Illustration gleich großer Glaspanels symbolisiert faire Behandlung im digitalen Markt

Teil 1: Maschinenraum schlägt Showroom: Wo KI im Lebensmittelhandel wirklich Geld verdient

Matthias Schu

Black Forest Labs / Flux

Aktuelle Beiträge

Mittwoch, 14. Oktober 2026
Foto: Mitarbeiter scannt ein Retourenpaket in einem sauberen Lager mit Sortierbehälter und Kartonregalen
© OpenAI

Britische Shops lassen Retouren liegen

Wer aus Deutschland bei britischen Online-Shops bestellt und zurückschickt, wartet im Durchschnitt 16 Tage auf sein Geld, zitiert Channelx.world eine Testkauf-Studie von ShopReturns. Keine der 31 Bestellungen an eine deutsche Adresse habe eine echte Gratisretoure geboten, in vier Fällen sei weniger als ein Fünftel des Kaufpreises zurückgeflossen. Die Entfernung sei nicht der Grund: Mancher Händler habe Rücksendungen nach Großbritannien binnen vier Tagen erstattet, ein Konzern mit drei Marken und Lager in den Niederlanden dagegen nach sechs Wochen. Es hapere schlicht an der Bearbeitung im Lager.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter scannt Kartons auf einer Palette in einem sauberen Elektroniklager
© OpenAI

Ceconomy & JD.com: Wien gibt grünes Licht

Österreichs Wirtschaftsministerium hat die Übernahme der MediaMarkt-Mutter Ceconomy durch den chinesischen Konzern JD.com genehmigt, berichtet ORF.at. Die Investitionskontrolle knüpfe ihr „Ja“ aber an Auflagen zu Daten, Lieferketten und sicherheitsrelevanten Personalentscheidungen. MediaMarkt betreibe in Österreich 56 Märkte mit rund 2.400 Beschäftigten und habe im Geschäftsjahr 2025/26 rund 1,3 Mrd. Euro umgesetzt. Offen bleibt das Urteil aus Brüssel: Die EU-Kommission wolle bis zum 4. November entscheiden.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person vergleicht eine grüne Jacke aus einem Paket mit einem unscharfen Smartphonebild.
© OpenAI

KI schraubt Erwartungen zu hoch

KI-Suche beeinflusst bereits 42 Prozent der digitalen Ausgaben britischer Verbraucher, zitiert Channelx.world eine Umfrage der MACH Alliance. Der Haken: Mehr als jeder Zweite finde, dass KI seine Erwartungen schon vor dem Kauf zu hoch schraube. Die Mehrheit halte KI-Bilder für zu perfekt, sodass die „echte“ gelieferte Ware nicht mithalten könne. 45 Prozent sagten, deshalb eher zu retournieren; in der Gen Z liege der Anteil bei 53 Prozent.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter scannt ein Paket auf einem Rollwagen zwischen Regalen in einem sauberen Warenlager
© OpenAI

E-Commerce-Logistik wächst nur noch einstellig

Die E-Commerce-Logistik schaltet einen Gang zurück: Ihr weltweiter Umsatz soll 2026 um 6,2 Prozent auf knapp 618 Mrd. Euro steigen, zitiert Trans.info einen Bericht von Transport Intelligence. Von 2022 bis 2025 seien es jährlich noch über 13 Prozent gewesen. Als Bremsen nennt der Bericht den gemächlicheren Online-Handel und das Ende der Zollfreigrenzen in den USA und der EU. Die Luftfracht von Hongkong nach Europa sei im Juli wochenweise um bis zu 24 Prozent gesunken. Mancher Anbieter aus Asien baue vorsorglich Lager in Europa auf.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Person auf Sofa schaut auf Smartphone neben Holztisch, gefalteten Textilien und Karton
© OpenAI

Ikea verkauft bei Tiktoks chinesischer Schwester

Ikea hat einen eigenen Shop auf Douyin eröffnet, der chinesischen Schwesterplattform von Tiktok, heißt es in einer Pressemitteilung von Ingka, dem größten Ikea-Franchisenehmer. Der Shop umfasse mehr als 6.500 Produkte aus 179 Kategorien und liefere in 301 Städte. Ikea wolle Kunden so beim Stöbern nach Wohnideen erreichen, bevor sie einen Kauf überhaupt planen. Der Kanal ergänze Filialen, Website, App und WeChat. China gelte dem Konzern als Versuchsfeld für verändertes Einkaufsverhalten.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Person plant am Küchentisch eine Reise mit Karte, Checkliste und Laptop im Hintergrund
© OpenAI

KI darf Reisen planen, aber nicht buchen

Für die Reiseplanung nutzen viele Konsumenten KI, die Buchung vertrauen sie ihr aber kaum an, zeigt eine Studie von McKinsey und Skift. Zwar lassen sich 71 Prozent von KI-Tools erste Ideen und Routen liefern, doch nur eine kleine Minderheit wolle ihnen auch die Buchung überlassen. Mehr als die Hälfte bestehe darauf, alle Details selbst zu prüfen. Und die Bestätigung beende die Suche selten: 78 Prozent recherchierten danach weiter. 51 Prozent hätten schon einmal eine Unterkunft storniert, etwa weil in sozialen Netzwerken ein attraktiveres Angebot aufgetaucht sei.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person kauft an einem Laptop ein, daneben liegen eine Karte und ein kleines Produktpaket auf sauberem Tisch
© Black Forest Labs / Flux

HDE: KI poliert Fake-Shops auf

Betrügerische Online-Shops sehen immer öfter täuschend echt aus, warnt der Handelsverband Deutschland. Laut der Polizeilichen Kriminalprävention helfe Künstliche Intelligenz den Betrügern zunehmend, in kurzer Zeit Shops mit sauberem Layout, fehlerfreien AGB und gefälschtem Impressum hochzuziehen. Holpriges Deutsch tauge damit ebenso wenig als Warnsignal wie schiefes Design. Der Fake-Shop-Finder der Verbraucherzentralen habe im Frühjahr bereits den 100.000. Betrugsshop registriert. Das schade nicht nur geprellten Kunden, sondern untergrabe auch das Vertrauen in den gesamten Online-Handel.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person fotografiert einen Holzstuhl in heller Wohnung für ein Online-Inserat.
© Black Forest Labs / Flux

Ikeas Gebrauchtbörse startet in Deutschland

Ikea öffnet seinen Second-Hand-Marktplatz für private Verkäufer in Deutschland, Großbritannien und Irland, berichtet Ecommercenews.eu. Die Plattform startete 2024 als Pilot in Spanien und Norwegen und ist nun in neun Ländern aktiv. Bis Ende August habe sie laut Unternehmen 15 Mio. Besuche und 95.700 Inserate gesammelt. Gut ein Viertel der Nutzer sei dabei als neues oder reaktiviertes Mitglied zum Kundenprogramm Ikea Family gestoßen, dessen Mitglieder kostenlos inserieren dürfen.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person misst an einem sauberen Packtisch einen Karton neben Unterlagen und Verpackungsmaterial.
© Black Forest Labs / Flux

Böttcher sagt Expansion wegen PPWR ab

Die Böttcher AG, Online-Händler für Geschäftskunden aus Zöllnitz bei Jena, streicht ihre Europa-Expansion samt den geplanten Markteintritt in Österreich, berichtet Packaging-Journal.de. Steuern, Energiekosten und Bürokratie seien schon länger eine Last, den Ausschlag gebe aber die EU-Verpackungsverordnung PPWR: Der Aufwand für Registrierung, Meldung, Dokumentation und Entsorgung falle in jedem neuen Land erneut an. Das sei bei mehr als 250.000 Artikeln eine zu große Bürde. Nach eigener Rechnung verzichte der Bürobedarfsspezialist damit auf bis zu 500 Mio. Euro Jahresumsatz.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Mitarbeiter legt Paket und Briefstapel auf eine Waage an einem modernen Postschalter
© Black Forest Labs / Flux

Porto 2027: Netzagentur gibt der Post zweistelligen Spielraum

Die Bundesnetzagentur will der Deutschen Post für 2027 und 2028 Preiserhöhungen von bis zu 10,72 Prozent bei Paketen erlauben, berichtet Golem.de. Vor zwei Jahren habe der Spielraum noch bei 7,21 Prozent gelegen. Für Briefe und Geschäftskunden-Post sehe der Entwurf sogar 20,35 Prozent vor, fast doppelt so hoch wie der bisherige Höchstwert von 2025. Verteile die Post den Aufschlag gleichmäßig, koste ein Standardbrief ab Januar 1,14 Euro statt 95 Cent. Bisher habe die Post solche Spielräume stets voll genutzt.

Redaktion13.10.262 Min.
Foto: Person hält ein helles Kleid über einem offenen Paket mit Kleidung auf einem sauberen Tisch.
© Black Forest Labs / Flux

UK: Shein lässt Asos hinter sich

Shein hat seinen Umsatz in Großbritannien 2025 um 26 Prozent auf 2,58 Mrd. Pfund gesteigert, berichtet Drapersonline.com. Damit liege der Fast-Fashion-Händler knapp vor Asos mit 2,46 Mrd. Pfund. Die Asos-Zahl umfasse allerdings auch das Auslandsgeschäft und beziehe sich auf das Geschäftsjahr bis Ende August. Sheins britischer Betriebsgewinn sei um 28 Prozent auf 39,1 Mio. Pfund geklettert.

Redaktion13.10.263 Min.

Gerade angesagt

Alle ansehen

Top der letzten Woche

Foto: Zwei Personen verpacken Kartons an einem Tisch, Regale mit Paketen im Hintergrund.
© Black Forest Labs / Flux

Verpackungsverordnung PPWR: Für kleine Onlinehändler endet das Cross-Border-Geschäft

Seit dem 12. August 2026 gilt die neue EU-Verpackungsverordnung PPWR. Sie soll Verpackungsmüll senken und die bislang zersplitterten nationalen Vorschriften durch ein einheitliches Regelwerk ersetzen. In der Praxis berichten Händlerverbände und einzelne Shopbetreiber jedoch von neuen Dokumentations- und Registrierungspflichten – mit der Folge, dass manche kleine Händler den Versand ins EU-Ausland einstellen.

David Wöllenstein12.08.267 Min.

Dossiers für die Praxis

Die Hintergründe zu den Nachrichten. Mit Antworten, die Ihnen im Handelsalltag weiterhelfen.

Alle Dossiers
Handscanner ist auf den Barcode des Versandetiketts auf einem Paket gerichtet
© Black Forest Labs / Flux · KI-bearbeitet

Versand & Retouren

Versandkosten steuern, Sendungen nachvollziehen und Rückgaben sauber abwickeln: eine praktische Entscheidungshilfe für Onlinehändler.

Dossier lesen

7 Min. Lesezeit

Symbolbild: Kundin mit Smartphone neben einem geöffneten Versandkarton
© Black Forest Labs / Flux

Wero im Handel

Passt Wero in Ihren Checkout? Was Onlinehändler zu Einbindung, Konditionen und Rückzahlungen klären sollten – mit Checkliste für den Praxistest.

Dossier lesen

6 Min. Lesezeit

Expertenrat

Einordnung und Empfehlungen von Fachleuten aus Handel, Wissenschaft und Beratung.

Alle Expertenbeiträge
3D-Illustration zeigt Verschmelzung von Handelsdaten in einer zentralen Cloud-Struktur — Variante B
© Higgsfield / Soul

Warum Agentic Commerce die größte Chance für den B2B-Handel seit Jahren ist

Wenn KI-Agenten im B2B-Einkauf Produkte suchen, Konditionen vergleichen und Bestellungen auslösen, dürfte zum Zug kommen, wer seine Daten maschinenlesbar bereitstellt. Stefan Hamann aus dem Expertenrat, Mitgründer von Shopware und dort seit August Chief Agentic Officer, skizziert fünf Schritte, mit denen sich B2B-Händler darauf vorbereiten können.

Stefan Hamann21.09.264 Min.
3D-Illustration: Zwei kleine Schaufenster mit Smartphone und Monitor hinter Milchglas, davor eine Lupe.
© Black Forest Labs / Flux

Produktdaten auf Marktplätzen: Was KI-Agenten korrigieren dürfen – und was nicht

Produktdaten verlassen das PIM-System – und auf Marktplätzen entscheidet danach oft nicht mehr der Anbieter, wie sie aussehen. Markus Rohmeyer, CPO bei novomind und Mitglied des Etailment.de-Expertenrats, erklärt, wie Digital Shelf Analytics diese Lücke sichtbar macht, wie KI-Agenten sie schließen – und wo sie es nicht dürfen.

Markus Rohmeyer18.09.265 Min.

Gastbeiträge

Erfahrungen, Standpunkte und Impulse von Gastautorinnen und Gastautoren.

Alle Gastbeiträge
Agentic Commerce beginnt mit den Grundlagen

Agentic Commerce beginnt mit den Grundlagen

KI-Agenten sollen Angebote vergleichen und Käufe auslösen – vorausgesetzt, sie finden eindeutige Daten vor. Simon Rabente, Mitgründer und Geschäftsführer der Kölner E-Commerce-Agentur Webmatch, beschreibt, welche Grundlagen Händler klären sollten, bevor der erste Agent auf ihr Sortiment zugreift.

etailment24.09.264 Min.
Geschenkekauf 2.0: Wie Verbraucher mit KI schenken
© Unsplash

Geschenkekauf 2.0: Wie Verbraucher mit KI schenken

Auf Fachkonferenzen gilt der KI-gestützte Umbruch im Handel oft als ausgemachte Sache. Eine eigene Verbraucherbefragung legt nahe, dass der Markt differenzierter ist. Leif-Eric Marx, Managing Director DACH & CEE beim Geschenkkarten-Anbieter BHN (Blackhawk Network), zeigt, welche digitalen Kanäle bereits im Alltag angekommen sind und wo Anbieterversprechen der tatsächlichen Nutzung vorauseilen.

etailment19.09.264 Min.
Produkte schon vor dem Kauf erlebbar machen
© Unsplash

Produkte schon vor dem Kauf erlebbar machen

Mit Rabatten und Reichweite allein lassen sich junge Zielgruppen nicht dauerhaft gewinnen. Tim Christiansen, General Manager DACH beim Social-Media-Anbieter Snapchat, erklärt, wie Augmented Reality und Storytelling Kundinnen und Kunden bei der Einschätzung helfen, ob ein Produkt zu ihren Bedürfnissen und ihrem Alltag passt.

etailment17.09.264 Min.

Weitere Beiträge

Foto: Caféperson legt ein Croissant in eine Papierbox, daneben filmt ein Smartphone auf einem Ständer.
© Black Forest Labs / Flux

Tiktok sieht sich als US-Jobmotor

Tiktok hat 2025 rund 81 Mrd. Dollar zur US-Wirtschaftsleistung beigetragen, zitiert Retail-News.de eine Studie im Auftrag der Plattform. Rechnerisch sichere die App 410.000 Arbeitsplätze. Vom Feed an die Ladentheke: Die Studie zählt 27 Mio. Amerikaner, die erstmals ein lokales Geschäft, Café oder Restaurant besuchten, weil sie es in einem Video entdeckt hatten. Dort hätten sie 4,7 Mrd. Dollar ausgegeben. 1,8 Mio. Amerikaner würden über Tiktok verkaufen. 76 Prozent der befragten Betriebe hielten die Plattform für „überlebenswichtig“.

Redaktion13.10.263 Min.
Foto: Person packt in heller Küche Lebensmittel und Papiertüten aus einem Versandkarton aus
© OpenAI

Schwedens Online-Handel wächst acht Prozent

Schwedens Online-Händler haben im zweiten Quartal acht Prozent mehr umgesetzt als im Vorjahreszeitraum, berichtet Ecommercenews.eu. Alle Sektoren seien gewachsen, Apotheken mit 13 Prozent am stärksten, Lebensmittel und Unterhaltungselektronik mit je zehn Prozent. Ausgerechnet im Heimatland des Billy-Regals wachse das Segment Möbel und Einrichtung mit vier Prozent nur halb so schnell wie der Gesamtmarkt.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Mann vergleicht am Smartphone Angebote neben Pullover und Kopfhörerbox auf einem hellen Tisch
© OpenAI

Prime Big Deal Days: US-Kunden geben fast zehn Mrd. Dollar aus

Während Amazons zweitägiger Prime Big Deal Days haben Konsumenten in den USA online 9,86 Mrd. Dollar ausgegeben, zitiert Retaildive.com Daten von Adobe. Die Summe umfasse alle US-Händler, nicht nur Amazon. Der Nachlass auf den Listenpreis habe bei höchstens 20 Prozent gelegen. Bei Computern, Fernsehern, Spielzeug und Mode habe das Rabattniveau auch viele Käufer zum Griff ins höhere Preisregal gelockt. 52 Prozent des Umsatzes, 5,1 Mrd. Dollar, seien über Mobilgeräte geflossen.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Geschäftsinhaberin steckt eine Karte an einen Wandplaner neben Laptop, Paketen und Produktregalen.
© OpenAI

Kleine US-Firmen mit KI planen eher Neueinstellungen

Kleine US-Firmen, die KI einsetzen, blicken zuversichtlicher auf ihre Personal- und Umsatzentwicklung als der Rest, zitiert Techradar.com eine Studie der New York Fed. Fast die Hälfte setze bereits KI ein, aber nur jede zweite dieser Firmen habe sie fest in die Abläufe eingebaut. Der Saldo der Einstellungserwartungen erreiche bei KI-Nutzern 33 Prozentpunkte, bei Nicht-Nutzern 15. Die KI-Fraktion rechne zwar eher mit mehr Umsatz, wirklich gesteigert wurde er aber erst bei knapp einem Drittel.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Mann stapelt zwei Kartons auf einem Küchentisch neben Kleidung und hält ein Smartphone.
© OpenAI

Beliebtheit: Ebay und Temu ringen um die Silbermedaille

Im Ranking der beliebtesten deutschen Online-Shops liegt Amazon weit vorn: Drei von vier Befragten zwischen 18 und 64 Jahren haben binnen eines Jahres dort bestellt, zitiert Winfuture.de eine Umfrage von Statista. Dahinter liefere sich Ebay mit 32 Prozent ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Temu, das auf 31 Prozent komme. Otto folge mit 21 Prozent, knapp vor Zalando, H&M und MediaMarkt. Bis 2029 solle die Zahl der Online-Käufer um 4,1 Mio. auf den Rekordwert von rund 51,8 Mio. klettern.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiterin befestigt ein unbeschriftetes Preisschild an einem Sessel im hellen Möbelhaus.
© OpenAI

Preisempfehlung ohne Wettbewerb: Gericht kassiert UVP-Streichpreise

Das Landgericht Würzburg hat die UVP-Werbung eines Händlers für Möbel, die nur innerhalb seiner Unternehmensgruppe erhältlich sind, als irreführend eingestuft, berichtet Haendlerbund.de. Er habe seinen Angebotspreis einer angeblichen Herstellerempfehlung gegenübergestellt. Für Kunden sei eine UVP ein Richtwert für den Marktpreis, argumentierten die Richter. Fehle ein Markt mit mehreren Anbietern, rechne sie den eigenen Preis bloß schön. Der Händlerbund rät, Rabatte stattdessen am eigenen Preis der letzten 30 Tage zu messen.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Frau plant am Küchentisch Geschenkbudget mit Liste, Rechner, Smartphone und verpackten Paketen
© Black Forest Labs / Flux

Volle Wunschzettel, knappe Kassen in den USA

Das US-Weihnachtsgeschäft steuert auf ein Umsatzplus von 4,3 bis 4,9 Prozent und über 1,7 Bio. Dollar zu, zitiert Retaildive.com eine Studie des Shoppingcenter-Verbands ICSC. 78 Prozent der Befragten wolle mindestens so viel ausgeben wie im Vorjahr. Doch knapp jeder Zweite bange um das Geschenkebudget, die Hälfte spüre den Druck von Schulden. Der Anteil derer, die KI-Assistenten einsetzen wollen, steige von 47 auf gut 60 Prozent. Vor dem Kauf wolle trotzdem 86 Prozent zusätzlich recherchieren.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Person bestellt am Küchentisch Drogerieartikel per Smartphone neben Stofftasche.
© Black Forest Labs / Flux

dm schickt KI-Einkaufshelfer in die App

Die Drogeriekette dm baut Anfang 2027 einen KI-Einkaufsagenten in ihre App ein, berichtet Businessinsider.de. Der Helfer namens „dm-mitgedacht“ solle zunächst Einkaufslisten führen, Produkte finden und den Warenkorb nach Vorgaben umbauen, später auf Wunsch auch selbst zur Kasse gehen. In Deutschland biete bislang nur der Lieferdienst Knuspr einen Agenten an, der den kompletten Bestellprozess übernehme.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Logistikarbeiter legt grauen Versandbeutel zwischen Kartons auf einen Förderer.
© Black Forest Labs / Flux

Shein, Temu, AliExpress: Ein Drittel Umsatz weg

Shein, Temu und AliExpress haben im dritten Quartal in Deutschland 566 Mio. Euro umgesetzt, 35,5 Prozent unter Vorjahr, meldet Bevh.org. Ihr Marktanteil sinke von 5,3 Prozent im Vorquartal auf 3,1 Prozent. Der Verband sieht die Ursache in der Zollpauschale. Der heimische Online-Handel habe davon nicht profitiert: Der Gesamtmarkt wachse nur um 2,9 Prozent und damit weniger als die Inflation. Das Marktplatzgeschäft sei um fünf Prozent gewachsen, das reiner Online-Shops um 0,8 Prozent geschrumpft.

Redaktion12.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter prüft Bücher in einer hängenden Transporttasche in einer hellen Logistikhalle
© Black Forest Labs / Flux

Momox automatisiert Leipziger Logistik

Momox hat seinen größten Logistikstandort in Leipzig automatisiert, berichtet Retail-News.de. Kernstück sei ein Taschensorter mit 29.000 Transporttaschen für bis zu 250.000 gebrauchte Bücher, Medien und Modeartikel am Tag. Bei rund 20 Mio. gelagerten Unikaten parke die Anlage jedes Einzelstück, bis eine Bestellung komplett sei, im Schnitt eine Stunde lang. Danach verteile ein Ausgangssorter mehr als 6.000 Bestellungen pro Stunde auf 20 Versandziele. Momox wolle so Wege verkürzen und schwere Handarbeit reduzieren.

Redaktion12.10.262 Min.
Foto: Person scannt an einem hellen Küchentisch einen Wunschzettel mit dem Smartphone, daneben Spielzeug und Kataloge.
© OpenAI

Target: Vom Wunschzettel direkt in den Warenkorb

Der US-Händler Target startet mit einem interaktiven Spielzeugkatalog ins Weihnachtsgeschäft, berichtet Digitalcommerce360.com. Fast 500 Spielzeuge, Spiele und Geschenke stehen online und in der App bereit, ergänzt um Vorführvideos und Videorezensionen. Der Katalog solle nicht wie ein Produktraster funktionieren, sondern mehr wie eine Content-Plattform mit Buy-Button. Den Sprung vom Papier in die App schaffe ein Scanner für handgeschriebene Wunschzettel.

Redaktion09.10.263 Min.
Foto: Büroangestellte packt Notizbuch und Tasse in einen Karton auf einem ordentlichen Schreibtisch.
© OpenAI

Amazon kürzt Personal während der eigenen Rabattaktion

Während die Rabattaktion „Prime Big Deal Days“ läuft, streicht Amazon erneut Stellen, vor allem in der für den Online-Shop zuständigen Sparte „Stores“, berichtet Reuters.com. Betroffen seien weniger als 1.000 Büroangestellte in den USA, Indien und Großbritannien, unter anderem aus Kundenservice sowie Händlerbetreuung. Gründer Jeff Bezos zufolge habe Amazon in der Pandemie zu viel Personal eingestellt.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Lieferarbeiter übergibt zwei Papiertüten mit Lebensmitteln an Kundin mit Smartphone im Wohnungseingang
© OpenAI

Costcos Digitalumsatz wächst um 20 Prozent

Costcos Digitalumsatz samt Lieferdiensten hat im Geschäftsjahr 2026 um mehr als 20 Prozent auf über 33 Mrd. Dollar zugelegt, berichtet Rswebsols.com. Der App- und Website-Traffic sei im vierten Quartal um 30 Prozent gestiegen. Eine Partnerlieferung dauere im Schnitt unter einer Stunde. Der Umsatz über personalisierte Platzierungen und Mails sei dreistellig gewachsen, jede zehnte Online-Bestellung enthalte so beworbene Artikel. Traffic aus KI-Suche wachse seit zwei Quartalen dreistellig und konvertiere am besten.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Person prüft am Küchentisch Smartphone und Verpackung, daneben liegt unbenutzte Zahlungskarte.
© OpenAI

Kaum Vertrauen in Händler-KI

Kunden lassen KI-Agenten gern recherchieren, das Bezahlen erledigen sie lieber selbst, zeigt eine Studie des EHI. Beim Smartphone-Kauf etwa sinke die Bereitschaft von 72 Prozent bei der Informationssuche auf 45 Prozent beim Bezahlen. Gehe es um Objektivität, bevorzuge eine Mehrheit von 64 Prozent allgemeine generative KI, nur sieben Prozent trauten der KI von Händlern oder Herstellern. Die größte Sorge gelte der systematischen Bevorzugung bestimmter Händler und der unerwünschten Nutzung persönlicher Daten.

Redaktion09.10.263 Min.
Foto: Logistikarbeiter prüft Kartons auf einer Palette vor einem offenen Container im Hafen
© OpenAI

China liefert mehr, Deutschland verkauft weniger

Die Importe aus China sind im August gegenüber Juli um elf Prozent auf 16,8 Mrd. Euro gesprungen, meldet das Statistische Bundesamt. Die Volksrepublik ist damit Deutschlands größter Lieferant. Insgesamt wuchsen die Einfuhren um 0,9 Prozent auf 118 Mrd. Euro, während die Ausfuhren um 0,8 Prozent auf 137,6 Mrd. Euro nachgaben. Der Handelsüberschuss schrumpfte von 21,6 auf 19,5 Mrd. Euro. Größter Abnehmer sind die USA: Sie kauften zwar 6,3 Prozent weniger als im Juli, aber 22,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Redaktion09.10.263 Min.
Foto: Lagerarbeiter scannt Kartons neben verpackten Servern in einer hellen Frachtlagerhalle
© OpenAI

WTO: KI-Boom hievt den Handel über die Krise

Die Welthandelsorganisation WTO rechnet 2026 mit 3,9 Prozent Wachstum im Warenhandel statt der bisher erwarteten 1,9 Prozent, berichtet Stern.de. Den Schub liefere vor allem die KI-Nachfrage nach Halbleitern, Rechenzentren und digitaler Infrastruktur. Sie wiege die Folgen der zeitweise gesperrten Straße von Hormus mehr als auf. Den Handel mit Dienstleistungen sehe die WTO dagegen bei 3,3 statt 4,8 Prozent. Vor allem das Geschäft mit Transport und Reisen leide unter den hohen Spritkosten und Flugbeschränkungen.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Techniker prüft ein Serverrack in einem hellen, modernen Rechenzentrum.
© OpenAI

Alibabas KI-Cloud wächst über 50 Prozent

Analysten trauen Alibabas KI-Cloud-Sparte im Septemberquartal ein Umsatzplus von mehr als 50 Prozent zu, berichtet Scmp.com. Schon im Quartal davor wuchs sie um 45 Prozent auf 7,2 Mrd. Dollar. Auch die Marge solle auf rund 15 Prozent steigen, nach zwölf Prozent im Vorquartal. Die getrennt geführte Sparte für KI-Modelle und -Apps bleibe zwar defizitär, ihr Quartalsverlust solle aber auf 1,5 bis 1,7 Mrd. Dollar schrumpfen.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Mann steht in heller Küche mit Smartphone neben geschlossenem Kühl-Gefrier-Gerät.
© OpenAI

MediaMarkt: Gewährleistung bleibt Händlersache

Das Landgericht Ingolstadt verbietet dem Betreiber des MediaMarkt-Online-Shops, Kunden mit Gewährleistungsansprüchen an den Hersteller weiterzureichen, meldet der Verbraucherzentrale Bundesverband. Der Verband hatte gegen die MMS E-Commerce GmbH geklagt. Auslöser war ein Kühl-Gefrier-Gerät, dessen Türalarm auch bei geschlossener Tür piepte. Der Kundenservice schickte den Käufer per E-Mail zum Hersteller. Diese Antwort sei irreführend, urteilte das Gericht: Sie erwecke den falschen Eindruck, der Händler sei nicht zuständig.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Arbeiter prüft folierte Palette mit Metallteilen in sauberer moderner Verladehalle.
© OpenAI

Bundesregierung hebt Wachstumsprognose auf 1,3 Prozent

Die Bundesregierung hat ihre Wachstumsprognose für 2026 von 0,5 auf 1,3 Prozent angehoben, berichtet Manager-Magazin.de. Die Wirtschaft habe Iran-Krieg und teure Energie besser verkraftet als erwartet, das Plus stütze sich vor allem auf Exporte, staatliche Investitionen und Verteidigungsausgaben. Für 2027 erwarte Berlin 1,1 Prozent, für 2028 nur noch 0,6 Prozent.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Logistikmitarbeiter prüft ein kleines Paket mit Dokumenten an einem Sortiertisch.
© Black Forest Labs / Flux

Drei Verbände fordern Haftungsadresse für Drittstaaten-Händler

Markenverband, HDE und Verbraucherzentrale Bundesverband fordern erstmals gemeinsam, dass jeder Anbieter auf dem EU-Markt auch in Europa haftbar ist, meldet der HDE. Mehr Kontrolle allein genüge bei geschätzt 5,9 Mrd. Kleinsendungen im Jahr 2025 nicht. Händler und Hersteller ohne EU-Sitz müssten deshalb einen registrierten Bevollmächtigten benennen und Plattformen dessen Registrierung vor Freischaltung eines Angebots prüfen. Fehle der Verantwortliche und habe die Plattform ihre Prüfpflicht verletzt, solle sie selbst haften. Die Bundesregierung solle sich beim geplanten European Product Act dafür einsetzen.

Redaktion09.10.262 Min.
Foto: Frau sitzt am Küchentisch vor einem Laptop, daneben liegen Buch, Socken und ein Spielkarton.
© OpenAI

Amazon führt Buch über Hobbys, Familie und Hinternform

Amazon zeigt US-Kunden auf einer Seite namens „About you“, was der Konzern aus ihrem Kaufverhalten über sie folgert, berichtet Fastcompany.com. Die seit Mai laufende Beta solle Empfehlungen personalisieren und sortiere die Annahmen nach Vorlieben, Hobbys und Familie. Das Ergebnis liest sich, als hätte ein Hobbypsychologe den Warenkorb durchwühlt: Eine Nutzerin habe den Eintrag „Hat flachen Hintern“ entdeckt, ein anderer „Flucht bei Schreck“ unter seinen Hobbys. Einem dritten unterstelle Amazon zu dessen Verwirrung eine Schwäche für „Brünette mit Muskeln“.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Zwei Büroangestellte ordnen Haftnotizen an einer Glaswand in einem hellen Besprechungsraum.
© OpenAI

Otto schickt 37 KI-Lotsen in die Fachabteilungen

Otto bildet 37 Mitarbeiter zu „GenAI-Enablement-Partnern“ aus, meldet Otto.de. Die per Nominierung oder Bewerbung ausgewählte Truppe absolviere in zwei Kohorten eine fünftägige Bitkom-Schulung mit Zertifizierung. Danach dürfe sie mindestens ein Fünftel ihrer Arbeitszeit darauf verwenden, Fachbereichen beim Aufspüren, Priorisieren und Umsetzen von KI-Anwendungsfällen zu helfen. Die bisherigen „GenAI-Ambassadoren“ hätten vor allem Wissen und Inspiration vermittelt. Nun gehe es ans Eingemachte: KI solle dauerhaft im Arbeitsalltag landen.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Techniker prüft Kabel in einem Serverschrank eines sauberen Rechenzentrums.
© Black Forest Labs / Flux

KI-Risiken: Versicherer zwischen Schadensfall und Geschäftsfeld

Versicherer rechnen durch, welche Kosten KI-Schäden ihnen künftig aufbürden, berichtet Heise.de. Der Makler Aon habe mehr als 300 KI-Gerichtsverfahren ausgewertet: Die Fälle reichten von gehackten Firmen über verletztes geistiges Eigentum bis zu technischen Fehlern. Wer am Ende hafte, sei offen; die EU habe einen Gesetzesentwurf 2025 als „verfrüht“ beerdigt. Zugleich steige die Branche tiefer ins KI-Geschäft ein und sichere Kredite, Chip-Wertverluste und Rechenzentrumsausfälle ab. Nvidia verhandle sogar über eine Police gegen Kreditausfälle von Start-ups, etwa beim Rechenzentrumsbau.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Mann sitzt an einem hellen Küchentisch und blickt nachdenklich auf sein Smartphone.
© OpenAI

UK: 20 Mio. Kläger gegen Googles App-Store-Provision

Nach Apple und Sony steht nun Google wegen seiner App-Store-Provisionen vor einem Londoner Kartellgericht, berichtet Reuters.com. Die Sammelklage über mehr als eine Mrd. Pfund läuft im Namen von rund 20 Mio. Verbrauchern, die seit 2015 im Play Store Apps, In-App-Käufe oder Abos bezahlt haben. Die Klägerseite wirft Google vor, seine Marktmacht für bis zu 30 Prozent Provision missbraucht zu haben, die über die Preise bei den Kunden gelandet sei. Alphabet hält die Klage für unbegründet, der Play Store stehe im Wettbewerb mit Apples App Store.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Bauingenieur mit Helm prüft Pläne am Zaun vor einem Rohbau mit Leitungen.
© OpenAI

Amazon warnt vor Baustopp für Rechenzentren

Mehr als 100 US-Gemeinden erwägen Baustopps für Rechenzentren, weswegen AWS-Chef Matt Garman vor „Folgen über Generationen“ warnt, berichtet Techradar.com. Rechenzentren seien strategisch so wichtig wie einst die Highways. Die US-Investitionen in Rechenzentren und KI-Infrastruktur könnten bis 2032 auf 10,3 Bio. Dollar steigen. Amazon verzichte auf Geheimhaltungsabkommen mit den Behörden, lege jährlich Strom- und Wasserverbrauch offen und stecke über fünf Jahre mehr als eine Mrd. Dollar in Weiterbildung und Energieeffizienz vor Ort.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Person prüft eine beige Jacke neben offenem Karton und gefalteten Textilien in heller Wohnung
© OpenAI

Ebay: Gebraucht kaufen wird Alltag

Second-Hand rückt vom Gelegenheitskauf ins Haushaltsbudget, zeigt eine Studie von Ebay. Für 70 Prozent der mehr als 10.500 weltweit befragten Verbraucher sei Gebrauchtkauf wichtig, um mit dem Geld auszukommen. Der Anteil derer, die mindestens monatlich gebraucht kaufen, sei binnen eines Jahres von 35 auf 47 Prozent geklettert. Und der Trend habe Nachwuchs: Bei den 18- bis 29-Jährigen plane mehr als jeder Zweite, in den kommenden 12 Monaten mehr gebraucht zu kaufen, im Schnitt aller Befragten gut jeder Dritte.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Person am Küchentisch hält Bankkarte und Smartphone neben Paketbox und Unterlagen.
© OpenAI

Kauf jetzt, prüf vorher: BNPL wird zum Kredit

Ab dem 20. November 2026 fallen auch Kleinkredite unter 200 Euro, zinsfreie Finanzierungen und viele BNPL-Angebote unter das Verbraucherdarlehensrecht, berichtet Haendlerbund.de. Das bedeute womöglich strengere Bonitätsprüfungen und mehr Informationspflichten. Bei externen Anbietern trage meist der Zahlungsdienstleister die Kreditgeberrolle, je nach Modell gelte mancher Händler aber selbst als Kreditgeber oder -vermittler. Gewähre ein KMU den Rechnungskauf selbst und zinsfrei, greife eine Ausnahme, sofern das Zahlungsziel höchstens 50 Tage betrage.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Person fotografiert einen hellen Holzstuhl in einer aufgeräumten Wohnung für den Wiederverkauf.
© OpenAI

Ikeas Second-Hand-Marktplatz kommt nach Deutschland

Ikea-Family-Mitglieder können laut Pressemitteilung ab 14. Oktober auch in Deutschland gebrauchte Ikea-Produkte untereinander handeln. Das Einstellen sei kostenlos, die Plattform schlage Preise vor. Wer verkauft, bekomme Geld aufs Konto oder eine Ikea-Gutschrift mit 15 Prozent Aufschlag. In den ersten sechs Märkten habe der Marktplatz bis Ende August 95.700 Inserate und 15 Mio. Besuche gezählt. Den nächsten Schritt teste Ikea in Spanien und Portugal: Dort solle bis Ende Dezember jeder Inserent optional ein Rückkaufangebot von Ikea bekommen.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Zwei Roboterarme sortieren ein weißes Paket, daneben beobachtet ein Mitarbeiter die Retourenstation.
© OpenAI

Roboter sortieren Zalandos Rücksendungen

Zalando lässt laut Pressemitteilung Retouren in Greven und im polnischen Świebodzin künftig von Robotern sortieren. Der Logistiker betreibe die zweiarmigen Systeme, die Sereacts Software „Cortex“ steuere. Sie greife und sortiere auch zerknautschte, schlecht verpackte Rücksendungen, ohne jeden Artikel vorher einzeln lernen zu müssen. Das Personal könne sich dadurch auf Überwachung, Sonderfälle und Qualitätskontrolle verlegen. Die beiden Standorte seien erst der Anfang: Zalando sei im Juli bei Sereact eingestiegen, gemeinsam wolle man die Retourenroboter europaweit ausrollen.

Redaktion08.10.262 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt ein Paket auf einem sauberen Förderband in einem hellen Logistikzentrum.
© Black Forest Labs / Flux

Amazon hält 63 Prozent Marktanteil

Amazon vereint inklusive Marktplatz rund 63 Prozent des deutschen Online-Handels auf sich, zeigt eine Studie von IFH Köln und General Evidence. Den Zuwachs müsse der Platzhirsch aber zunehmend teilen: Amazon habe zuletzt um 3,2 Mrd. Euro zugelegt, Otto und Zalando zusammen um 1,4 Mrd., Temu und Shein gemeinsam um rund eine Mrd. Euro. Jeder achte Kunde verlagere einzelne Käufe zu asiatischen Anbietern. Bei Auswahl, Bestellkomfort und Liefertempo liege Amazon aus Kundensicht trotzdem deutlich vorn.

Redaktion08.10.263 Min.
Foto: Frau arrangiert unbeschriftete Lebensmittel vor einem Smartphone in hellem Marketingbüro
© OpenAI

Schneller, billiger, beliebiger? KI im Händlermarketing

Eigene App, E-Mail und Instagram bleiben Schlüsselkanäle im Handelsmarketing, der gedruckte Handzettel verliert an Gewicht, zeigt der „Marketing Insights Report 2026“ des EHI. Im Kommen seien Tiktok, Youtube, digitale Prospekte und GEO. Künstliche Intelligenz sei vor allem in der Content-Produktion angekommen, für Datenauswertungen nutze der Handel sie seltener. Als größte Chance gelte Effizienz samt Kostenvorteilen (62,5 Prozent der Nennungen), so die befragten Marketingverantwortlichen im Handel. Zugleich warnten 45,2 Prozent vor austauschbarer Kommunikation und verwässerter Markenidentität durch KI.

Redaktion07.10.262 Min.
Foto: Hand mit Smartphone am Küchentisch neben Handyhülle, Elektronikzubehör und frischen Lebensmitteln
© OpenAI

Preisbewusst, aber bequem: Briten starten beim Marktplatz

Zwei Drittel der britischen Online-Shopper steuern bei der Produktsuche aus Gewohnheit direkt große Marktplätze oder Suchmaschinen an, zitiert Channelx.world eine Umfrage des Preisvergleichers Idealo. Nur acht Prozent starteten mit Vergleichsportalen, obwohl 71 Prozent diesen durchaus vertrauten. Deren Revier sei aber eher die teure Anschaffung. Mehr Komfort beim Vergleichen wünsche sich eine klare Mehrheit, am häufigsten bei Handys, Elektronik und Lebensmitteln. Rabatten hingegen begegne das Publikum skeptisch: Echte Nachlässe zum Black Friday beispielsweise erwarte nicht einmal die Hälfte.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Person prüft am Smartphone eine Bestellung neben Paketen und Bankkarte in heller Wohnung.
© Black Forest Labs / Flux

Vietnams E-Commerce wächst 44 Prozent

Vietnams vier größte E-Commerce-Plattformen haben im ersten Halbjahr 2026 mehr als 291 Bio. Dong (9,9 Mrd. Euro) umgesetzt, berichtet Vietnam.vn. Das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum liege bei über 44 Prozent. Die Zahl verkaufter Artikel sei dagegen nur um knapp 14 Prozent gewachsen. Der Wert pro verkauftem Produkt steige und der durchschnittliche Online-Käufer gebe mehr aus.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter legt helle Sneaker in einen Karton im sauberen Warenlager mit Schuhkartons.
© Black Forest Labs / Flux

Nike stolpert online ins elfte Minus-Quartal

Nikes Online-Geschäft schrumpft im elften Quartal in Folge, berichtet Digitalcommerce360.com. Im ersten Geschäftsquartal bis Ende August sei der Digitalumsatz währungsbereinigt um 13 Prozent auf 1,8 Mrd. Dollar gesunken. In Europa, Nahost und Afrika betrage das Minus sogar 26 Prozent. Nike wolle seine Online-Kanäle zur „Vollpreis-Plattform“ umbauen, räume Altware aus und drossle das Angebot bei Lifestyle-Modellen und der Marke Jordan. Ein Sparprogramm namens „Pace“ solle bis 2031 rund 2,5 Mrd. Dollar einsparen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Arbeiter prüft ein Containersiegel in einem sauberen Logistikterminal mit Paletten und Kränen im Hintergrund
© Black Forest Labs / Flux

Paris und Berlin wollen China den Binnenmarkt-Zugang verengen

Deutschland und Frankreich wollen der EU-Kommission ein neues Werkzeug gegen Marktverzerrungen in die Hand drücken, berichtet Euronews.com. Es solle Drittstaaten bei schweren und systematischen Verzerrungen den Zugang zum Binnenmarkt beschränken. Anlass sei der Handelsdruck aus China. Das EU-Defizit im China-Handel habe 2025 geschätzt bei einer Mrd. Euro am Tag gelegen. Jede Kommissionsentscheidung solle greifen, solange keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedstaaten widerspricht. Für etwaige chinesische Vergeltungsschritte solle die EU Strategien für jeden Mitgliedstaat vorbereiten.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: IT-Mitarbeiter prüft Kabel an einem Serverschrank in einem sauberen Rechenzentrum
© Black Forest Labs / Flux

KI-Ausgaben klettern auf 28,7 Mrd. Euro

Die KI-Ausgaben in Deutschland klettern 2026 auf rund 28,7 Mrd. Euro, berichtet Golem.de. Der Posten für generative KI verdopple sich auf 11,5 Mrd. Euro. Der sinkende Tokenpreis treibe die Nutzung stärker nach oben, als er die Rechnung entlaste. Goldman Sachs erwarte bis 2030 den 24-fachen Tokenverbrauch. Dabei benötige nur jede zehnte Aufgabe ein Spitzenmodell, doch lande mehr als die Hälfte der Anfragen dort. Gegenmittel seien Model-Routing, Prompt-Caching, Nutzungslimits und Schulungen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Person auf Sofa hält Smartphone, davor liegen gefalteter Pullover und Paket auf einem Couchtisch
© Black Forest Labs / Flux

Tiktok stellt KI-Verkäufer und Kasse direkt in den Feed

Tiktok kündigt für US-Nutzer einen KI-Einkaufsberater und eine Kasse direkt im Feed an, berichtet Retail-News.de. Der „Shopping Assistant“ merke sich im Gespräch Vorlieben, kläre Fragen zu Größen, Lieferung und Verfügbarkeit und begleite den Kauf aus dem Dialog heraus. Per „Buy Direct“ bestelle der Nutzer aus seinem For-You-Feed direkt bei Marken, ohne in einen externen Shop wechseln zu müssen.

Redaktion07.10.262 Min.
Foto: Mann verpackt Pakete in einem hellen, sauberen Lagerraum mit Regalen und Versandkartons.
© Black Forest Labs / Flux

Nummer neun: Kaufland startet Marktplatz in Spanien

Kaufland öffnet laut Pressemitteilung seinen Marktplatz in Spanien und ist damit in neun Ländern aktiv. Erstmals verkaufe das Unternehmen in mehr Ländern ohne eigene Filialen als in Ländern mit Kaufland-Filialen. Dass das Modell trägt, solle der Start in den Niederlanden belegen: Dort habe es am ersten Tag mehr als doppelt so viele Bestellungen gegeben wie beim bisher stärksten Marktplatz-Start. In Spanien gehe Kaufland mit über 3.100 Händlern und mehr als zehn Mio. Artikeln an den Start.

Redaktion07.10.262 Min.
Foto: Person hält transparente Verpackungsfolie an einem sauberen Packtisch mit Kartons und Versandbeuteln.
© Black Forest Labs / Flux

Koalition plant Steuer auf Kunststoff in Verpackungen

Ab Juli 2027 will die Koalition Kunststoff in Verpackungen besteuern, berichtet Haendlerbund.de. Zahlen sollen laut Entwurf Hersteller und Importeure. Verbundverpackungen mit mehr als fünf Prozent Plastikanteil seien eingeschlossen. Recycelter Kunststoff könne auf Antrag steuerfrei bleiben. Auf den Handel könne die Abgabe über teurere Versandbeutel, Folien und Füllmaterial durchsickern; direkt treffe sie Händler, die Verpackungen selbst herstellen oder importieren. Der Bund rechne ab 2028 mit knapp 1,5 Mrd. Euro jährlich, die den deutschen Beitrag zur EU-Plastikabgabe decken sollen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Person shoppt am Laptop auf dem Sofa, daneben ein gefalteter Pullover und weiße Sneaker.
© Black Forest Labs / Flux

800 Signale, ein Rabatt: Very personalisiert per KI

Der britische Online-Händler The Very Group setzt für die Personalisierung seiner Shops auf die KI-Plattform von Made With Intent, berichtet Retailtechnologyinnovationhub.com. Die Software werte mehr als 800 Verhaltenssignale aus, lese daraus in Echtzeit die Kaufabsicht und entscheide, wer wann welchen Rabatt oder welche Zahlungsoption sehe. Was wirkt, merke sie sich für künftige Besuche. Im ersten Monat sei der Umsatz pro Kunde bei einer nicht näher beschriebenen KI-Strategie um ein Fünftel gestiegen.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Logistikarbeiter legt ein unbeschriftetes Paket auf ein Förderband in einer sauberen Sortierhalle
© Black Forest Labs / Flux

Paketsteuer: Österreichs Handel beschwert sich in Brüssel

Der österreichische Handelsverband trägt laut Medienmitteilung den Streit um die nationale Paketsteuer nach Brüssel: Fünf Tage nach deren Start hat er bei der EU-Kommission Binnenmarkt-Beschwerde eingereicht. Die Abgabe verstoße gegen den freien Waren- und Dienstleistungsverkehr und wirke als verdeckter Protektionismus: Sie treffe vor allem Versender aus anderen EU-Staaten ohne Filialen in Österreich. Eine vom Verband beauftragte Analyse prognostiziere einen jährlichen BIP-Rückgang von bis zu 360 Mio. Euro und 2.870 verlorene Arbeitsplätze. Der Verband verlangt von der Kommission ein Vertragsverletzungsverfahren.

Redaktion07.10.263 Min.
Foto: Mitarbeiter scannt Kartons in einem hellen, sauberen Lager mit Rollwagen und Warenregalen.
© Black Forest Labs / Flux

Plus 0,1 Prozent: Europas Handel tritt auf der Stelle

Das Einzelhandelsvolumen im Euroraum und in der EU ist im August gegenüber Juli um 0,1 Prozent gestiegen, meldet Eurostat. Nach dem Juli-Minus von 0,6 Prozent im Euroraum reicht das kaum zum Durchatmen. Non-Food legt um 0,5 Prozent zu, Kraftstoff verliert 1,9 Prozent. Deutschland landet mit plus 1,3 Prozent auf Platz drei der Monatswertung, liegt im Jahresvergleich aber immer noch 0,4 Prozent im Minus.

Redaktion07.10.263 Min.
Symbolbild: Drei Präsentationsfächer mit Schuh, Pullover und Etui zeigen unterschiedliche Produktauswahlen.
© OpenAI

Drei Assistenten, drei Regale: KI-Shopping kennt keine Ordnung

Wer ChatGPT, Googles AI Mode und Amazons Alexa dieselbe Kauffrage stellt, steht virtuell vor drei verschiedenen Regalen, zitiert Channelx.world eine Studie der Agentur Jellyfish. Für Spielzeug bediene sich Amazon fast nur im eigenen Shop, ChatGPT bei 24 verschiedenen Händlern, Google bei 37. Bei britischen Herrenanzügen ziehe ChatGPT 30 Händler heran, Google hingegen nur vier. Preisklassen ignoriere die KI: Eine Antwort zu Herrenanzügen etwa habe Modelle von 27 bis zu 3.295 Pfund präsentiert. Marken gingen unter: In der US-Mode verteile die KI ihre Empfehlungen auf 120 Marken, die stärkste komme auf sieben Prozent.

Redaktion06.10.263 Min.
Symbolbild: Eine Empfängerin übergibt einem Paketboten Münzen an der Wohnungstür.
© OpenAI

Bei DHL zählt an der Tür wieder nur Bargeld

DHL hat die erst Ende Juli gestartete kontaktlose Zahlung an der Haustür vorübergehend abgeschaltet, berichtet Golem.de. Laut einer Sprecherin habe es wiederholt technische Probleme mit den Handheld-Scannern der Zusteller gegeben, über die die NFC-Zahlung lief. Zollgebühren, Porto und Nachnahme kassieren die Boten damit wieder nur bar. Der Konzern wolle den Dienst schnellstmöglich zurückbringen, einen Termin gebe es nicht.

Redaktion06.10.262 Min.
Symbolbild: Modische Jacken und Sneaker vor einer Konzertbühne in einer Veranstaltungshalle.
© OpenAI

Konzert statt Checkout: Zalando feiert in Berlin

Zalando lädt im April 2027 erstmals zum Festival „Access All Areas“ nach Berlin, berichtet Fashionunited.de. Bis zu 40.000 Besucher sollen am 24. und 25. April in der Station Berlin und im Tempodrom Konzerte und Markenauftritte erleben und limitierte Produkte ergattern können. Das Format knüpfe an die einstige Modemesse Bread & Butter an. Mit dabei seien 14 Marken, angeführt von Adidas, Calvin Klein und Nike. Für Mitglieder des Kundenprogramms Zalando Plus sei der Eintritt frei.

Redaktion06.10.262 Min.

Trending Morning Briefing

Mehr Morning Briefings

Unser Team

Die Menschen hinter etailment: mit Branchenerfahrung und Leidenschaft für den digitalen Handel.

Team kennenlernen

Unsere Mission

Orientierung für alle, die den digitalen Handel gestalten.

Wir liefern Entscheiderinnen und Entscheidern täglich Analysen, Strategien und Inspiration zu E-Commerce, Payment, Logistik und Marketing – fundiert, unabhängig und nah an der Praxis.

Mehr über uns

Jetzt reinhören

Alle Podcasts