch betrachtet Smartphone neben Nagellack, Kamm und Haarclip.
© Black Forest Labs / Flux

Pinterest übersetzt Beauty-Bilder per KI in Anleitungen

Pinterest macht in den USA aus Haar- und Nagel-Pins per KI konkrete Anleitungen, berichtet Retail-News.de. Die Funktion „Beauty Guides“ erkenne Frisuren, Haarfarben, Nagelformen und Finishes und liefere über die Schaltfläche „Get the Guide“ einen Spickzettel: Fachbegriffe für den Salontermin, den Ablauf der Behandlung, ähnliche Looks, passende Produkte und eine Anleitung für zu Hause. Wer weiß, was ihm gefällt, aber nicht, wie es heißt, bekomme so das Vokabular geliefert.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Person scannt an einem hellen Küchentisch einen Wunschzettel mit dem Smartphone, daneben Spielzeug und Kataloge.
© OpenAI

Target: Vom Wunschzettel direkt in den Warenkorb

Der US-Händler Target startet mit einem interaktiven Spielzeugkatalog ins Weihnachtsgeschäft, berichtet Digitalcommerce360.com. Fast 500 Spielzeuge, Spiele und Geschenke stehen online und in der App bereit, ergänzt um Vorführvideos und Videorezensionen. Der Katalog solle nicht wie ein Produktraster funktionieren, sondern mehr wie eine Content-Plattform mit Buy-Button. Den Sprung vom Papier in die App schaffe ein Scanner für handgeschriebene Wunschzettel.

Redaktion09.10.263 Min.
Foto: Geschäftsmann prüft Dokumente an einem sauberen Bürotisch neben Smartphone und Paket
© OpenAI

Coupang klagt gegen Bußgelder

Coupang zieht gegen Bußgelder von rund 463 Mio. Dollar vor Gericht und hat dafür zwei Verwaltungsklagen eingereicht, berichtet Thenews.com.pk. Die südkoreanische Datenschutzbehörde PIPC hatte die Rekordstrafe nach einem Datenleck verhängt, das Kontodaten Dutzender Mio. Nutzer offenlegte. Sie begründe die Summe mit lückenhaften Zugriffskontrollen und einer verspäteten Meldung. Coupang argumentiert, Sanktion und Berechnung seien unverhältnismäßig, denn der Konzern habe nach Entdeckung der Lücke zügig gegengesteuert.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Büroangestellte packt Notizbuch und Tasse in einen Karton auf einem ordentlichen Schreibtisch.
© OpenAI

Amazon kürzt Personal während der eigenen Rabattaktion

Während die Rabattaktion „Prime Big Deal Days“ läuft, streicht Amazon erneut Stellen, vor allem in der für den Online-Shop zuständigen Sparte „Stores“, berichtet Reuters.com. Betroffen seien weniger als 1.000 Büroangestellte in den USA, Indien und Großbritannien, unter anderem aus Kundenservice sowie Händlerbetreuung. Gründer Jeff Bezos zufolge habe Amazon in der Pandemie zu viel Personal eingestellt.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Lieferarbeiter übergibt zwei Papiertüten mit Lebensmitteln an Kundin mit Smartphone im Wohnungseingang
© OpenAI

Costcos Digitalumsatz wächst um 20 Prozent

Costcos Digitalumsatz samt Lieferdiensten hat im Geschäftsjahr 2026 um mehr als 20 Prozent auf über 33 Mrd. Dollar zugelegt, berichtet Rswebsols.com. Der App- und Website-Traffic sei im vierten Quartal um 30 Prozent gestiegen. Eine Partnerlieferung dauere im Schnitt unter einer Stunde. Der Umsatz über personalisierte Platzierungen und Mails sei dreistellig gewachsen, jede zehnte Online-Bestellung enthalte so beworbene Artikel. Traffic aus KI-Suche wachse seit zwei Quartalen dreistellig und konvertiere am besten.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Zwei Personen ordnen leere Karten auf einem Bürotisch, eine schreibt in ein Notizbuch.
© OpenAI

Britische Chefs sehen durch KI Jobs entstehen

Drei von fünf britischen Führungskräften sehen durch KI neue Stellen oder ganze Teams entstehen, zitiert Techradar.com eine Umfrage von HP. Nur jeder zehnte Manager beobachte vor allem Stellenabbau. Mehr als jeder zweite britische Büroangestellte nutze KI-Tools vom Arbeitgeber mindestens einmal die Woche. Bei KI-Agenten zeige sich ein Gefälle: 71 Prozent Nutzung unter IT-Entscheidern, 38 Prozent unter Wissensarbeitern.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Logistikarbeiter prüft Kartons auf einer Palette vor einem offenen Container im Hafen
© OpenAI

China liefert mehr, Deutschland verkauft weniger

Die Importe aus China sind im August gegenüber Juli um elf Prozent auf 16,8 Mrd. Euro gesprungen, meldet das Statistische Bundesamt. Die Volksrepublik ist damit Deutschlands größter Lieferant. Insgesamt wuchsen die Einfuhren um 0,9 Prozent auf 118 Mrd. Euro, während die Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 137,6 Mrd. Euro nachgaben. Der Handelsüberschuss schrumpfte von 21,6 auf 19,5 Mrd. Euro. Größter Abnehmer sind die USA: Sie kauften zwar 6,3 Prozent weniger als im Juli, aber 22,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Redaktion09.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter scannt Kartons neben verpackten Servern in einer hellen Frachtlagerhalle
© OpenAI

WTO: KI-Boom hievt den Handel über die Krise

Die Welthandelsorganisation WTO rechnet 2026 mit 3,9 Prozent Wachstum im Warenhandel statt der bisher erwarteten 1,9 Prozent, berichtet Stern.de. Den Schub liefere vor allem die KI-Nachfrage nach Halbleitern, Rechenzentren und digitaler Infrastruktur. Sie wiege die Folgen der zeitweise gesperrten Straße von Hormus mehr als auf. Den Handel mit Dienstleistungen sehe die WTO dagegen bei 3,3 statt 4,8 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Transport und Reisen leide unter den hohen Spritkosten und Flugbeschränkungen.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Techniker prüft ein Serverrack in einem hellen, modernen Rechenzentrum.
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Alibabas KI-Cloud wächst über 50 Prozent

Analysten trauen Alibabas KI-Cloud-Sparte im Septemberquartal ein Umsatzplus von mehr als 50 Prozent zu, berichtet Scmp.com. Schon im Quartal davor wuchs sie um 45 Prozent auf 7,2 Mrd. Dollar. Auch die Marge solle auf rund 15 Prozent steigen, nach zwölf Prozent im Vorquartal. Die getrennt geführte Sparte für KI-Modelle und -Apps bleibe zwar defizitär, ihr Quartalsverlust solle aber auf 1,5 bis 1,7 Mrd. Dollar schrumpfen.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Mann steht in heller Küche mit Smartphone neben geschlossenem Kühl-Gefrier-Gerät.
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MediaMarkt: Gewährleistung bleibt Händlersache

Das Landgericht Ingolstadt verbietet dem Betreiber des MediaMarkt-Online-Shops, Kunden mit Gewährleistungsansprüchen an den Hersteller weiterzureichen, meldet der Verbraucherzentrale Bundesverband. Der Verband hatte gegen die MMS E-Commerce GmbH geklagt. Auslöser war ein Kühl-Gefrier-Gerät, dessen Türalarm auch bei geschlossener Tür piepte. Der Kundenservice schickte den Käufer per E-Mail zum Hersteller. Diese Antwort sei irreführend, urteilte das Gericht: Sie erwecke den falschen Eindruck, der Händler sei nicht zuständig.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Arbeiter prüft folierte Palette mit Metallteilen in sauberer moderner Verladehalle.
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Bundesregierung hebt Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,5 auf 1,3 Prozent angehoben, berichtet Manager-Magazin.de. Die Wirtschaft habe Iran-Krieg und teure Energie besser verkraftet als erwartet, das Plus stütze sich vor allem auf Exporte, staatliche Investitionen und Verteidigungsausgaben. Für 2027 erwarte Berlin 1,1 Prozent, für 2028 nur noch 0,6 Prozent.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Frau sitzt am Küchentisch vor einem Laptop, daneben liegen Buch, Socken und ein Spielkarton.
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Amazon führt Buch über Hobbys, Familie und Hinternform

Amazon zeigt US-Kunden auf einer Seite namens „About you“, was der Konzern aus ihrem Kaufverhalten über sie folgert, berichtet Fastcompany.com. Die seit Mai laufende Beta solle Empfehlungen personalisieren und sortiere die Annahmen nach Vorlieben, Hobbys und Familie. Das Ergebnis liest sich, als hätte ein Hobbypsychologe den Warenkorb durchwühlt: Eine Nutzerin habe den Eintrag „Hat flachen Hintern“ entdeckt, ein anderer „Flucht bei Schreck“ unter seinen Hobbys. Einem dritten unterstelle Amazon zu dessen Verwirrung eine Schwäche für „Brünette mit Muskeln“.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Zwei Büroangestellte ordnen Haftnotizen an einer Glaswand in einem hellen Besprechungsraum.
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Otto schickt 37 KI-Lotsen in die Fachabteilungen

Otto bildet 37 Mitarbeiter zu „GenAI-Enablement-Partnern“ aus, meldet Otto.de. Die per Nominierung oder Bewerbung ausgewählte Truppe absolviere in zwei Kohorten eine fünftägige Bitkom-Schulung mit Zertifizierung. Danach dürfe sie mindestens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit darauf verwenden, Fachbereichen beim Aufspüren, Priorisieren und Umsetzen von KI-Anwendungsfällen zu helfen. Die bisherigen „GenAI-Ambassadoren“ hätten vor allem Wissen und Inspiration vermittelt. Nun gehe es ans Eingemachte: KI solle dauerhaft im Arbeitsalltag landen.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Techniker prüft Kabel in einem Serverschrank eines sauberen Rechenzentrums.
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KI-Risiken: Versicherer zwischen Schadensfall und Geschäftsfeld

Versicherer rechnen durch, welche Kosten KI-Schäden ihnen künftig aufbürden, berichtet Heise.de. Der Makler Aon habe mehr als 300 KI-Gerichtsverfahren ausgewertet: Die Fälle reichten von gehackten Firmen über verletztes geistiges Eigentum bis zu technischen Fehlern. Wer am Ende hafte, sei offen; die EU habe einen Gesetzesentwurf 2025 als „verfrüht“ beerdigt. Zugleich steige die Branche tiefer ins KI-Geschäft ein und sichere Kredite, Chip-Wertverluste und Rechenzentrumsausfälle ab. Nvidia verhandle sogar über eine Police gegen Kreditausfälle von Start-ups, etwa beim Rechenzentrumsbau.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Mann sitzt an einem hellen Küchentisch und blickt nachdenklich auf sein Smartphone.
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UK: 20 Mio. Kläger gegen Googles App-Store-Provision

Nach Apple und Sony steht nun Google wegen seiner App-Store-Provisionen vor einem Londoner Kartellgericht, berichtet Reuters.com. Die Sammelklage über mehr als eine Mrd. Pfund läuft im Namen von rund 20 Mio. Verbrauchern, die seit 2015 im Play Store Apps, In-App-Käufe oder Abos bezahlt haben. Die Klägerseite wirft Google vor, seine Marktmacht für bis zu 30 Prozent Provision missbraucht zu haben, die über die Preise bei den Kunden gelandet sei. Alphabet hält die Klage für unbegründet, der Play Store stehe im Wettbewerb mit Apples App Store.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Lieferarbeiter stellt Cateringschalen auf eine Bürotheke, während eine Person die Bestellung prüft.
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Uber kauft Catering-Plattform ezCater

Uber kauft den Catering-Vermittler ezCater für 2,3 Mrd. Dollar, berichtet Techfundingnews.com. Das sind 700 Mio. Dollar mehr als die Bewertung nach der letzten Finanzierungsrunde 2021. Über ezCater bestellen US-Firmen Essen für Meetings, Events und regelmäßige Mitarbeiterverpflegung bei mehr als 140.000 Restaurants, im Schnitt für über 400 Dollar pro Auftrag. Die Bruttobuchungen hätten in zwölf Monaten 2,5 Mrd. Dollar überschritten, das Geschäft sei profitabel. Uber wolle die Plattform mit Uber Eats und seinem Firmenkundenangebot verschmelzen.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Bauingenieur mit Helm prüft Pläne am Zaun vor einem Rohbau mit Leitungen.
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Amazon warnt vor Baustopp für Rechenzentren

Mehr als 100 US-Gemeinden erwägen Baustopps für Rechenzentren, weswegen AWS-Chef Matt Garman vor „Folgen über Generationen“ warnt, berichtet Techradar.com. Rechenzentren seien strategisch so wichtig wie einst die Highways. Die US-Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur könnten bis 2032 auf 10,3 Bio. Dollar steigen. Amazon verzichte auf Geheimhaltungsabkommen mit den Behörden, lege jährlich Strom- und Wasserverbrauch offen und stecke über fünf Jahre mehr als eine Mrd. Dollar in Weiterbildung und Energieeffizienz vor Ort.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Person prüft eine beige Jacke neben offenem Karton und gefalteten Textilien in heller Wohnung
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Ebay: Gebraucht kaufen wird Alltag

Second-Hand rückt vom Gelegenheitskauf ins Haushaltsbudget, zeigt eine Studie von Ebay. Für 70 Prozent der mehr als 10.500 weltweit befragten Verbraucher sei Gebrauchtkauf wichtig, um mit dem Geld auszukommen. Der Anteil derer, die mindestens monatlich gebraucht kaufen, sei binnen eines Jahres von 35 auf 47 Prozent geklettert. Und der Trend habe Nachwuchs: Bei den 18- bis 29-Jährigen plane mehr als jeder Zweite, in den kommenden 12 Monaten mehr gebraucht zu kaufen, im Schnitt aller Befragten gut jeder Dritte.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Person am Küchentisch hält Bankkarte und Smartphone neben Paketbox und Unterlagen.
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Kauf jetzt, prüf vorher: BNPL wird zum Kredit

Ab dem 20. November 2026 fallen auch Kleinkredite unter 200 Euro, zinsfreie Finanzierungen und viele BNPL-Angebote unter das Verbraucherdarlehensrecht, berichtet Haendlerbund.de. Das bedeute womöglich strengere Bonitätsprüfungen und mehr Informationspflichten. Bei externen Anbietern trage meist der Zahlungsdienstleister die Kreditgeberrolle, je nach Modell gelte mancher Händler aber selbst als Kreditgeber oder -vermittler. Gewähre ein KMU den Rechnungskauf selbst und zinsfrei, greife eine Ausnahme, sofern das Zahlungsziel höchstens 50 Tage betrage.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Person fotografiert einen hellen Holzstuhl in einer aufgeräumten Wohnung für den Wiederverkauf.
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Ikeas Second-Hand-Marktplatz kommt nach Deutschland

Ikea-Family-Mitglieder können laut Pressemitteilung ab 14. Oktober auch in Deutschland gebrauchte Ikea-Produkte untereinander handeln. Das Einstellen sei kostenlos, die Plattform schlage Preise vor. Wer verkauft, bekomme Geld aufs Konto oder eine Ikea-Gutschrift mit 15 Prozent Aufschlag. In den ersten sechs Märkten habe der Marktplatz bis Ende August 95.700 Inserate und 15 Mio. Besuche gezählt. Den nächsten Schritt teste Ikea in Spanien und Portugal: Dort solle bis Ende Dezember jeder Inserent optional ein Rückkaufangebot von Ikea bekommen.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Zwei Roboterarme sortieren ein weißes Paket, daneben beobachtet ein Mitarbeiter die Retourenstation.
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Roboter sortieren Zalandos Rücksendungen

Zalando lässt laut Pressemitteilung Retouren in Greven und im polnischen Świebodzin künftig von Robotern sortieren. Der Logistiker betreibe die zweiarmigen Systeme, die Sereacts Software „Cortex“ steuere. Sie greife und sortiere auch zerknautschte, schlecht verpackte Rücksendungen, ohne jeden Artikel vorher einzeln lernen zu müssen. Das Personal könne sich dadurch auf Überwachung, Sonderfälle und Qualitätskontrolle verlegen. Die beiden Standorte seien erst der Anfang: Zalando sei im Juli bei Sereact eingestiegen, gemeinsam wolle man die Retourenroboter europaweit ausrollen.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt ein Paket auf einem sauberen Förderband in einem hellen Logistikzentrum.
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Amazon hält 63 Prozent Marktanteil

Amazon vereint inklusive Marktplatz rund 63 Prozent des deutschen Online-Handels auf sich, zeigt eine Studie von IFH Köln und General Evidence. Den Zuwachs müsse der Platzhirsch aber zunehmend teilen: Amazon habe zuletzt um 3,2 Mrd. Euro zugelegt, Otto und Zalando zusammen um 1,4 Mrd., Temu und Shein gemeinsam um rund eine Mrd. Euro. Jeder achte Kunde verlagere einzelne Käufe zu asiatischen Anbietern. Bei Auswahl, Bestellkomfort und Liefertempo liege Amazon aus Kundensicht trotzdem deutlich vorn.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Person am Laptop hält eine Brille, daneben liegt gefaltete Kinderkleidung auf einem sauberen Tisch.
© Black Forest Labs / Flux

OLG verbietet Limango den Newsletter-Zwang

Das Oberlandesgericht München verbietet der Otto-Tochter Limango, Kundenkonten nur gegen eine Newsletter-Einwilligung freizuschalten, berichtet Golem.de. Damit setzt sich der Verbraucherzentrale Bundesverband in zweiter Instanz durch. Die DSGVO verlange eine freiwillige Einwilligung, Kunden hätten aber keine Wahl gehabt. Der Hinweis auf jederzeitigen Widerruf rette das nicht: Erst abonnieren, dann abbestellen bedeute erheblichen Mehraufwand. Limangos Einwand, das Geschäftsmodell (Shopping-Club) brauche den Newsletter, wiesen die Richter zurück.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Frau arrangiert unbeschriftete Lebensmittel vor einem Smartphone in hellem Marketingbüro
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Schneller, billiger, beliebiger? KI im Händlermarketing

Eigene App, E-Mail und Instagram bleiben Schlüsselkanäle im Handelsmarketing, der gedruckte Handzettel verliert an Gewicht, zeigt der „Marketing Insights Report 2026“ des EHI. Im Kommen seien Tiktok, Youtube, digitale Prospekte und GEO. Künstliche Intelligenz sei vor allem in der Content-Produktion angekommen, für Datenauswertungen nutze der Handel sie seltener. Als größte Chance gelte Effizienz samt Kostenvorteilen (62,5 Prozent der Nennungen), so die befragten Marketingverantwortlichen im Handel. Zugleich warnten 45,2 Prozent vor austauschbarer Kommunikation und verwässerter Markenidentität durch KI.

Redaktion07.10.262 Min.
Foto: Hand mit Smartphone am Küchentisch neben Handyhülle, Elektronikzubehör und frischen Lebensmitteln
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Preisbewusst, aber bequem: Briten starten beim Marktplatz

Zwei Drittel der britischen Online-Shopper steuern bei der Produktsuche aus Gewohnheit direkt große Marktplätze oder Suchmaschinen an, zitiert Channelx.world eine Umfrage des Preisvergleichers Idealo. Nur acht Prozent starteten mit Vergleichsportalen, obwohl 71 Prozent diesen durchaus vertrauten. Deren Revier sei aber eher die teure Anschaffung. Mehr Komfort beim Vergleichen wünsche sich eine klare Mehrheit, am häufigsten bei Handys, Elektronik und Lebensmitteln. Rabatten hingegen begegne das Publikum skeptisch: Echte Nachlässe zum Black Friday beispielsweise erwarte nicht einmal die Hälfte.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Person prüft am Smartphone eine Bestellung neben Paketen und Bankkarte in heller Wohnung.
© Black Forest Labs / Flux

Vietnams E-Commerce wächst 44 Prozent

Vietnams vier größte E-Commerce-Plattformen haben im ersten Halbjahr 2026 mehr als 291 Bio. Dong (9,9 Mrd. Euro) umgesetzt, berichtet Vietnam.vn. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum liege bei über 44 Prozent. Die Zahl verkaufter Artikel sei dagegen nur um knapp 14 Prozent gewachsen. Der Wert pro verkauftem Produkt steige und der durchschnittliche Online-Käufer gebe mehr aus.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter legt helle Sneaker in einen Karton im sauberen Warenlager mit Schuhkartons.
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Nike stolpert online ins elfte Minus-Quartal

Nikes Online-Geschäft schrumpft im elften Quartal in Folge, berichtet Digitalcommerce360.com. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende August sei der Digitalumsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar gesunken. In Europa, Nahost und Afrika betrage das Minus sogar 26 Prozent. Nike wolle seine Online-Kanäle zur „Vollpreis-Plattform“ umbauen, räume Altware aus und drossle das Angebot bei Lifestyle-Modellen und der Marke Jordan. Ein Sparprogramm namens „Pace“ solle bis 2031 rund 2,5 Mrd. Dollar einsparen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Arbeiter prüft ein Containersiegel in einem sauberen Logistikterminal mit Paletten und Kränen im Hintergrund
© Black Forest Labs / Flux

Paris und Berlin wollen China den Binnenmarkt-Zugang verengen

Deutschland und Frankreich wollen der EU-Kommission ein neues Werkzeug gegen Marktverzerrungen in die Hand drücken, berichtet Euronews.com. Es solle Drittstaaten bei schweren und systematischen Verzerrungen den Zugang zum Binnenmarkt beschränken. Anlass sei der Handelsdruck aus China. Das EU-Defizit im China-Handel habe 2025 geschätzt bei einer Mrd. Euro am Tag gelegen. Jede Kommissionsentscheidung solle greifen, solange keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten widerspricht. Für etwaige chinesische Vergeltungsschritte solle die EU Strategien für jeden Mitgliedstaat vorbereiten.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: IT-Mitarbeiter prüft Kabel an einem Serverschrank in einem sauberen Rechenzentrum
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KI-Ausgaben klettern auf 28,7 Mrd. Euro

Die KI-Ausgaben in Deutschland klettern 2026 auf rund 28,7 Mrd. Euro, berichtet Golem.de. Der Posten für generative KI verdopple sich auf 11,5 Mrd. Euro. Der sinkende Tokenpreis treibe die Nutzung stärker nach oben, als er die Rechnung entlaste. Goldman Sachs erwarte bis 2030 den 24-fachen Tokenverbrauch. Dabei benötige nur jede zehnte Aufgabe ein Spitzenmodell, doch lande mehr als die Hälfte der Anfragen dort. Gegenmittel seien Model-Routing, Prompt-Caching, Nutzungslimits und Schulungen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Person auf Sofa hält Smartphone, davor liegen gefalteter Pullover und Paket auf einem Couchtisch
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Tiktok stellt KI-Verkäufer und Kasse direkt in den Feed

Tiktok kündigt für US-Nutzer einen KI-Einkaufsberater und eine Kasse direkt im Feed an, berichtet Retail-News.de. Der „Shopping Assistant“ merke sich im Gespräch Vorlieben, kläre Fragen zu Größen, Lieferung und Verfügbarkeit und begleite den Kauf aus dem Dialog heraus. Per „Buy Direct“ bestelle der Nutzer aus seinem For-You-Feed direkt bei Marken, ohne in einen externen Shop wechseln zu müssen.

Redaktion07.10.262 Min.
Foto: Mann verpackt Pakete in einem hellen, sauberen Lagerraum mit Regalen und Versandkartons.
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Nummer neun: Kaufland startet Marktplatz in Spanien

Kaufland öffnet laut Pressemitteilung seinen Marktplatz in Spanien und ist damit in neun Ländern aktiv. Erstmals verkaufe das Unternehmen in mehr Ländern ohne eigene Filialen als in Ländern mit Kaufland-Filialen. Dass das Modell trägt, solle der Start in den Niederlanden belegen: Dort habe es am ersten Tag mehr als doppelt so viele Bestellungen gegeben wie beim bisher stärksten Marktplatz-Start. In Spanien gehe Kaufland mit über 3.100 Händlern und mehr als zehn Mio. Artikeln an den Start.

Redaktion07.10.262 Min.
Foto: Person hält transparente Verpackungsfolie an einem sauberen Packtisch mit Kartons und Versandbeuteln.
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Koalition plant Steuer auf Kunststoff in Verpackungen

Ab Juli 2027 will die Koalition Kunststoff in Verpackungen besteuern, berichtet Haendlerbund.de. Zahlen sollen laut Entwurf Hersteller und Importeure. Verbundverpackungen mit mehr als fünf Prozent Plastikanteil seien eingeschlossen. Recycelter Kunststoff könne auf Antrag steuerfrei bleiben. Auf den Handel könne die Abgabe über teurere Versandbeutel, Folien und Füllmaterial durchsickern; direkt treffe sie Händler, die Verpackungen selbst herstellen oder importieren. Der Bund rechne ab 2028 mit knapp 1,5 Mrd. Euro jährlich, die den deutschen Beitrag zur EU-Plastikabgabe decken sollen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Person shoppt am Laptop auf dem Sofa, daneben ein gefalteter Pullover und weiße Sneaker.
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800 Signale, ein Rabatt: Very personalisiert per KI

Der britische Online-Händler The Very Group setzt für die Personalisierung seiner Shops auf die KI-Plattform von Made With Intent, berichtet Retailtechnologyinnovationhub.com. Die Software werte mehr als 800 Verhaltenssignale aus, lese daraus in Echtzeit die Kaufabsicht und entscheide, wer wann welchen Rabatt oder welche Zahlungsoption sehe. Was wirkt, merke sie sich für künftige Besuche. Im ersten Monat sei der Umsatz pro Kunde bei einer nicht näher beschriebenen KI-Strategie um ein Fünftel gestiegen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Logistikarbeiter legt ein unbeschriftetes Paket auf ein Förderband in einer sauberen Sortierhalle
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Paketsteuer: Österreichs Handel beschwert sich in Brüssel

Der österreichische Handelsverband trägt laut Medienmitteilung den Streit um die nationale Paketsteuer nach Brüssel: Fünf Tage nach deren Start hat er bei der EU-Kommission Binnenmarkt-Beschwerde eingereicht. Die Abgabe verstoße gegen den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr und wirke als verdeckter Protektionismus: Sie treffe vor allem Versender aus anderen EU-Staaten ohne Filialen in Österreich. Eine vom Verband beauftragte Analyse prognostiziere einen jährlichen BIP-Rückgang von bis zu 360 Mio. Euro und 2.870 verlorene Arbeitsplätze. Der Verband verlangt von der Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt Kartons in einem hellen, sauberen Lager mit Rollwagen und Warenregalen.
© Black Forest Labs / Flux

Plus 0,1 Prozent: Europas Handel tritt auf der Stelle

Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum und in der EU ist im August gegenüber Juli um 0,1 Prozent gestiegen, meldet Eurostat. Nach dem Juli-Minus von 0,6 Prozent im Euroraum reicht das kaum zum Durchatmen. Non-Food legt um 0,5 Prozent zu, Kraftstoff verliert 1,9 Prozent. Deutschland landet mit plus 1,3 Prozent auf Platz drei der Monatswertung, liegt im Jahresvergleich aber immer noch 0,4 Prozent im Minus.

Redaktion07.10.263 Min.
Symbolbild: Drei Präsentationsfächer mit Schuh, Pullover und Etui zeigen unterschiedliche Produktauswahlen.
© OpenAI

Drei Assistenten, drei Regale: KI-Shopping kennt keine Ordnung

Wer ChatGPT, Googles AI Mode und Amazons Alexa dieselbe Kauffrage stellt, steht virtuell vor drei verschiedenen Regalen, zitiert Channelx.world eine Studie der Agentur Jellyfish. Für Spielzeug bediene sich Amazon fast nur im eigenen Shop, ChatGPT bei 24 verschiedenen Händlern, Google bei 37. Bei britischen Herrenanzügen ziehe ChatGPT 30 Händler heran, Google hingegen nur vier. Preisklassen ignoriere die KI: Eine Antwort zu Herrenanzügen etwa habe Modelle von 27 bis zu 3.295 Pfund präsentiert. Marken gingen unter: In der US-Mode verteile die KI ihre Empfehlungen auf 120 Marken, die stärkste komme auf sieben Prozent.

Redaktion06.10.263 Min.

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